Wolfgang Schäuble löst die Griechenland-Krise

Ich habe mich immer wieder gefragt, wozu endlos lange Debatten im Bundestag eigentlich gut sind. Nun weiß ich es: Zu nichts. Man kann wirkliche Probleme auch anders lösen.

Da streiten sich die Parlamentarier stundenlang über den Rettungsfonds für Griechenland. Bei der daran anschließenden Abstimmung hat Bundeskanzlerin Merkel nicht einmal die volle Unterstützung der Regierungskoalition. Die FDP wird nicht müde, auf dem größeren Koalitionspartner herumzuhacken. Die Medien erfreuen sich des neuen Spektakels und fragen: Zerbricht nun die Regierung?

Aber es gibt einen, der einen völlig neuen Weg geht, um die Griechenland-Probleme anzupacken. Nein, Griechenland wird nicht pleite gehen. Mit Gottes Hilfe und japanischer Unterstützung bekommen wir auch Griechenland wieder fit für ein starkes Europa. Und ja, wir werden noch vor Jahresfrist die Weltherrschaft an uns gerissen haben.

Diesen Eindruck vermittelt nur einer im gesamten, mit 500 Politikern gefüllten Bundestag (620 wäre das „ausverkaufte Haus“, aber so wichtig war dann Griechenland offenbar doch nicht). Und dieser eine, der furchtlose und unerschrockene Held in der Griechenland-Saga ist Wolfgang Schäuble.

Mit einer beneidenswerten inneren Ruhe arbeitete er während der völlig uninteressanten Debatte im Bundestag an einer unglaublichen Taktik zur Rettung der Hellenen. Und scheinbar tat er dies mit völliger Routine, wie sie eben nur ein echter Routinier haben kann. Dankenswerterweise hat diesen magischen Moment die Kamera für die ewigen Geschichtsbücher festgehalten. Der NetAndroid hat es für die Ewigkeit gebannt:

Schäuble und das Sudoku - gefunden bei netandroid.nl - direkt verlinkt

Jawohl, liebe Leser, unser Held löst die kleinen Probleme dieser Welt, wie die läppische Krise in Griechenland, mit einem Sudoku-Spiel auf seinem iPad. Wolfgang Schäuble lässt sie alle reden, ja palavern, er hat doch die Lösung. Nur ein vollständig ausgefülltes Sudoku-Rätsel schafft genügend Finanzierungs-Spielraum für die verabschiedeten 130 Mrd. €.

Und nein, ich möchte Herrn Schäuble ausdrücklich in Schutz nehmen. Ihm wird ja vorgeworfen, er hätte kein Interesse an dieser Debatte gehabt. Wie kommt man denn nur darauf? Sicher hätte er einen brillanten Schachzug über das gesamte Sudoku-Feld angeboten, und auf einen Schlag wären alle Krisen dieser Welt beseitigt werden.

Und jetzt kurz im Ernst: So werden also Steuergelder verbraten. Der Mann ist nur eine Last. Mit solchen Leuten wird keine Krise auch nur im Ansatz gelöst. Aber sicher weiß das auch der Schäuble. Und es ist ihm egal. Ich biete hier mal wieder einen Facepalm an. [KLICK]Wikipedia – Wikip-Facepalm – Joe Loong via Wikimedia Commons

Bildquelle:

  • NetAndroid’s Blog – Schäuble und das Sudoku

 

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2 Kommentare

    1. Hallo Miriam,

      wie das gedacht ist, sagt ja eigentlich der letzte Abschnitt des Artikels aus. Bis zu dem Punkt „Und jetzt kurz im Ernst“ ist es natürlich satirisch gedacht. Meinem Unmut lasse ich dann ab diesem Punkt freien Lauf.

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