Mutwillige negative Berichterstattung zum Bundespräsidenten

Nun mal Butter bei die Fische. Jetzt wirft so langsam alles, was eine Zeitung oder ein Fernsehsender ist oder es sich wagt, sich so zu nennen, mit einem Christian-Wulff-Skandal um sich. Und einer ging jetzt in die Hose.

Eigentlich wollte ich bis auf weiteres nicht mehr auf Medien wie den Spiegel verweisen. Aber diesmal komme ich einfach nicht umhin. Der lässt nun nämlich einfach mal die Konkurrenz (in dem Fall) im Regen stehen und berichtet halbwegs objektiv über einen Lacher.

Da haben die „Frankfurter Rundschau“, die „Berliner Zeitung“ und so viele andere darüber berichtet, dass es sich das Ehepaar Wulff herausgenommen hat, einen Audi Q3 für Monate kostenfrei genutzt zu haben. Und das dann sogar Monate, bevor dieses Auto auf den Markt kam. Als ich davon hörte, dachte ich mir, so dämlich kann man doch nicht sein. So stellt sich niemand an, der ein hoher Repräsentant eines Staates ist.

Und siehe da, zumindest die beiden oben genannten Zeitungen haben sich gehörig zum Deppen gemacht. Bettina Wulff, First Lady der Bundesrepublik, hat nun per Gerichtsentscheid diesen Quatsch unterbunden. Das Kölner Landgericht sieht es nämlich als erwiesen an, dass es sich bei den Artikeln der beiden Zeitungen um eine „Falschberichterstattung“ handelt.

Nun dürfen sie abtrotten. Künftig sollte man eben besser überlegen, aus welchem Winkel man jemanden mit Gülle begießt. Ist der Winkel zu flach, kommt die Gülle nicht beim Gegenüber an, sondern landet bei einem selber auf dem Schuh.

Und nun geht das große Rätselraten los, vermute ich mal: Die Zeitungen haben frisch, froh und munter das Wort Vorteilsnahme gebraucht und haben alles getan, um Christian Wulff noch mehr zu schädigen. Und alle anderen Medien, soweit ich das mitbekam, haben halt mitgeplärrt. Was wäre denn, wenn das bei einigen anderen von den angeblichen Skandalen ähnlich gelaufen ist?

Man sagt nicht ohne Grund: Wer einmal lügt, dem glaube nicht. Und dass die Medien die Wahrheit hier und da recht großzügig auslegen, ist kein Geheimnis. Ich philosophierte ja schon darüber, dass die Medien zum Verkauf lukrativer Werbeplätze alles tun würden. Und also muss man das Feuer schüren, so lang es brennt.

Nun sehen wir aber allmählich, dass nur noch Glut da ist, die sich langsam aber sicher in Asche verwandelt. Den Medien fehlt schlichtweg das Futter. Anders kann ich es mir nicht erklären. Und also wirft man halt einfach mal mit unsortiertem Müll um sich, irgendwas wird schon eine Schlagzeile werden. Aber diesmal nicht, ihr lieben Freunde vom Mediendesaster.

Ein weiteres gutes Beispiel hat RP-Online zusammengeschrieben. Hier ist die Rede davon, dass zwar Bettina Wulff die in Rede stehenden Kleider in der Tat zu Festivitäten getragen hatte, aber dies sei in der Steuererklärung berücksichtigt worden. Überhaupt ist in dem Bericht eine sehr relativierende Darstellung der angeblichen Ungehörigkeiten gelungen. Man hat es nämlich geschafft, den Sprecher von Chrisitan Wulff, Gernot Lehr, mal Gehör zu schenken.

RP-Online hat auch Audi befragt. Und Audi in persona von Unternehmenssprecher Jürgen De Graeve hat kund getan, dass der Audi keineswegs kostenfrei war, sondern „marktüblich“ zur Verfügung gestellt wurde.

Da fällt mir ein: Der angebliche Mitschnitt auf der Mailbox von Kai Diekmann ist doch auch noch nicht veröffentlicht worden, so sehr das Wurstblatt mit den 4 Buchstaben auch gedroht hat. Gibt es da eventuell gar keine Drohung?

So sehe ich mittlerweile nur eins: Eine mutwillige negative Berichterstattung, die einzig und allein den Zweck hat, Wulff zu stürzen. Das war von Beginn an so, und das ist es bis jetzt geblieben. Und wieder bin ich bei dem für mich einzig schlüssigen Grund für diese Kampagne: Wulffs Lindauer Donnerrede.

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