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Und dann wacht der Blog plötzlich wieder auf

Nach einer Schaffenspause von drei Wochen melde ich mich heute einfach mal wieder zurück. Ich hoffe, meine Leser hatten einen guten Sommer. Die letzten Wochen waren ja recht schweißtreibend.

Ich habe lange überlegt, ob ich weiterschreibe. Aber was ich so an Reaktionen auf meinen letzten Beitrag erhielt, war aller Ehren wert. Hierfür möchte ich mich bei allen Reaktionären – pardon, Lesern – bedanken.

Meine Gedanken blieben natürlich nicht still. Es hat sich so ergeben, dass ich mir etwas überlegt habe, wie es mit diesem Blog weitergeht. Und das möchte ich gern im Folgenden festhalten.

Was war?

In diesem Blog habe ich immer wieder kritisch über das aktuelle Geschehen geschrieben. Ich kann mich immernoch nicht mit dem Krawall-Journalismus mancher Medien abfinden. Aus diesem Grund werden solche Erzeugnisse des deutschen Qualitätsjournalismus auch weiterhin weder zitiert noch verlinkt. Ich kann es nun mal nicht leiden, wenn man immer wieder auf ein und derselben Sache herumhackt, ohne wirklich mit Tatsachen um die Ecke zu kommen. So kam es dann halt, dass die Springerpresse von mir keinen Link mehr erhält. Andere werden von mir genauso behandelt.

Mir ist klar, dass ich mit meinem Blog nur ein klitzekleines Licht bin. Ich kann nicht viel bewirken. Aber ich habe in den letzten Wochen festgestellt, dass dies andere auch so handhaben. Und liebe Holznachrichtenverlage, wir bewegen uns damit auf rechtlich einwandfreiem Gebiet. Ihr könnt also eure Abmahnanwälte wie das Hamburger Gespenst wieder nach Hause schicken.

Ich habe in den letzten Monaten auch immer wieder eine Anleitung gebracht oder etwas neues vorgestellt. Ich habe so im Laufe der Zeit immer wieder erfahren, dass so etwas sehr gern gelesen wird. Gerade im Sektor Windows und Anwendungen darauf habe ich immer wieder erfahren, dass dazugehörige Informationen gern gelesen werden. Und das vor dem Hintergrund, dass dieser Blog ursprünglich nur für mich gedacht war, weil ich nicht geglaubt habe, dass ich tatsächlich einmal Leser haben werde.

Auch habe ich mich immer gefreut, wenn man meine Informationen irgendwie verwenden konnte. Gerade, was das Hamburger Gespenst betrifft, erhielt ich in der Vergangenheit immer wieder Reaktionen, die mich hoffen lassen, dass ich nicht der einzige Dumme bin. ABER: Ich habe auch festgestellt, dass meine Ausführungen woanders aufgetaucht sind. Und das ohne Link. Sie kennen das ja, wenn irgendwo als Quellenangabe erscheint: “Quelle: Internet” (Die Schrottpresse hat das erst jüngst wieder aufgegriffen).

Anfangs hat es mich gefreut, dass jemand das gut fand, was ich da schrieb. Aber ich wurde mehr und mehr zornig darüber, dass man ohne Quellenangabe einfach mal so meine Texte übernimmt. Dieser Blog steht unter einer Creative Commons Lizenz. Das bedeutet, dass man aus meinen Artikeln durchaus zitieren darf. Selbstverständlich. Aber ist es denn zu viel verlangt, einen Link zur Quelle – also zu meinem Artikel – zu setzen? Hier geht’s übrigens zu den Lizenzbedingungen zum Kopieren. Ich glaube, ich muss erst jemanden ernsthaft auffordern, bevor man meine Sachen verlinkt. Stimmt’s liebe Medien?

Ich habe in den letzten Monaten über Gott und die Welt geschrieben. Oftmals auch etwas zu viel. Ich glaube, das mache ich nicht mehr so häufig. Will heißen: Es gibt nicht mehr täglich mehrere neue, dafür aber hochwertigere und längere Artikel. Ich weiß nicht, ob dann dieser Blog unterstützt wird. Ich bin nämlich prinzipiell die Werbebanner leid, und sie bringen auch nicht wirklich Einnahmen. Aber von irgendwas muss die Provider-Rechnung ja bezahlt werden. Momentan habe ich den Flattr-Button entfernt, weil der eh nicht lief, wie ich mir das vorgestellt habe. Aber vielleicht kommen ja irgendwann mal Quellen zustande, die mir beim Bezahlen der Rechnung und allem anderen rund um den Blog helfen.

Was wird?

Liebe Medien, liebe Politik, liebe Wirtschaft, ich werde mich weiterhin grenzenlos darüber aufregen, was bei euch alles schief läuft. Da geht seit Monaten eine Währung für hunderte von Millionen Menschen vor die Hunde, und euch fällt nichts gescheites dazu ein? Sorry, da muss man immer wieder den Finger in die Wunde legen. Und das werde ich auch weiter tun. Die Vera von “Kaffee bei mir” tut dies ja immer wieder sehr anschaulich. Und ich werde dies auch nicht sein lassen. Ich weiß, dass meinen Lesern ähnliche Befindlichkeiten auf den Magen schlagen, wie ich sie hier äußere. Darum werde ich hier auch weitermachen.

Das übrigens meine ich mit Krawall-Journalismus:

Wie ich weiter oben schon schrieb, werde ich Krawall-Journalismus nicht mehr verlinken. Das verfolge ich jetzt schon eine ganze Weile recht konstant. Was ich aber tun werde, ist auf andere Blogs zu verlinken. Allein in diesem Artikel sind bis zu dieser Zeile zwei Blogs verlinkt. So wird dies zukünftig weitergehen. Ausgewählte Medien werden selbstverständlich weiter verlinkt. Wer vernünftig arbeitet, soll auch etwas davon haben. Vielleicht kommen dann ja auch diverse Leser von diesen ausgewählten Medien mal bei mir vorbei, wer weiß?

Vielleicht bietet sich ja auch die Möglichkeit, mit einigen Bloggern eine Art Blogger-Netzwerk aufzumachen? Sascha Oertlin hat in seinem Blog “Blogverdiener” die sehr richtige Frage aufgeworfen, warum der deutsche Blogger im Gegensatz zu den Amerikanern so ein gigantisches Konkurrenzdenken an den Tag legt. Dabei kann man doch über neue Ideen fachsimpeln und eine Idee aus Blog A in Blog B vielleicht weiterentwickeln. Wer weiß das schon?

Und schon sind wir wieder einmal beim gegenseitigen Verlinken. Genauso, wie man Blogger-Kooperationen weiterverfolgen kann, kann man auch gegen Urheberrechtsverletzungen vorgehen. Ich meine, das Hamburger Gespenst macht es uns ja ständig vor, obwohl sie etwas anderes behaupten. Sollte weiterhin dieser Blog als Selbstbedienungsladen für andere dastehen, werde ich ein wenig Post umher schicken (lassen). Ich habe es hier und hier schon einmal geschrieben und wiederhole mich daher gern: Ein Blog ist ein Werk. Und als Werk genießt dieser Blog Schutz durch das Urheberrecht. Ob das dem einen oder anderen nun gefällt oder nicht, aber auch das Zitieren aus Blogs muss eine Quellenangabe enthalten. Das muss ich wohl erst durchsetzen, oder?

Ich meine, mir gefällt das jetzige und steinalte Urheberrecht auch nicht in dieser jetzigen Form. Aber so lang die Politik und die Gesetzgebung die Hände im Schoß behalten, ist es nun einmal die Rechtsvorschrift. Ich werde natürlich keine Briefe mit einer Zahlungsaufforderung verschicken, wie es vielen Bloggern erging. Aber ich werde darauf drängen, dass ich als Quelle genannt werde.

Was meine private Angelegenheit mit dem Hamburger Gespenst betrifft, so kann ich ankündigen: Ich werde weiter darüber berichten, sollte es etwas neues zu berichten geben. Momentan liegt immernoch der Stand von Ende Februar diesen Jahres vor. Und so lange nichts weiter passiert, gibt es auch keine neue Mitteilung dazu.

Technisches

Ich habe ein bisschen Technikschau in meinem Blog getrieben. Mir ist aufgefallen, dass ein paar Plugins wegen fehlender Nutzung durch den Blog selbst oder durch meine Leser unnötig sind. Plugins sind ja Funktionserweiterungen für einen Blog auf Basis von WordPress. Aber wenn sie nicht benutzt werden, gehören sie entfernt, weil sie unter Umständen den Blog ausbremsen. Entfernt habe ich:

  • Den Xing-Button: Xing ist ein Business-Netzwerk. Es gibt nicht wenige, die Xing überhaupt nicht mehr besuchen oder es gar ablehnen. Ich hatte eine Zeitlang einen Button, mit dem man als Leser einen Artikel zu Xing weiterleiten konnte. Außer mir (hin und wieder) hat den Button wohl niemand verwendet. Also weg damit.
  • Den Flattr-Button: Flattr ist ein Micro-Bezahlsystem. Wenn Sie bei Flattr angemeldet sind und Ihnen gefällt ein Blog-Artikel, konnten Sie ihn bisher flattrn. Ja, man konnte. Gemacht hat es niemand. Und bei statischen Seiten (Wie der Startseite) hat der Button gar nicht erst funktioniert. Was soll ich also damit?
  • Das Feedburner-Formular: Feedburner ist ein RSS-Reader von Google. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass dieses Plugin nie wirklich funktionierte. Und mir war nie klar, warum das so war. Also habe ich mich diesem Plugin entledigt.
  • Soziale Netzwerke: Bislang gab es am Ende jedes Beitrags die Buttons für Facebook, Twitter und Google+. Das habe ich komplett ersetzt. Ab jetzt kann man einen Artikel dahin verlinken, wo man möchte. Möglich macht es das Plugin “AddThis”.

Ich war daneben auch auf der Suche, ob es ein gleichwertiges Layout – bei WordPress “Theme” genannt – für diesen Blog gibt. Das hatte mir dann aber alles nicht so wirklich gefallen. Also verzichte ich momentan noch auf eine mobile Version des Blogs für Smartphones. Ich denke, man kommt auch sehr gut damit klar, wie der Blog seit einiger Zeit aussieht, oder?

Fazit

Dieser Blog hat sich etwas gewandelt und bleibt sich trotzdem treu. Ich werde weiter mit Polemik und Fingern in irgendwelchen Wunden und mit technischen Feinheiten glänzen. Dazu ist etwas mehr “Bums” unter die Haube gekommen, indem weniger unnütze Daten herumgeschleppt werden. Ich hoffe, es gefällt meinen Lesern.

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

4 thoughts to “Und dann wacht der Blog plötzlich wieder auf”

    1. Na, wenn man dann doch Feedback bekommt, muss man ja förmlich weitermachen. Wenn der Leser wegen der Zustimmung vor dem Artikel sitzt und nickt, erfährt das der Autor nicht. Wenn der Leser das stattdessen irgendwo bekannt macht (Gefällt mir, +1, Kommentar in einem der vielen Netzwerke), dann erfährt das der Autor. Und wird man dann noch per Email ermuntert, weiterzumachen, dann macht man das dann gern.

      Und klar: Ich werde mich weiter aufregen.

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