Wulff in ärztlicher Behandlung und die Medien diskutieren

Der ehemalige Bundespräsident Chrisitan Wulff war in ärztlicher Behandlung. Nach allem, was die Springermedien aus dem Medienkartell wissen, handelte es sich um eine Nierenkolik. Au weia, man muss schnell darüber berichten.

Das Springersche Wurfgeschoßorgan „Die Welt“ schmetterte heute eine lautstarke Titelzeile ins Rund. In der war die Rede davon, dass Christian Wulff im Krankenhaus war. Es folgt ein medizinischer Aufsatz über eine Nierenkolik.

Juhu, der Axel Springer Verlag macht jetzt einen auf Medizin-Nobelpreis auf Kosten des von denen abgeschossenen ehemaligen Bundespräsidenten. Die Kommentare zu dem Artikel sprechen demzufolge ihre eigene Sprache. Und diese teile ich.

Liebe Springer-Machwerksverbreiter, lasst den Wulff doch nun mal in Frieden. Ihr habt doch, was ihr wolltet: Ihr habt den ESM-Nörgler und Islam-Befürworter in die Wüste geschickt und mit eurem Segen wird der Neoliberalismus-Befürworter eingesetzt. Großes Kino! Ihr habt euch euren Applaus redlich verdient.

Aber warum könnt ihr jetzt nicht endlich in der Angelegenheit Ruhe geben? Christian Wulff ist momentan kein Amtsinhaber mehr. Er ist Privatmann. Da bekomme ich ja richtiggehend Angst. Berichtet ihr etwa auch über Lieschen Müller, wenn ihr ein Magenwind quer liegt und sie deshalb einen Arzt aufsucht?

Damit zeigt sich mal wieder: Qualitätsmedien sind zu nichts anderem nutze, als im Dreck zu wühlen. Wenn die Springer-Presse wirklich so aufklärerisch arbeiten würde, wie sie immer behauptet, dann würden sie Fakten erzählen und nicht im Verdauungstrakt von Privatleuten herumwühlen? Dann würden sie über den Krieg in Syrien berichten und nicht über akute Arztbehandlungen. Kurz: Dann würden sie Nachrichten bringen und keinen Boulevard.

Aber zu solchen Sachen wie Nachrichten sind eben die Springer-Wurfgeschossverbreiter nicht mehr in der Lage. Das ehemals gute Blatt „Die Welt“ ist demnach völlig im Abschaum von BILD und Co. verschwunden, wie es sich eben für ein Springer-Medium gehört.

Und damit Sie wissen, wovon ich hier schreibe, habe ich mir die Freiheit genommen und den Artikel trotz Medienkartell verlinkt.

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