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Ein Stapel Zeitungen der L.A. Times - By Daniel R. Blume from Orange County, California, USA (A stack of newspapers) [CC-BY-SA-2.0 (//creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons Ein Stapel Zeitungen der L.A. Times - By Daniel R. Blume from Orange County, California, USA (A stack of newspapers) [CC-BY-SA-2.0 (//creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Offshore Leaks – Behörden wollen Fakten

Gestern platzte ja eine der größten Bomben in der Geschichte des internationalen investigativen Journalismus. Nun, nachdem die Informationen so nach und nach ans Licht gekommen ist, kommt die Politik und kommen die Behörden um die Ecke und wollen alles wissen.

Warum hat man nicht eher reagiert? Denn schließlich sind die Steueroasen ja bekannt gewesen. Was gibt es zu den Offshore Leaks zu lesen?

Der SPIEGEL scheut sich nicht davor, mit Superlativen zu glänzen. Da ist die Rede vom „größten Datenleck“ und von einer „Vertrauenskrise“ der Steueroasen. Weil man sich bisher verschwiegen gab und dies auch zusicherte, ist eben das Vertrauen in die Firmen Portcullis TrustNet aus Singapur und Commonwealth Trust Limited (CTL) von den Britischen Jungferninseln tief erschüttert. Denn es hätte nie passieren dürfen, dass derartige Informationen ans Tageslicht kommen.

Ich habe den Eindruck, dass die Dokumente, die eben nicht selbst recherchiert wurden sondern den beteiligten Medien exklusiv zugespielt wurden, zwar nicht auf ganz legalem Weg zu den Medien kamen. Aber was da veröffentlicht wurde, war gut und richtig, dass das so geschehen ist.

Nun berichten Medien, die ich aufgrund des Leistungsschutzrechtes nicht verlinken werde, davon, dass der Druck auf die investigativen Journalisten ganz plötzlich gewachsen ist. Denn – sieh an! – ganz spontan kommen die nationalen Behörden auf die Idee, die unzähligen Dokumente erhalten zu wollen. Das Projekt ”International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ)” ist angehalten, die Dokumente zur Strafverfolgung weiterzuleiten.

Das Mittelstandscafé hat eine Meldung der Westfalenpost veröffentlicht. Darin heißt es, dass die Enthüllungen rund um Offshore-Investments keineswegs überraschend sind. Klar, einerseits weiß man von den Steuerparadiesen, andererseits weiß man von dubiosen Geschäftemachern, die vornehmlich dort ihr Geld verstecken.

Aber so, wie die Politik gegenüber Journalisten Druck aufbaut, so steht auch die Politik unter gewaltigem Druck. Man stellt sich halt die Frage, wie so ein Ausmaß scheinbar unbemerkt an Behörden und Politik vorbei geschleust entstehen konnte. Und hier muss die Politik Rede und Antwort stehen.

Ich denke, hier wurde viel Staub und Schlamm aufgewühlt. Man glaubt der Politik nicht, dass sie ein echtes Interesse an einer Änderung hat. Denn sonst hätte man eher in die offensichtlichen Kanäle eingegriffen.

Jetzt werden erst einmal weitere Nachrichten zum Thema eintrudeln. Denn es sind riesige Datenmenge, die da umhergeistern. Und die werden Stück für Stück aufgearbeitet.

Bildquelle: Ein Stapel Zeitungen der L.A. Times – By Daniel R. Blume from Orange County, California, USA (A stack of newspapers) [CC-BY-SA-2.0 (//creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “Offshore Leaks – Behörden wollen Fakten”

  1. Nochmal: ich kann die Medien nur auffordern, hier die Daten herauszugeben. Denn wenn dass nicht passiert, dann ist dass erneut nicht weiter als eine Deckung dieser Straftaten!! :evil:

    Bitte gebt den Behörden die Daten!! Diese Steuerbetrügereien sind keine Kavaliersdelikte!!

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