WordPress-Plugins, die man einsetzen sollte

Immer wieder stoße ich bei meiner täglichen Kommunikation mit anderen auf die gleiche Frage: Welche Plugins sind in einem WordPress-Blog sinnvoll und welche nicht? Nicht alles, was gut klingt, ist es auch. Darum ist es nie falsch, einmal weiter zu schauen, was so im Allgemeinen empfohlen wird.

Ich beziehe mich bei der folgenden Übersicht auf eigene Erfahrungswerte. Sie beansprucht natürlich keine Vollständigkeit und ist eine rein subjektive Betrachtung. Nicht jedes der folgenden Plugins habe ich im Einsatz. Aber nur empfehlenswerte Plugins sind aufgeführt.

Dann wollen wir mal starten.

Was ist der Sinn der Übung?

Ich will selbstverständlich nicht als Besserwisser dastehen. Das steht mir auch nicht zu. Viel zu oft ging bei mir selbst etwas schief. Aber ich möchte eher unerfahrenen Benutzern der Plattform WordPress ein Stückweit weiterhelfen, damit sie nicht auch in die gleichen Probleme laufen wie ich.

Ich muss aber leider einschränken: Zunächst ist die folgende Übersicht nicht für Blogger geeignet, die über die Hosting-Plattform wordpress.com einen Blog laufen haben. Mir scheint, WordPress-Installationen sind dort einzig und allein als Registrieren-und-losschreiben-Lösung gedacht. Man muss sich um rein gar nichts kümmern. Und dann ist es so, dass ich nicht der Anbieter der Plugins bin. Ich kann also keinerlei Support für die Plugins leisten. Was ich aber machen kann, ist mein Bauchgefühl sprechen zu lassen. Manchmal hilft es ja.

Wichtige Plugins

Zunächst einmal möchte ich kurz aufführen, welche Plugins meiner Meinung nach nicht fehlen dürfen, um eine WordPress-Installation sauber zu betreiben.

All-in-One SEO Pack

Mit diesem Plugin wird erreicht, dass Google und andere Suchmaschinen die Artikel besser lesen und indizieren können. Manch einem ist es ja wichtig, dass die Artikel eine hohe Reichweite erzielen und von vielen gelesen werden. Von dem Plugin sind zwei Versionen erhältlich, eine Standard und eine kostenpflichtige Pro. Neben den einzelnen Einstellungen wie Seitentitel, Titelformat, Beschreibung, Keywords etc. kann man auch Google Analytics einbinden und so Auswertungen über die Analyseplattform betreiben.

Ich glaube, das Pack ist bei der WordPress-Installation bereits dabei. Falls nicht, kann man es jederzeit über das Plugin Repository erhalten.

Antispam Bee

Nichts ist schlimmer, als dass jeder Artikel mit automatisiertem Kommentarsalat vollgemüllt wird. Man muss bei WordPress tatsächlich auf Spam achten. Und dazu eignet sich die Antispam-Biene vom äußerst geschätzten Sergej Müller. Das Plugin analysiert Kommentare und Pings (automatische Verlinkungen mit anderen Blogs). Dabei wird eine recht ausgefeilte Technik eingesetzt. Bislang kann ich nicht feststellen, dass Antispam Bee einmal falsch lag.

Sergej Müller hat zu dem Plugin eine eigene Webseite eröffnet. Ich empfehle allen, die das Plugin nicht kennen, sich mit der Seite auseinander zu setzen.

Antivirus

Dieses Plugin stammt auch von Sergej Müller. Wie der Name schon sagt, geht es hier um Virenabwehr. Das Plugin bringt einen Mechanismus mit, der automatisch alle WordPress Templates auf Viren, Würmer und Malware untersucht. Bei einem Fund schlägt das Plugin Alarm. Es ist als Ergänzung gedacht, um andere Sicherheitsmaßnahmen im Blog zu unterstützen.

Auch hierzu gibt es eine eigene Webseite, die ich jedem, der das Plugin nicht kennt, ans Herz legen möchte.

Cachify

Auch bei diesem Plugin handelt es sich um eine Schöpfung von Sergej Müller. Bei diesem Plugin handelt es sich um eine Zwischenspeicherungs-Möglichkeit. Webseiten werden in statischer Form zwischengespeichert. Damit wird erreicht, dass sich die Ladezeiten enorm verringern. Dafür benutzt Cachify natürlich Speicherplatz, nämlich den Cache. Und der kann wahlweise in der Datenbank, auf der Festplatte oder im Alternative PHP Cache liegen. Er wird vollständig von Cachify selbst verwaltet.

Selbstverständlich können Sie auch hierzu eine Webseite besuchen, um sich mit dem Plugin auseinanderzusetzen.

Google XML Sitemaps

Falls nicht vorhanden, sollte man sich auch um dieses Plugin kümmern. Arne Brachhold entwickelte es 2007, damit automatisch eine Sitemap generiert wird, mit der sich Suchmaschinen auf dem Blog zurechtfinden. Es handelt sich bei diesem Plugin um einen Dauerbrenner. Eigentlich wird es nur dann nicht eingesetzt, wenn ein Blog nicht von Suchmaschinen gefunden werden soll.

Einen englischsprachigen Artikel hat Arne Brachhold 2007 in seinem Blog bereitgestellt. Gern können Sie sich hier über das Plugin informieren.

Wordfence Security

Eins der wohl mächtigsten Plugins ist dieses, welches von Mark Maunders stammt. Es handelt sich hierbei um einen Antivirenscanner und um eine Firewall. Das – man möchte fast sagen – Programm kann problemlos durch den Antivirus von Sergej Müller ergänzt werden.

Der Scan erfolgt automatisch im Hintergrund. Infizierter Kerncode der Installation wird repariert, URLs werden in Artikeln, Seiten und Kommentaren gescannt, es erkennt Traffic-Spitzen, die auf DDOS-Attacken hindeuten können usw. Man benötigt hierzu eine API, da das Plugin cloudbasiert arbeitet. Näheres hierzu findet man auf der direkten Seite.

Weitere interessante Plugins

Interessant könnte es auch für den einen oder anderen sein, sich eins der folgenden Plugins näher zu betrachten. Alle folgenden Plugins sind über das oben genannte Plugin Repository erhältlich.

  • Confirm User Registration: Nur Administratoren können Benutzer freischalten.
  • Easy CC Licence: In Zeiten von Urheberrechtskriegen ganz nützlich, um aufzuzeigen, wie aus dem jeweiligen Blog kopiert werden darf.
  • Fast Secure Contact Form: Ein Email-Formular (mehrere Formulare möglich) mit Captcha und Spam-Prüfung.
  • Next Scripts Social Networks Auto-Poster: Automatisches Publizieren von Artikeln nach Twitter und Facebook.
  • Organize Series: Damit kann man ganze Artikelserien anlegen und verwalten. Bei mir ist es im Einsatz, wie man sieht.
  • User Locker: Dieses Plugin sperrt Accounts nach einer vorgegebenen Anzahl fehlgeschlagener Login-Versuche.
  • User Spam Remover: Falls sich Spam-Bots registrieren wollen, kann man damit diesem Treiben einen Riegel vorschieben.
  • Yet Another Related Posts Plugin: Ein Plugin, das ähnliche Artikel auflistet. Ist bei mir im Einsatz, siehe unten.

Fazit zu WordPress-Plugins, die eingesetzt werden können

Ich könnte jetzt einen vom Pferd erzählen, dass man mit einer ganzen Latte an Plugins keinen Administrationsaufwand mehr hat. Falsch gedacht, denn: Je mehr Plugins installiert sind, desto mehr Arbeit habe ich bei der Pflege und Wartung. Darum sollte man schauen, dass man nur die Plugins einsetzt, die man wirklich benötigt. Wer z.B. keine Google-Werbung einbindet, wird wohl kaum einen so genannten “Ad Manager” einsetzen.

Spaß-Plugins habe ich aus gutem Grund nicht aufgelistet. Meistens stammen diese von eher zweifelhaften Quellen und können nicht einfach mal so guten Gewissens empfohlen werden. Auch kann ich nicht empfehlen, Plugins zu nutzen, deren Sinn man nicht versteht und deren Bewertung im Repository eher mies ist.

Und noch ein Seitenhieb auf mich selbst: Ich muss auch mal wieder ausmisten. Und ich habe schon einige Plugins genannt. Mir kam aber der erste Beitrag nicht vollständig genug vor. Nun aber denke ich, ich habe alles beisammen.

Aufruf an meine Leser

Wie ich oben bereits schrieb, ist das eine sehr subjektive Liste. Es kann ja möglich sein, dass ich noch ein paar Plugins vergessen habe, die man unbedingt einsetzen sollte. Wenn dem so ist, können diese gern in den Kommentaren genannt werden. Ich bin ja auch nur ein Mensch. Außerdem würde mich interessieren, ob diese Liste in irgendeiner Form hilfreich ist. Danke schon einmal.

4 Kommentare

  1. “Bislang kann ich nicht feststellen, dass Antispam Bee einmal falsch lag.” – dann sollte man sich mal den völlig normalen Anwendungsfall anschauen, dass anonyme Kommentare zugelassen werden. Kommentare ohne Mailadresse landen bei Antispam Bee alle im Spam. Das ist ein klarer Bug. NoSpamNX ist besser.

  2. Pingback: Wordpress SEO - Plugins und Tipps | Magronet - Online Marketing - SEO - Webdesign

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