Wokeness in der Gesellschaft

Ach, kommt, wir schreiben jetzt alle über diese so genannte Wokeness. Irgendwie geistert das gerade durch die deutschsprachige Bloggerszene. Jetzt kann ich davon erzählen, das jeder, der nicht woke ist, ein A*loch ist. Aber ist genau so eine Äußerung überhaupt noch woke? Und ist es nicht am Ende scheißegal? Ist es nicht vielmehr so, dass jeder ein bisschen Menschlichkeit in sich tragen sollte? Davon erzählt sogar Bruce Springsteen in „Human Touch“. Aber gut, man kann auch andere anpöbeln.

Was zum Teufel ist denn Wokeness?

Wie es mich immer wieder ankotzt, Menschen erklären zu müssen, dass sie einfach nur Menschen sein müssen, um als Menschen wahrgenommen zu werden. Lass andere leben, lass sie ihr Ding machen, sieh dich nicht als irgendwas besseres an. Sowas in der Art? Ist das schon diese ominöse Wokeness? Meine Güte, brauchen wir echt für alles „neuerdings“ irgendeinen Begriff? Oder geht’s auch mit Selbstverständlichkeiten? Denn der Brgriff ist ja nicht mal neu.

Da gab es nämlich den Sänger „Leadbelly“, der das Wort „woke“ 1938 verwendete. Also hört mir bitte alle auf, von „neuerdings“ oder so zu schwadronieren. Wenn das orange Kaninchen durchs Weiße Haus poltert und dabei von „Wach, nicht woke“ erzählt, finde ich das einfach nur albern. Man nennt das dann „Backlash“, und ich kann mit beiden Begriffen nicht viel anfangen. Ich finde halt nur, dass Wokeness etwas völlig normales ist. Das Andere ist gefährlicher Unfug.

Und da haben wir diese Blogger

Ich hätte es ja gar nicht mitbekommen, da ich mich damit so gar nicht beschäftige. Aber aus irgendeinem Grund wird gerade die Wokeness durch Kleinbloggershausen getrieben. Und irgendwie sehe ich das so wie der Boris. Zwar in einem anderen Zusammenhang, aber immerhin. Es gibt offenbar nur noch diese kurzen Frust-Rülpser und die Blogparaden, nicht wahr? Oder gibt es ernsthaft noch mehr? Doch, ja, Claudia trug hierzu dies zusammen.

Jedenfalls bin ich der Meinung, dass wir das Thema Wokeness lange nicht so hochhängen müssen, wie es immer wieder passiert. Leute, das nervt mich. Ernsthaft. Denn es ist wirklich so einfach: Sei ein Mensch und lass andere auch Menschen sein. Punkt. Darüber hinaus stimme ich mit Horst überein: Niemand muss sich die Sprache der Hetzer zu eigen machen. Daher finde ich auch die Pöbelei eher fehl am Platz und zutiefst unwürdig.

Und wenn jetzt so viele Blogger irgendwie die Wokeness durch die Welt tragen, könnt ihr denn jetzt rausfinden, ob ihr woke seid, falls es euch interessiert? Offenbar schon, wie ich beim Tommi lesen konnte. Aber um es nochmal klar zu formulieren: Ich kann und will mit solchen Begriffen nichts anfangen. Ich sehe lieber zu, dass jeder Mensch, der mit gegenübertritt, erstmal seine faire Chance bekommt. Sollte das woke sein, dann sei euch das geschenkt.

Einfach mal weitersagen

4 Gedanken zu „Wokeness in der Gesellschaft“

  1. Vielen Dank für deine Anregung und deinen Blog. Ich möchte mit meinem Kommentar einen kleinen Beitrag leisten. Soziale Ungerechtigkeit und Diskriminierung sowie das Erheben von Menschen sagen viel über den Charakter aus. Das habe ich in meiner Rolle als MS-Erkrankte und Betreiber eines Nischenblogs erfahren.

    Hoffnungsvolle Grüße
    Frank

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