In diesen Tagen wird man ja wieder regelrecht mit Jahresrückblicken erschlagen. Nein, keine Sorge, der dicke Onkel macht dabei nicht mit. Ich meine, warum soll ich denn auch? Wen es tatsächlich interessiert, kann hier im Blog nachlesen. Ich muss doch nicht auf mich selbst referenzieren. „Spieglein, Spieglein an der Wand“ oder so. Wobei: Das war schon böse. Es gibt ja durchaus lesenswerte Jahresrückblicke. Ich mache da trotzdem nicht mit. So!
War das Jahr denn so mies?
Jetzt fängt der ja doch an, auf das Jahr zurück zu gucken. Nein, macht er nicht. Keine Sorge, es bleibt dabei. Aber es muss ja Gründe geben, wieso ich diese ganze Rückspiegel-Guckerei nicht mitmache. Ich habe ja schon Jahresrückblicke gemacht. Aber es ist irgendwie so, dass ich da nochmal alles ausrolle, was man eh hier im Blog alles zu lesen bekommt. Was nicht drin steht, geht auch die virtuelle Außenwelt nichts an. Das muss ich dann also auch nicht erzählen.
Für mich wäre zumindest in diesem Jahr ein solches Zurückblicken nutzlos wie ein Kropf. Denn das Jahr dümpelte eher so lustlos vor sich hin. Musikalisch habe ich ein Album fabriziert. Mit dem Blog bin ich zu einem neuen Hoster umgezogen. Wir hatten einen sensationellen Urlaub in Albanien. Beruflich bin ich froh, dass alles mehr oder weniger smooth vor sich hin werkelte. Also: Warum dann ein Jahresrückblick machen? Nein, das wäre nicht genügend Futter gewesen.
Gucke ich denn nach vorn?
Ich könnte jetzt viel aufschreiben, was ich alles von 2026 erwarte. Aber ihr wisst doch, wie das ist: Erwarte nicht zu viel, dann kannst du nicht zu sehr enttäuscht werden. Ich will das einfach nicht. Wenigstens weiß ich schon mal, was wir im nächsten Jahr so an Urlaub vorhaben. Und ich habe so ein paar grobe Ideen, wie es mit dem Blog und meiner Musik weitergehen wird. Nur so viel, weil ich nicht weiß, ob ich das hinkriege: Es soll alles mehr zusammengehören.
Also: Man soll irgendwie in meinen Blogartikeln wieder mehr erkennen, dass die alle vom gleichen Dummschwätzer sind. Ich habe ja so die Vermutung, dass das nicht mehr ganz gegeben war. Aber das ist nur ein Bauchgefühl. Und in Sachen Musik habe ich zumindest vor, mir ein gewisses Motto zu geben. Mal gucken, wie schlecht das klappt. Ach ja, gesundheitlich muss es weiter vorwärts gehen.
So, und da muss ich kurz einhaken. Ich hatte das Jahr mit 161 kg begonnen. Das gipfelte dann in 165 kg. Und ist nun bei 157 kg. Was für ein Ritt! Beim Blutdruck, weshalb ich überhaupt meine Gesundheit auf den Kopf stelle, komme ich von 139/88. Das ging dann bis 146/88 und ist jetzt bei 125/87. Ich tobe mich weiter in meinen Möglichkeiten aus, und nein, ein Fitnessstudio wird mich nicht zu sehen bekommen. Es geht ja auch anders.
Ja, also: Gesundheitlich soll es weiter voran gehen. Ich will beim Gewicht die 150 von unten sehen und weiter vom Blutdruck her auf einem guten Weg bleiben. Das schaffe ich doch nur, wenn ich mich auf mich konzentriere. Und da habe ich neben meiner Frau, meinem Job, meinem Blog, meiner Musik und meiner Gesundheit einfach keine weiteren Kapazitäten frei. Daher werde ich mich mit Dingen ganz sicher nicht herumärgern, die mich nicht weiterbringen.
Ach, immer nur „Nein“!
Ich werde mich nicht mehr dem aussetzen, was mich in die Situation gebracht hat, mich komplett zu vernachlässigen. Es gibt da echt eine ganze Menge Dinge, die dich beschäftigen, aber nicht gut tun. Statt das Alles zu akzeptieren, werde ich es wohl lernen müssen, öfter mal „Nein“ zu sagen. Ich muss niemandem irgendwas beweisen. Aber ich will mein Ding vor allem so machen, wie ich es will. Ablenkung stört da nur.
Überlegt mal, ich habe dieses Jahr um die 240 Artikel hier rein geschrieben. 2023 waren es 111, und 2024 gar nur 88. Jetzt kommt es natürlich nie auf die Menge an Blogartikeln an. Aber ich hatte in den Jahren davor immer irgendwas anderes zu tun und habe das Bloggen lustlos vor mich her geschoben. Das passiert mir nicht mehr. Ich weiß ja, dass mir das in diesem Jahr äußerst gut getan hat. Dann sage ich lieber „Nein“ zu Social Media statt zum Bloggen.
Jaja, ich weiß schon, dass man das nicht glauben will. Ich würde mir ja auch nicht glauben. Wie oft wird man denn da rückfällig? Aber echt, ich habe sowas von keine Lust mehr, auf irgendeinen Nebenkriegsschauplatz auszuweichen. Ich habe echt mit mir genug zu tun. Dazu versuche ich jetzt, mich dicken Onkel so hinzukriegen, dass ich dann mal bei guter Gesundheit dem Staat als Rentner noch genug zur Last fallen werde. Ich werde Carsten Linnemann noch feste auslachen!
So, jetzt ist es raus. Ich mache mich zum Ärger der CDU fit. Denn wer weiß, vielleicht wandern wir ja auch aus, wenn wir „Best Ager“ sind und dann Zahltag ist. Nee, ihr kennt mich ja: Erstmal weiter fit werden, dann mal gucken. Und zu dem ganzen Theater, das mir nichts nützt, werde ich einfach gepflegt „Nein“ sagen. Ist das jetzt schon ein Neujahrsvorsatz? Ich will das nicht!






Lieber Henning,
das mit dem Gewicht bekommst du hin. Einfach etwas im Defizit bleiben und spazieren gehen, das reicht schon. Zumindest auf lange Sicht. :-)
Ich wünsche dir einen guten Rutsch und bleib gesund.
Hi André, ach, das mache ich schon. Passt schon. Man muss es ja auch nicht übertreiben, nicht wahr?
Dir auch einen guten Rutsch! Auf in ein weniger chaotisches 2026.