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Volle Hütte, Party pur - (C) mit freundlicher Genehmigung Twenty-One Volle Hütte, Party pur - (C) mit freundlicher Genehmigung Twenty-One

„Twenty-One“ in Leipzig – Willkommen in der Großfamilie

Eine Großfamilie? Ja, prinzipiell würde ich das so sagen, was das „Twenty-One“ für mich ist. Es handelt sich dabei um einen Club mitten in Leipzig. Wer samstags zum „Saturday Nightlife“ oder freitags zu einer der vielen Motto-Partys abfeiern will, der ist dort immer willkommen. Und da man sich dort kennt, kann man schon von einer großen Familie reden.

Ich möchte ein paar Worte über meinen Stammclub verlieren, bei dem immer die Wand wackelt. Ich gehe gern dorthin, und da darf ich auch mal eine Lobeshymne singen.

Feierzeit im Twenty-One - (C) mit freundlicher Genehmigung Twenty-One
Feierzeit im Twenty-One – (C) mit freundlicher Genehmigung Twenty-One

„Twenty-One“ ist die englische 21. Der Club hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Niveau nicht zu niedrig zu halten. So besteht Zutritt erst ab 21 Jahren. Das zieht man auch recht konsequent durch. Erscheint ein Gast vom Ansehen her als zu jung, lässt man sich gern mal den Ausweis zeigen. Im Zweifelsfall wird man da auch gern mal abgewiesen. So, wie man auch abgewiesen wird, wenn man aufgrund vorherigen Genusses nicht mehr im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kräfte ist. Außerdem sollte man eine gewisse Kleiderordnung einhalten, die auf das Vermeiden von zu kurzen Hosen und von zu schmuddeligen Sachen insgesamt setzt.

Entspanntes Abfeiern - (C) mit freundlicher Genehmigung Twenty-One
Entspanntes Abfeiern – (C) mit freundlicher Genehmigung Twenty-One

Und so etwas verleiht dem Club ein entspanntes Ambiente. Und nur so lässt es sich richtig feiern. Der Club ist in mehrere Bereiche unterteilt: der Eingangsbereich mit Lounge, Garderobe und Raum zum Herunterkommen, der Club-Bereich mit zwei Bars, Emporen, einer runden Tanzfläche und viel Glitzer, der abgedunkelte House-Bereich mit einer quadratischen Tanzfläche, 2,5 Bars und Emporen, einer so genannten „Smoker Lounge“ mit einer halben Bar, entspannten Sitzmöbeln und entspanntem Ambiente, sowie einem Außenbereich im Innenhof, der zum Lufttanken, Rauchen und Seele-baumeln-lassen genutzt wird.

Der "Main Floor" - (C) mit freundlicher Genehmigung Twenty-One
Der „Main Floor“ – (C) mit freundlicher Genehmigung Twenty-One

Chefin Anja hat den Laden im Griff. Das „Twenty-One“ ist der „Nachkomme“ des ehemaligen, in Leipzig tief verwurzelten „Schauhaus“, das es leider nicht mehr gibt. 8 Jahre gibt es den Club, der erst parallel zum „Schauhaus“ in unmittelbarer Nachbarschaft gelebt hatte. Und das Konzept passt. Man feiert, hat Spaß und lernt allerlei Leute kennen. Das Personal ist freundlich, die DJs gehen auf Wünsche der Gäste ein. Selbst der verwegenste Musikwunsch findet Gehör und wird erfüllt.

Chefin Anja feiert ihren Geburtstag im Twenty-One - (C) mit freundlicher Genehmigung Twenty-One
Chefin Anja feiert ihren Geburtstag im Twenty-One – (C) mit freundlicher Genehmigung Twenty-One

Der Musikmix im Hauptbereich, der oben genannte Club-Bereich, erstreckt sich über das riesige Spektrum 80er, 90er, Musik von heute, teilweise Rock, Hip Hop, Reggae. Es wird lauthals aus hunderten Kehlen mitgesungen. Im House-Bereich hört man alles rund um Elektro aus den 90ern und von heute. Laser und Strobo-Blitzlicht bestimmen die Lichtuntermalung der Synthie-Klänge. Und in beiden Floors darf nicht geraucht werden, was völlig in Ordnung ist. Denn dafür gibt es ja die entspannte Smoker Lounge und den Außenbereich.

Die Preise sind annehmbar. Samstags greift man nach dem großen Publikum, das für 5,- € Eintritt (bis 23 Uhr im Warmup 2,50 €) Party erleben will. Zu den Themenpartys freitags sind die Preise anders. So findet regelmäßig eine Ü30-Party statt, bei der 7,- € Eintritt veranschlagt werden, für die man aber auch Begrüßungsgetränk, Obstbar und allerlei andere Annehmlichkeiten erhält, die sonst nicht so sehr im Vordergrund stehen. Die Bierpreise liegen bei rund 3,- €, für Mixgetränke fallen zwischen 5 und 6 € an. Alkoholfreie Getränke sind preiswerter. Damit sind die Preise für mich OK.

Der Lounge-Bereich - (C) mit freundlicher Genehmigung Twenty-One
Der Lounge-Bereich – (C) mit freundlicher Genehmigung Twenty-One

Und sauber ist es. Ich vergleiche da gern mal den Sanitärbereich. Ab einer gewissen Uhrzeit konnte man im eingangs genannten Schauhaus diesen Sanitärbereich nur noch mit geschlossenen Augen, im Tiefflug und mit zugehaltener Nase absolvieren. Dass dies im „Twenty-One“ nicht nötig ist, dafür sorgt die gute Seele des Clubs. Und das ist hoch anzurechnen. Und dafür gibt man gern ein bisschen Kleingeld.

Überhaupt, ich mag das entspannte Ambiente, in dem man sich einfach so geben kann, wie man ist. Kein unnötige Schaulaufen wie im früheren Schauhaus. Keine Doktrin beim Tanzen oder so. Einfach Vollgas-Party bis zum Abwinken. Und das in Räumen, die Platz für rund 1000 Mann bieten. Mal sind es mehr, mal sind es weniger.

Es wird für jeden etwas geboten. Ob nun samstags das „Saturday Nightlife“, oder die freitäglichen Motto-Partys namens „AllAroundSound“ (nur Musikwünsche), „Ü30 Party“ (wie der Name schon sagt), „We Love The 90s“ (Party im Sound der 90er Jahre) oder „Kiss Kiss Bang Bang“ (Schwulen-Lesben-Party mit Travestie-Show). Dazu kommen Events, für die man den Club buchen kann. Und alles unter dem Motto „Alles kann, nichts muss“. Für Spaß ist in jedem Fall gesorgt.

Anfang Juli feiert Chefin Anja immer ihren Geburtstag. Und wie feiert man den? Richtig, im Kreis der Familie. Und ihre Familie sind die Stammgäste des „Twenty-One“. Ich werde mir das in diesem Jahr mal anschauen, was da abgeht. Die Partys sollen legendär sein. Und für den einen oder anderen gibt es eine Einladung. Das zeugt davon, dass man im Club die Gemeinschaft bevorzugt.

Überhaupt ist Anja sehr verbunden mit ihren Gästen. Man findet sie immer im Gespräch. Sie ist nicht in irgendeinem Hinterzimmer vergraben. Sie ist immer präsent und leitet den Club sehr offensiv. So kann sie auf Probleme, die sich anbahnen könnten, sofort reagieren. Immer ein offenes Ohr, immer freundlich, so muss das sein.

Insofern ist das „Twenty-One“ eine ganz runde Sache. Die Großfamilie bebt freitags und samstags. Man sagt, dass das Publikum zu etwa 1/3 oder knapp der Hälfte aus Stammgästen, also der Großfamilie, besteht, und der „Rest“ aus mehr oder minder selten wiederkehrenden Gästen und neuen Besuchern besteht. Hat man einmal Kontakt zu anderen Stammgästen geknüpft, was nicht sonderliche Klimmzüge bedarf, ist man offenherzig aufgenommen im Kreis der Familie.

7 Jahre Twenty-One im letzten Jahre - (C) mit freundlicher Genehmigung Twenty-One
7 Jahre Twenty-One im letzten Jahre – (C) mit freundlicher Genehmigung Twenty-One

Mir macht es richtig großen Spaß im früheren Pfandhaus zu Leipzig. Wenn am Wochenende abends die Fackel am Eingang Feuer spuckt, brennt die Hölle am Ring an der Ecke zur Gottschedstraße. Und so lang man sich an kleine Regeln hält, hat man immer ein unvergessliches Erlebnis.

Ich habe von dem Artikel nichts. Ich wollte Ihnen einmal etwas ausführlicher schildern, wie ich diesen besonderen Club sehe und warum ich gern dorthin gehe. Ich hoffe, das ist mir gelungen. Was meinen Sie? Würden Sie – wenn Sie aus dem Großraum Leipzig kommen – das „Twenty-One“ besuchen?

Titelbild: Volle Hütte, Party pur – (C) mit freundlicher Genehmigung Twenty-One

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 thoughts to “„Twenty-One“ in Leipzig – Willkommen in der Großfamilie”

  1. Haste fein geschrieben! :-)
    Auch wenn ich schon ewig nicht mehr dort war, so gehöre ich trotzdem zu den Stammgästen. Voriges Jahr war ich bei Anja ihrer BIRTHDAY-Party dabei und habe heute höchst persönlich eine Einladung für die diesjährige per Post im Briefkasten vorgefunden :-) Ich hoffe, es gibt wieder lecker Torte ;-)
    Man sieht sich…

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