Anno 1602: Ubisoft verschenkt den Spieleklassiker

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Es ist 20 Jahre und fast 9 Monate her, dass das mittlerweile legendäre erste Spiel der Anno-Reihe, nämlich Anno 1602, auf den Markt kam. Lange ist das her. Ich schreibe zwar nicht unbedingt so etwas, was ich immer als Technik-Blog beschrieb. Aber bei diesem Spiel muss ich eine Ausnahme machen. Schauen Sie einfach mal mit mir auf das Spiel.

Es mangelt an Fisch!

Bei Anno 1602 kehren wir in eben dieses Jahr zurück. Eine bisher unerforschte Inselwelt soll entdeckt und besiedelt werden. Man hat etwas Grundkapital und ein paar Rohstoffe. Mit einem Schiff navigieren wir uns durch die Inselwelt und suchen uns eine zu besiedelnde Insel aus, auf der wir ein Kontor errichten. Nach und nach bauen wir die Siedlung weiter aus, betreiben Handel und wandeln unsere Siedlung in eine stolze Stadt.

Wenn es gut läuft, danken es uns die Einwohner durch treue Gefolgschaft. Wenn nicht, sterben sie. Je nach Schwierigkeitsgrad greifen Piraten an, brechen Brände aus, bricht die Pest aus. Und immer wieder ist die Stimme aus dem “Off” zu hören, die uns ermahnt, uns um irgendwas zu kümmern. Wie eben: “Es mangelt an Fisch!”

Ich habe Anno 1602 geliebt. Bis heute gibt es kein anderes Computerspiel, das mich auch nur halbwegs so begeistert hatte. Auch die Musik, wie das Wehklagen über die zurückweisende Frau im grünen Kleid, die Lady Greensleeves. Und wir erinnern uns sehr gut an “Eine Insel wurde besiedelt” oder “Piraten greifen an!” – Das war die Zeit von Anno 1602.

Ubisoft verschenkt Anno 1602

Bis heute fragen sich unzählige Spieler, wieso Anno 1602 so ein kolossaler Erfolg werden konnte. Denn eigentlich hatte es das Zeug dazu, ein gigantischer Flop zu werden. Es war ein langsames Aufbauspiel aus Österreich mit damals schon veralteter 2D-Grafik. Programmierer Wilfried Reiter wollte es ursprünglich nur für sich machen. Aber es wurde ein Welthit.

Das Spiel hat bis heute seinen Reiz nicht verloren. Nachfolgende Aufbauspiele hatten nie diese großartige Musik. Die Inhalte, die bei Anno 1602 mit der weiteren Entwicklung automatisch freigeschaltet wurden, mussten bei anderen Spielen dazu gekauft werden. Niemand musste gegen Computergegner spielen, so wie es dann später usus war.

Und jetzt habe ich beim Caschy gelesen, dass der französische Spiele-Konzern Ubisoft, der 2007 die deutsche Entwicklerfirma Sunflowers übernommen hatte, nun das Spiel bis 23.12.2018 verschenkt. Zum 20. Jubiläum kann man sich auf einer eigens eingerichteten Seite anmelden und das Spiel in eine Uplay-Bibliothek laden. Die richtet man sich vorher ein und kann dann wieder nach Herzenslust Anno 1602 spielen.

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