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KSP Kanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH im Auftrag der dapd nachrichtenagentur GmbH – Teil 6

Ich möchte heute gern kurz zusammenfassen, was sich seit meinem letzten Artikel zur Fortsetzungsgeschichte zugetragen hat. Ich stehe ja seit einigen Tagen mit der DAPD direkt in Kontakt und tausche mit meinem Kontakt meine Gedanken aus. Wir liegen recht weit auseinander, was auch nicht weiter verwunderlich ist.

Zunächst ein wichtiger Passus der Konversation: DAPD widerspricht der Veröffentlichung von Emails zum Vorgang aus eigenem Recht. Dies respektiere ich. Daher wird auch kein Wortlaut dieser Emails hier erscheinen. Ich möchte aber bei meinen Lesern das Recht auf Informationsfreiheit sicherstellen und daher über den aktuellen Stand informieren.

Wie bekannt ist, habe ich eine Schadenersatzforderung über die Kanzlei KSP erhalten. Mein Kontakt bei DAPD möchte sichergehen, dass es sich nicht um ein Preisangebot sondern um Schadenersatz für die unerlaubte Nutzung handelt. Es ist weiter die Rede davon, dass es wohl einen Blogger gab, der eine Art Pauschal-Angebot (eine Kopier-Flatrate) angeregt hatte. Das klingt interessant, nur weiß ich nichts weiter darüber.

Ich erhielt ferner ein Bild, welches eine Seite in einem PDF darstellt, auf der das ominöse Foto zu sehen ist. Diesmal aber mit Wasserzeichen. Als Auflösung steht dort 1047 x 2753 Pixel. Und schon kann es sich nicht um die gleiche Datei handeln, da das angemahnte Foto in meinem Artikel nicht bearbeitet wurde und eine Auflösung von 306 x 459 Pixeln aufweist. Heißt also, ich habe nicht mal das Original kopiert.

Im letzten Artikel waren Auszüge aus dem Urheberrechtsgesetz zu finden. Unter anderem auch, was schützenswert ist, z.B. Lichtbildwerke. Ist ein Foto, was man über die Google-Bildersuche oder ähnliche Verfahren findet, ein Lichtbildwerk? Die Frage möchte ich gern so stehen lassen.

Die DAPD interessiert es nicht, woher ich das Bild habe, nur, dass ich es habe. Im weiteren Verlauf beginnt mein Kontakt mit einer Art Schmähgesang, dass es nicht angehen kann, dass man sich an frei zugänglichen Produkten bedient, um irgendetwas auszuschmücken. Er bezeichnet uns Blogger als illegale Nutzer, gegen die sich AFP, DAPD, der Sportinformationsdienst sowie der eine oder andere Zeitungsverlag wehren wollen.

Und schon lassen sie die Muskeln spielen. AFP, DAPD und SID sind bekannt dafür, dass sie ihre Eintreib-Angelegenheiten über die Kanzlei KSP abwickeln. Bei dem einen oder anderen Verlag dürfte es sich um den Axel Springer Verlag handeln, der am liebsten das komplette Internet privatisieren möchte. Mein Kontakt schreibt davon, dass sich die Lage in jüngster Zeit erst verändert habe, was zu dem ganzen Tamtam passen würde, was Axel Springer da veranstaltet.

Blogger werden von den genannten Firmen ja fast wie Verbrecher gehandelt. Und Jochen Hoff von duckhome.de hat in einem Artikel über genau diese Art und Weise philosophiert. Im weiteren Verlauf gibt er im Kommentarbereich einen unschätzbaren Hinweis, wie man sich dieser Last entledigen kann. Und dieser klingt sehr logisch.

Ich habe inzwischen damit begonnen, selbst meine Waffen zu schärfen. Aber darüber möchte ich erst bei passender Gelegenheit berichten. Einstweilen hoffe ich auf weitere dienliche Hinweise, wie ein normaler Blogger mit einem verhältnismäßig unbedeutenden Blog, der noch nicht einmal Gewinn abwirft, sich vor solchen Firmen schützen kann.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “KSP Kanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH im Auftrag der dapd nachrichtenagentur GmbH – Teil 6”

  1. Just FYI: Ein „Recht am eigenen eMail“ gibt es leider(!) nicht.
    Ich habe mich mal gegen de Veröffentlichung eines eMails von mir wehren wollen und 2 Anwälte (dem ersten wollte ich noch nicht glauben ;)) sagten mir unisono: Chancenlos, solange es wahr ist (i.e, nicht verfälschend oder entstellt dargestellt wird.
    Hoffe, dies hilft,
    Frank.

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