Es ist reiner Selbstschutz. Das könnt ihr mir glauben. Aber nachdem ich diesen Artikel fertig hatte, habe ich gemerkt, wie wenig gut mir diese gesamte Lage tut. Es hatte an mir genagt, es blieb in meinem Kopf drin. Obwohl man ja eigentlich auch deshalb bloggt, um ein Ventil zu haben, über das der Überdruck im Kopf entweichen kann. Und dann machst du eine random Plattform auf und siehst einfach mal, dass das ganze Thema rund um die ICE Gestapo von Donald Trump weitergeht. Deshalb bleibt nur eine einzige Wahl.
Mir passiert es nicht nochmal
Ich hatte eine Zeit, in der meine Seele krank war. Damals war es neben vieler Arbeit und privater Schwierigkeiten die Corona-Pandemie, die die Seele krank gemacht hatte. Ich habe lange gebraucht, bis ich wieder raus war aus dem Loch. Ja, es war zum Glück weder eine Depression noch ein Burnout. Es war eine Belastungsstörung. Die hatte mich an die Grenze gebracht. Und ich habe so das Gefühl, als ob die derzeitige Weltlage das auch wieder schaffen könnte.
Es ist daher reiner Selbstschutz. Mir passiert es ganz sicher nicht nochmal, dass ich trotz eines guten Lebens in ein schwarzes Loch gucke und von allem überfordert bin. Nein, die Weltlage kriegt mich nicht. Aus diesem Grund musste ich einfach die Entscheidung treffen, dass mir meine Gesundheit, meine Seele, mein Privatleben und alles, was mir nahe sein könnte, wichtiger ist, als Social Media, Trump, Kriege und all die Hoffnungslosigkeit. Nehmt es mir nicht übel.
Ist der Selbstschutz nicht übertrieben?
Ich habe es ja damals mitbekommen, dass man mir und da „gut zureden“ wollte und gemeint hat, ich soll mich mal nicht so haben. So schlimm könne es ja nicht sein. Daher weiß ich, dass jetzt wieder Leute um die Kurve biegen könnten, die meinen, mein Selbstschutz sei übertrieben. Und ja, ich weiß, dass ich meinen kompletten Rückzug aus den Plattformen nebst Löschung der Accounts schon ab und an thematisiert hatte. Ich bin an einem Punkt, an dem genau das sehr real wird.
Das ist jetzt ein letzter Versuch, mit einer Pause das wieder in den Griff zu bekommen. Andernfalls muss ich das wirklich durchziehen. Ich bin ja nur noch bei drei Diensten aktiv, wenn ich mal Instagram als irrelevant außen vor lasse: Facebook, Fediverse und Bluesky. Ich kann eigentlich gut ohne. Daher ist das auch der letzte Versuch, es nur mit einer Tauchstation zu versuchen. Aber eigentlich spricht nichts gegen eine Löschung.
Und da wäre es dann wirklich so, dass einzig und allein die Weltlage dafür verantwortlich ist. Ich will einfach kein Doomscrolling mehr. Ich hatte das ja mal thematisiert. Vernetzung im Internet muss anders gehen. Ging es ja auch viele Jahre, bevor die Plattformen die Kontrolle übernahmen. Aus Selbstschutz bin ich deshalb erstmal wieder raus. Und es ist SO KNAPP davor, dass ich alles hinschmeiße. Finden können mich alle derweil hier. Und meine Musik gibt es hier über diese Liste.





Kann ich Dir nur zustimmen.
Ich habe mein Blog und ein bisschen Insta. Ich höre zwar viel Radio, aber bei den Nachrichten mache ich in der Regel aus, weil es einfach nicht auszuhalten ist.
Ja, genau das. Es tut einem auf Dauer einfach nicht gut. Und da muss man einfach dann mal den Stecker ziehen.
Zu viel Selbstschutz ist wie zu viel atmen: unmöglich. Gute Erkenntnis. Viel Kraft!
Danke dir. Nee, ich glaube auch, dass man es damit gar nicht übertreiben kann.