Bloggen sollte man aus einem bestimmten Grund

Mir werden mit schöner unregelmäßiger Regelmäßigkeit irgendwelche Artikel in die sozialen Netzwerke gespült, die von den soundso vielen “Gründen, warum gerade du bloggen solltest” um die Ecke kommen. Ich bin es leid, mir all diese Listen, die oftmals gleich vom Inhalt mit anderer Reihenfolge sind, immer durchzulesen. Denn am Ende ist es doch so, dass sich da nicht allzu viel unterscheidet. Aber welcher Grund ist denn der Hauptgrund?

Bloggen: Es gibt tausend gute Gründe

Leute, wir Blogger wissen doch, warum wir bloggen. Das muss nicht in drei Artikeln pro Woche kund getan werden. Vor allem fallen mir immer wieder Gründe auf, für die das Bloggen eigentlich niemals gemacht wurde. Aber daran sieht man am Ende, dass das Bloggen bei vielen Bloggern (falls es überhaupt noch solche sind) einfach nur noch ein Marketing-Instrument ist. Und ganz ehrlich, das passt doch alles nicht. Da kann man viel behaupten, dass sich das Bloggen verändert hat.

Wieso soll ein Blog denn ein “Touchpoint” sein? Der Kontaktpunkt zwischen Unternehmen und Kunden. Aber dann hat das nichts mit dem Bloggen an sich zu tun. Wieso soll ich denn um Himmels Willen meine “Visibility” erhöhen? Wenn ein Blog gut geschrieben ist, dann wird der von allein sichtbar. Na klar, am Ende ist ein Blog für Unternehmen eine Möglichkeit, mit Kunden in Kontakt zu treten. Aber für Sie oder mich sind das Alles doch keine Gründe für das Bloggen.

Auch das Geldverdienen ist kein Grund für das Bloggen. Haben denn unsere Großeltern mit ihren Tagebüchern Geld verdient? Wer also einen Blog aufsetzt, nur um Geld zu verdienen, wird damit scheitern und den Blog wieder schließen. Wenn Ihnen jetzt immernoch kein Grund einfällt, wieso man bloggen sollte, dann ist mit ganz hoher Sicherheit ein Blog nicht das richtige Medium für Sie. Ich werde Ihnen mal erzählen, was denn eigentlich der Grund ist, wieso jemand mit dem Bloggen anfängt.

Der ultimative Grund für das Bloggen

Jaja, ich weiß schon: Wenn jemand “ultimativ” schreibt, dann muss gleich irgendwas ganz großartiges passieren. Etwas wie ein Feuerwerk, das den Nachthimmel taghell macht. Nun ja, vielleicht ist es auch so etwas ähnliches. Es ist eine simple Erkenntnis, die jeder Blogger schon gewonnen hatte, der mit vollem Eifer dabei ist. Dabei ist nicht gemeint, dass das nur Blogger sein können, die x Artikel pro Tag schreiben. So lang mit Herzblut gebloggt wird, ist man gemeint.

Welche Erkenntnis könnte das sein? Denken Sie mal scharf nach… Oder soll ich es Ihnen erzählen? Gut, ich mach’s.

Fertig?

Bloggen macht Spaß.

Ja, so einfach ist es. Kein Geld der Welt, kein noch so potenter Kunde kann einem Blogger das Erlebnis ersetzen, einen Text zu entwickeln und zu schreiben. Wenn sich die Gedanken bilden, zu Worten werden, und aus den Worten dann Sätze und Absätze werden, kann das mit Geld nie aufgewertet werden. Kein Werbebanner der Welt kann das Gefühl ersetzen, etwas geschaffen zu haben. Das ist es am Ende, weshalb ich blogge. Nicht für die “5 Minuten Fame” oder für die “3 Heller fuffzig”.

Und deshalb ist es auch so schwierig mit dem Bloggen

Wie gesagt, das macht mir alles viel Freude. Und ich werde bloggen, bis ich irgendwann mal gar nichts mehr zu erzählen habe. Ich habe diesem Blog kein definiertes Ende gesetzt, weil ich das für Blödsinn halte. Aber Bloggen wird halt auch immer schwieriger. Nicht zuletzt wegen solchen Dingen wie der Datenschutz-Grundverordnung, über die ich des Öfteren schrieb. Schauen Sie einfach mal nach dem Schlagwort DSGVO.

Schauen Sie einfach mal, was – nun ja – Digital-Wissenschafter Jürgen Geuter bei Facebook geschrieben hatte. Das ist der Link. Zusammenfassend kann man sagen: Blogs laufen immer Gefahr, bei der Datenschutz-Grundverordnung unter die Räder zu kommen, weil sie nie und nimmer die Möglichkeiten und auch die finanziellen Mittel haben, alle Aspekte einzuhalten. Der Effekt ist dann, dass mit der DSGVO das Recht auf eine freie und selbstbestimmte Publikation aufgegeben wird.

Ich habe vieles versucht einzuhalten. Wie sehr es mir gelungen, weiß ich nicht. Ich kann nur hoffen, dass es für mich nicht allzu schlimm kommt. Dennoch lasse ich mir nicht den Mund verbieten. Das Bloggen hat seit langen Jahren seine feste Daseinsberechtigung. Dagegen können auch irgendwelche Elfenbeinturm-Insassen in Brüssel nichts unternehmen, selbst wenn es 20 DSGVOs gibt. Aber das Bloggen wird auf jeden Fall immer schwieriger. Dennoch sollte es weiterhin Spaß machen. Denn das ist es, was uns Blogger antreibt.

Ein Kommentar

  1. Du bringst es wirklich auf den Punkt. Der Faktor “Spaß” sollte der wichtigste (okay, der ultimative) Grund sein, warum jemand bloggt. Alles andere ist nur sekundär interessant. Danke dafür!

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