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Schikanen gegen ein Anti-Abmahn-Forum

Wie Sie vielleicht wissen, verfolge ich immer wieder die Situation an der Abmahnfront. Das hat bei mir zum Teil eigene Gründe. Aber zum Teil ist das auch meiner Meinung geschuldet, dass hier eine rechtliche Grauzone vorliegt, die schamlos ausgenutzt wird.

Es gibt so Abmahnkanzleien, die unter Umständen mit Kanonen auf Spatzen schießen. Und teilweise haben die Spatzen noch nicht mal das Rosenbeet mit Exkrementen verschmiert. Will heißen: Teilweise werden Bürger abgemahnt, weil man ihnen Urheberrechtsverstöße vorwirft, obwohl sie nicht mal einen Computer oder einen Internetanschluss haben.

Klar, Urheberrechtsverstöße sollten geahndet werden. Bei solchen Geschichten wie kino.to, was groß durch die Medien ging, die sozusagen gewerbsmäßig Urheberrechtsverstöße in rauen Mengen mit Gewinn verübt haben, ist es völlig normal, dass dem Ganzen nachgegangen wird. Andererseits werden auch Webseitenbetreiber mit teils astronomischen Summen abgemahnt, weil sie ein nichtssagendes Bild von der Google Bildersuche hergenommen haben und direkt auf ihre Webseite eingebunden haben.

Da gibt es also jede Menge Diskussionsstoff. Und mit solchem Stoff befassen sich Webseiten wie die „Initiative Abmahnwahn Dreipage“. Und wie es der Zufall so will, wird der Betreiber dieser Seite immer wieder abgemahnt. Immer wieder von der gleichen Kanzlei.

Und der Betreiber war immer so standhaft und hat erklärt, dass die Abmahnkanzlei ganz sicher kein Geld sehen wird. Steffen Heintsch erklärte immer wieder, dass er sich den Mund nicht verbieten lassen würde und weiter offensiv und mit vollständigen Angaben über Praktiken von Abmahnkanzleien berichten wird.

Die ständige Schikane der betreffenden Kanzlei, der sich das Forum AW3P ausgesetzt sieht, hat auch das Internetmagazin Gulli auf den Plan gerufen. Lars Sobiraj hat ausführlich über die ständigen Behelligungen der Kanzlei berichtet. Und ich finde es gut und richtig, dass die „Initiative Abmahnwahn Dreipage“ (also AW3P) nicht klein bei gibt. Und ich finde es ebenso gut und richtig, dass Medien über so etwas berichten, wie eben Gulli.

Jedenfalls ist diese Entwicklung, über die Gulli da berichtet, Grund genug, die gesamte rechtliche Situation neu zu überdenken und neu zu bewerten. Dazu muss auch die Politik ihren Teil beitragen. Das tut sie aber nicht, weil man dort eben auf die Interessen der Lobby angewiesen ist. Aber es wäre wirklich an der Zeit, ernsthaft über eine Reform des Urheberrechts nachzudenken.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “Schikanen gegen ein Anti-Abmahn-Forum”

  1. Wer -wie ich- seit Jahren im AW3P-Forum mitliest, wird kein Mitleid mit Steffen Heintsch haben. Der Mann hat seine Einstellung in den letzten Jahren drastisch geändert. War er früher noch so drauf, jede Abmahnung kategorisch abzustreiten, scheint er inzwischen die Seiten gewechselt zu haben. Denn inzwischen lässt er die für die Abmahner positiven Urteile hoch leben,während er für die Abgemahnten positiven Urteile kategorisch kaputtredet. Macht man ihn darauf aufmerksam,daß seine Einstellung für ein ANTI-Abmahnwahnforum doch eher unpassend ist, reagiert Steffen Heintsch so,wie es vielleicht ein Teenager machen würde: mit Rausschmiss des Kritikers und anschließender wochenlanger Diffamierung des Users in seinem Forum. Vielleicht sollte Herr Heintsch mal drüber nachdenken,ob er als Betreiber eines ANTI-Abmahnwahn-Forums mit seiner Einstellung noch der richtige Mann ist.

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