Wenn der Kuckuck zur Arbeitsagentur Leipzig kommt

Der Kuckuck ist ja der Aufkleber, der vom Gerichtsvollzieher an Gegenstände von Schuldnern klebt. Diese Dinge werden dann gewinnbringend zur Schuldentilgung herangezogen. So etwas in der Art spielte sich jetzt offenbar auf der Arbeitsagentur zu Leipzig ab.

Ich habe ja schon des öfteren in der Vergangenheit dieses Blogs über Erfahrungen mit der Arbeitsagentur Leipzig berichtet. Teilweise handelte es sich um eigene Erfahrungen, teilweise habe ich entsprechende Berichte aufgeschnappt.

Was jetzt aber seit neuestem die Runde macht, schlägt dem Fass den Boden aus. Irgendwie versucht es diese Agentur, also das viel gepriesene Job Center, Geld einzusparen. Oder wie die das auch immer nennen mögen.

Irgendwie muss es dazu gekommen sein, dass ein Leipziger Familienvater einen 1-Euro-Job zugewiesen bekam. Das nennt sich ja neuerdings „Arbeitsgelegenheit“. Weil er nicht alle Unterlagen beisammen hatte, wurde er wieder nach Hause geschickt. Die Arbeitsagentur unterstellte Unwillen und strich gleich erst einmal die Bezüge um 30%.

Ein entsprechendes Verfahren gab dem Mann dann Recht und sollte eigentlich dem Mann Nachzahlungen bringen. Das Job Center aber verweigerte wohl die Auszahlung, woraufhin über einen Rechtsanwalt der Gerichtsvollzieher beauftragt wurde. Der biss aber auch auf Granit, als er telefonisch die Zahlung anmahnte. Und dann kam, was kommen musste:

Das Job Center hatte wohl nur eine Teilzahlung geleistet. Und dann marschierte der Gerichtsvollzieher beim Job Center ein und pfändete vor Ort aus der wohl stets vorhandenen Barkasse. Hintergrund war wohl, dass zur Vollstreckung der gerichtlichen Sachen nur wenig Zeit blieb und das Job Center alles, andere als kooperativ war.

Somit hat sich das Job Center Leipzig als völlig zahlungsunwillig gezeigt. Es ist nun denkbar, dass anderen Leistungsempfängern ebenso viel Geld durch die Lappen gehen würde oder gegangen wäre, wenn sich niemand engagiert um sie kümmert und auch mal dieser Behörde kräftig auf die Füße tritt.

Vielleicht sollten andere Leistungsempfänger auch nicht einfach so irgendwelche Entscheidungen wortlos akzeptieren. Man sieht an diesem Beispiel, dass man sich auch gegen so etwas wehren kann, wenn man denn vor dem Gesetz Recht hat.

Die oben geschilderte Geschichte soll wirklich wahr sein. Berichtet hat darüber der Sozialrechtsexperte. Ludwig Zimmermann hat in seinem Blog einen entsprechenden Beitrag veröffentlicht, in dem Sie auch noch weitere Informationen zum Vorgang finden. Auch der Blog „Gegen Hartz IV“ hat den Text veröffentlicht.

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