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Die Bits und Bytes beleben das Internet - Free Photo from Morguefile Die Bits und Bytes beleben das Internet - Free Photo from Morguefile

Der Trugschluss zur Präsenz im Internet

Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden ein Ferienhaus Ihr Eigen nennen. Es würde irgendwo auf dem Land, fernab der großen Reiserouten, stehen, sodass es niemand findet. Über Reiseführer findet man das Ferienhaus, aber Sie möchten vielleicht nicht nur über die Preise und die Einrichtung berichten, sondern auch über Neuigkeiten aus dem Umfeld, aus der Region und dergleichen.

Da denken Sie sich: Ich lasse mich vom Tourismus-Verband auf die Sammel-Webseite setzen, das wird schon gut gehen. Nichts geht gut, Ihr Bereich auf der Sammel-Webseite ist einmal befüllt worden und seitdem unberührt. Und Facebook? Nach allem, was man weiß? Nachdem bekannt ist, dass Facebook mit Adresshändlern und Geheimdiensten zusammenarbeitet? Keine Chance. Also doch wieder die Sammel-Webseite, oder?

Ich bin jetzt über eine Internetstudie über fehlende Internetpräsenzen gestolpert, in der die Rede davon ist, dass immernoch ein beträchtlicher Anteil der Firmen über keine Webseite verfügt. Und dort wird dann auch über die Gründe philosophiert:

  • Kein schneller Internetanschluss, und ein langsamer Anschluss reicht aus
  • Design und Aufbau einer Seite ist zu teuer
  • Man ist sich rechtlich nicht sicher
  • Man ist davon überzeugt, dass man keine Werbung machen muss

Die ersten beiden Punkte kann ich schon einmal abschmettern: Man kann sich bei einem Hosting-Anbieter ein Stückchen Webspace mieten und dort WordPress hochladen. Hat man das dann installiert, passt man es an seine Bedürfnisse an. Und schon kann es losgehen. Die Anpassungen können über eine Vielzahl an Vorlagen recht individuell gestaltet sein. Und man muss kein Experte sein, um das Ganze zum Laufen zu bringen. Und dann spielt es nahezu keine Rolle, über welchen Anschluss die Firma arbeitet, denn WordPress arbeitet ja woanders und nicht in der Firma.

Bei der rechtlichen Sache ist es schon komplizierter. Aber wenn man eh eine Firma hat, hat man meistens auch Kontakt zu einem Rechtsanwalt. Das Wichtigste ist aber: Was immer man hinschreibt, man muss die Quellen angeben. Und bei Bildern muss man schon fragen, ob die Leute damit einverstanden sind, dass sie auf den Fotos zu sehen sind. Aber vieles erklärt der gesunde Menschenverstand und die Hilfe im Internet.

Selbst die Allerbesten müssen zeigen, was sie können. Wer glaubt, nur über Mundpropaganda überleben zu können, wird das vielleicht irgendwann bereuen. Und gerade bei einem Blog rund um ein Ferienhaus kann man wunderbar auch über Ausflüge in die Region berichten, man kann Fotostrecken einbauen und, und, und. Man kann also auch als Guter nur gewinnen.

Laut einer Bitkom Statistik (BITKOM = Brachenverband für Internet und Telekommunikation) sind in Deutschland rund 82% der Unternehmen mit mindestens 10 Mitarbeitern mit einer eigenen Webseite unterwegs. Damit ist man im europäischen Vergleich eher nur im Mittelfeld. Es muss so seine Gründe haben, dass bei den Finnen die Zahl bei 91% liegt, oder?

Klar, die Erstellung einer solchen Seite kostet immer Zeit und / oder Geld. Das wird Ihnen aber schnell wieder ausgeglichen, denn man kennt Sie dann irgendwann besser. Machen Sie das aber bitte nicht über Facebook. Ich habe mich dazu schon umfangreich ausgelassen. Bei einer eigenen Seite ist nun einmal das, was ich schreibe, mein Zeug mit meinem Urheberrecht. Bei Facebook ist das anders. Darüber muss man sich im Klaren sein.

Wie das mit diesem WordPress abläuft, habe ich auch bereits geschrieben. Es ist kein Hexenwerk. Holen Sie sich Rat, lesen Sie ein bisschen. Aber machen Sie es. Denn es wäre schade, wenn man ausgerechnet von Ihrem Geschäft nichts hört, weil Facebook der Meinung ist, diese Fanpage zu blockieren oder zu vereinnahmen. Machen Sie es im eigenen Bereich, dann sind Sie weiter der Chef. Oder was meinen Sie?

Bildquelle: Die Bits und Bytes beleben das Internet – Free Photo from Morguefile

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “Der Trugschluss zur Präsenz im Internet”

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