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Nordkorea hat Rakete gezündet

Seit Tagen wurde darüber spekuliert. In dieser Nacht hat Nordkorea eine Langstreckenrakete gezündet. Damit hat sich das kleine kommunistische Land der internationalen Staatengemeinschaft widersetzt.

Unha-2 Interkontinental-Rakete - (C) Fabe27 / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)
Unha-2 Interkontinental-Rakete - (C) Fabe27 / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

Um 07.39 Uhr Ortszeit, was wohl 00.39 Uhr MESZ entspricht, erfolgte laut nordkoreanischem Verteidigungsministerium der Start der Rakete. Es soll sich um eine Langstreckenrakete gehandelt haben. Das hat wohl auch ein Vertreter der US-Regierung bestätigt.

Und dann fangen die Spekulationen an. Wenn man US-Militärs und japanischen Behörden glaubt, war die Aktion ein totaler Fehlschlag. Schon nach einer reichlichen Minute soll ein “fliegendes Objekt” ins Meer gestürzt sein. Das Objekt kam wohl nach diesen Angaben aus Nordkorea. Kurz nach dem Start ist die Rakete zerbrochen.

Sofort hat der UN-Sicherheitsrat eine Sondersitzung einberufen. Man kann – so meine Vermutung – schon von einer Krisensitzung sprechen. Nun ja, es soll zu einer “formellen Verurteilung” Nordkoreas kommen. Der Grund soll wohl sein, dass die USA von einer “proaktiven Aktion” Nordkoreas spricht, die gegen internationales Recht verstoßen würde.

Deutschland, Japan, Südkorea und andere schlossen sich der Meinung der USA an. So hat Außenminister Guido Westerwelle gewarnt, dass der Raketenstart die Stabilität der koreanischen Halbinsel gefährden würde. Schon im Vorfeld schallte laute Kritik ob des Starts der Unha-3.

Die Rakete sollte offiziellen Aussagen aus Nordkorea zufolge einen Wettersatelliten ins All bringen. Aber Japan, die USA und Südkorea vermuteten etwas ganz anderes hinter dem Raketenstart. Ihrer Meinung zufolge könnte es sich auch um den Test einer Langstreckenrakete gehandelt haben. Und wenn man hier weiterspinnt, könnte man sagen, dass eine solche Rakete, nachdem sie mit Atomsprengköpfen ausgestattet worden wäre, bis nach Alaska fliegen könnte.

Und Alaska ist ja seit langem Streitpunkt zwischen den USA und Russland, das engster Verbündeter von Nordkorea ist. So gibt es unter anderem auch immer wieder Streit um die Aleuten südwestlich von Alaska. Also ist es gar nicht so abwegig, dass das kleine Nordkorea dem großen Verbündeten Russland unter die Arme greifen will.

Nordkorea zeigt ja immer wieder, dass es militärisch durchaus die Muskeln spielen lassen kann. Da sich das Land auch nicht – wie von der so genannten “internationalen Staatengemeinschaft” gefordert – von seinen Atomplänen verabschiedet hatte, war es nahezu völlig isoliert.

Die Flugbahn der Rakete (im verlinkten Bild zu sehen ist der Vorgänger Unha-2) soll nach mehreren Angaben relativ dicht an den Lufträumen von China (fast direkt über Shanghai) und Südkorea gelegen haben. Bei einem eventuellen Desaster wären die Städte Shanghai auf chinesischer und Seoul auf koreanischer Seite stark gefährdet gewesen.

Nun kam es also zu dem Absturz. Ob es sich um einen Test für das Atomprogramm Nordkoreas handelt, wird sich wohl sehr rasch herausstellen. Abgesehen davon finde ich, dass es richtig ist, dass weltweit dieser Start verurteilt wurde. Es wurde immer weiter abgerüstet, und Nordkorea rüstet auf. Das kann man nicht gutheißen.

Informationsquelle:

  • Tagesschau – Militärischer Test? – Nordkorea startet offenbar Langstreckenrakete

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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