Obskurer Hausbrand in Leipzig-Gohlis

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Das Wohnhaus Georg-Schumann-Straße 53 im Leipziger Stadtteil Gohlis hatte gebrannt. Das war am 30.12.2017. Das leer stehende Wohnhaus sorgte damit kurz vor Silvester für allerhand Aufsehen. Mittlerweile ist die große Leipziger Ausfallstraße stadteinwärts gesperrt. Und wir müssen darüber einmal ein ernstes Wort reden. Denn irgendwie kommt einem dabei das Eine oder Andere seltsam vor. Nein, nicht der Brand selbst, denn das Haus stand ja wirklich in Flammen. Es sind vielmehr die Umstände.

Was war passiert?

Leipzig befand sich am 30.12.2017 in den Silvester-Vorbereitungen. Die Bereitschaftspolizei und sämtliche Einsatzkräfte waren damit beschäftigt, Vorkehrungen für die zentralen Feierlichkeiten auf dem innerstädtischen Augustusplatz und für die alljährlichen Böller-Festspiele im südlichen Stadtteil Connewitz zu treffen. Und am Nachmittag trafen Meldungen ein, dass es in Gohlis brennen würde. Da würde eine dicke Rauchsäule aufsteigen, und in ganz Gohlis würde man den Brand- und Rauch-Geruch mitbekommen.

Irgendwann so gegen halb 3 am Samstag-Nachmittag schlugen erste Flammen in dem frisch sanierten Haus aus. Oben auf dem Bild, das ein Screenshot von Google Maps ist, ist zu sehen, dass das Haus noch eingerüstet ist. Das hatte sich inzwischen geändert. Nur waren die frisch hergerichteten Wohnungen noch nicht wieder vermietet. In einer Stadt wie Leipzig mit Wohnungsnot ist das schon ein eigenartiger Umstand. Jedenfalls wurden die Straßenbahnen großräumig umgeleitet und die Magistrale stadteinwärts gesperrt.

Erst um die 20 Stunden, nachdem die Flammen bemerkt wurden, war der letzte Brandherd unter Kontrolle. Das Haus ist seitdem eine Ruine und einsturzgefährdet. Immer wieder ist die Feuerwehr vor Ort und behält die mögliche Rauchentwicklung um Auge. Wie es weitergeht, ist noch völlig unklar. Die Ermittlungen laufen. Und hier machen natürlich heiße Spekulationen die Runde.

Von Warmabriss und Heißsanierung

Es war nicht der erste derartige Brand in Leipzig. Innerhalb weniger Tage hatten in Leipzig drei Häuser gebrannt. In Volkmarsdorf gab es zwei Brände, bei denen mittlerweile von Brandstiftung die Rede ist. Und es wird offen darüber spekuliert, dass der Brand in dem Haus in der Georg-Schumann-Straße auch dorthin einzuordnen ist. Dafür spricht, dass im Haus niemand wohnte, dessen Adventskranz hätte Feuer fangen können.

Das Ganze können wir also durchaus als Brandstiftung bezeichnen, gern auch als Warmabriss oder Heißsanierung. Klar, es könnte ein Kabelbrand gewesen sein. Hier lehrt uns die Wikipedia, dass Klemmverbindungen lose sein können, Kabel gebrochen sein können. Oder die Leitung war überlastet. Letzteres schließen wir getrost aus, wenn kein Mieter dort wohnt. Die anderen beiden Ursachen ließen dann Schlampereien beim Bau vermuten.

Na klar, es könnte auch ein “Feuerteufel” oder ein “Dummer-Jungenstreich” gewesen sein. Aber so richtig will da niemand dran glauben. Wenn man aber eine technische Ursache und damit einen Kabelbrand ausschließt, was bleibt dann noch? Behalten wir doch einfach im Hinterkopf, dass in Leipzig der Wohnraum knapp ist und die Wohnungen im Gebäude leer standen. Mag sich jeder selbst seinen Reim drauf machen. Ich kann mir aber vorstellen, dass solche Brände immer wieder vorkommen werden.

4 Kommentare

  1. Auch wenn Sie schreiben : könnte , hätte , bla bla bla

    Wenn Sie keine Informationen haben, dann können Sie nichts schreiben!
    Punkt
    Der größte Teil des Artikes ist einfach unwahr.

    Da ist die Phantasie wohl mit Ihnen durchGEBRANNT.

    1. Liebe Pati, es ist der Sinn eines Blogs, sich mit den Lesern auszutauschen. Insofern muss ich nicht immer mit Informationen daher kommen. Das ist einer der Unterschiede zum Journalismus. Zum Zeitpunkt des Artikels – Datum mitbekommen? – war in der Tat nicht viel mehr bekannt. Was bekannt war zu dem Zeitpunkt, hatte ich verlinkt. Man hätte auch gern die verlinkten, weiterführenden Informationen aufrufen und sich weiterbilden können.

      Wenn der größte Teil des Artikels unwahr ist, möchte ich doch gern mal erfahren, was zum Zeitpunkt des Artikels hätte wahr sein können. Mit mir ist keine Fantasie durchgebrannt, das kann ich mir gar nicht leisten. Als Blogger ist es aber meine Aufgabe, Dinge zu dokumentieren (nochmal: siehe Datum) und zu bewerten. Das kann auch in spekulativer Art und Weise erfolgen. Deshalb ist der Austausch wichtig.

      Darum nochmals die Frage an Sie, liebe Pati: Welche Informationen lagen exakt zum Zeitpunkt des Artikels (nochmals: Datum gelesen?) bekannt, die diesen Artikel richtiger gemacht hätten?

  2. Wie auch immer Sie das nennen: Blog , Artikel , Forum
    …… völlig egal! Es ist und bleibt eine Veröffentlichung!
    Deshalb hier ein guter Rat.
    Lesen Sie sich Ihren Beitrag noch einmal genau durch.
    Denken Sie mal nach . Ist es wirklich ok ,dem Hauseigentümer eine Straftat zu unterstellen?
    Wie kommen Sie auf frisch sanierte Wohnungen ?
    Können Sie zaubern?
    Das Datum spielt keine Rolle.
    Wenn ich nichts weiß , kann ich nichts schreiben. Fakt!
    Oder man macht es wie Sie.
    Man legt sich eine tolle Geschichte zurecht, unterlegt es mit mit einigen Wikipedia Links, schon gibt es mehr Traffic auf der Seite.

    Sie nennen es Spekulationen –
    Ich nenne es :

    Lügen
    Unterstellung
    üble Nachrede
    Verleumdung

    Warum ?
    Nur um ein paar Klicks mehr zu bekommen?!

    Sie sind ein armer Mensch der sich hier wichtig tut und sich feiern läst.
    Völlig emotionslos ,völlig skrupellos.
    Gut so ist nun unsere Gesellschaft geworden. Schade !

    1. Hallo Frau Neumann,

      da weiß ich jetzt gar nicht, was ich dazu schreiben soll. Klar ist, dass zu dem Brand allerlei publiziert wurde. Ich frage mal nach: War denn die L-IZ besser? Sicher, das war nicht mein größter Artikel. Soweit mir zur Artikelveröffentlichung bekannt war (weshalb das Datum ja so wichtig ist), stand das Haus leer. Das war dokumentiert. Und mehr war mir nicht bekannt.

      Und natürlich kommt man dann zu diesen Spekulationen. Ja, Spekulationen. Was Sie mir hier unterstellen, ist ja unfassbar. Sie haben aber auch die Benachrichtigungen für neue Kommentare nicht abonniert, weshalb Ihnen sicherlich egal ist, was ich zu Ihrem Kommentar zu sagen habe.

      Der “arme Mensch”, der “lügt, unterstellt, übel nachredet, verleumdet” ist alles andere als skrupellos. Ich weiß, dass Sie in direkter Nachbarschaft Ihr Geschäft betreiben. Vielleicht könnten Sie ja ohne Beschimpfungen erzählen, was sich ereignet hat. Aber das ist bestimmt zu viel verlangt.

      Leider ist es so, dass bis zum heutigen Tage die Medien nichts anderes als Brandstiftung als Erklärung haben. Beschimpfen Sie die auch? Schauen Sie mal, was Google News zum Thema ausspuckt. Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen, Ihre Beschimpfungen künftig woanders auszuteilen.

      Noch einmal, es war nicht mehr größter Artikel. Wie sehr ich mich für Wahrheit und Aufklärung einsetze, könnten Sie wissen, wenn Sie diesen Blog lesen würden. Der Artikel stützte sich auf die zum Zeitpunkt verfügbaren Informationen. Und Sie sind ja gar nicht an einer Aufklärung interessiert. Oder doch? Ich meine, es ist nach “Pati” nun der zweite Kommentar zu dem Artikel. Beide Kommentare voller Beschimpfungen. Was soll der Aufwand? Tragen Sie doch mal zur Wahrheit bei.

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