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Die Cyber-Kriminellen der NSA – Der Wolf im Schafspelz

Es ist bekannt, dass die NSA mit ihrem PRISM-Programm die Zivilisation belauscht. Ob nun am Telefon oder im Internet, wenn der Geheimdienst will, bleibt ihm nichts verborgen. Dabei war es wahrscheinlich wirklich mal gut, was sie so taten. Und die NSA-Mitarbeiter genossen einen hervorragenden Ruf. Aber das ist alles vorbei. Aus dem Schaf ist ein Wolf im Schafspelz geworden.

Erfolgreich haben Sie gute Dinge in solche Sachen wie dem Android-Betriebssystem, in Linux oder in Netzwerkstandards einbringen können. Ursprünglich war das alles auch wirklich zum Wohl der Nutzer und zur Verbesserung der Sicherheit gedacht. Was man jetzt aber so liest und hört, das klingt eher danach, dass man sich hier eine gewaltige Pest an den Hals geholt hat.

Da werden ja nicht nur einfach mal so Nutzer, Firmen und Institutionen ausspioniert. Nein, die NSA ist da viel – nun ja – besser unterwegs. Denn sie bedienen sich der Dinge, die sie selbst eingepflegt haben. Wir sind mal wieder in einem schlechten Krimi, nur das dieser bittere Realität ist.

Aufgrund der ausgefeilten Technologie, die die Amerikaner da einsetzen, stoßen sie auf Sicherheitslücken. Das betrifft Betriebssysteme (Linux, Windows, MAC, Android, iOS und andere) und die Infrastruktur (Netzwerkkomponenten oder Internetknoten). Wäre die NSA jetzt eine Organisation, die für das Wohl von Benutzern da ist und eben Sicherheit verbreiten würde, dann würden die Techniker diese Sicherheitslücken bekannt geben. Aber was macht die NSA? Die nutzt diese Sicherheitslücken für ihre eigenen Spionage-Aktivitäten.

Und über diese Sicherheitslücken werden Schadprogramme eingeschleust, die zum Zeitpunkt X aktiv werden. Und zwar wird hier nicht unterschieden, ob das infizierte System “gut” oder “böse” ist. Hier werden einfach anlasslos tausende, vielleicht Millionen von Computer-Systemen einfach mal unsicher gemacht. Nein, nicht der PC von Oma Erna, sondern z.B. die Server der UNO oder dergleichen.

Und Emails müssen Sie auch nicht mehr verschlüsseln, da die NSA die allgemein bekannten Verschlüsselungsstandards für Email-Verschlüsselung, verschlüsselte Webseiten wie Online-Banking oder solche Dinge wie Video-Telefonie, E-Commerce oder allem anderen zu knacken versucht. Vielleicht sollte jeder künftig Emails schicken, wenn er die Email-Adresse nsapao@nsa.gov mit auf den Verteiler setzt. Das ist die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der NSA.

Die NSA wurde eigentlich gegründet, um die Welt sicherer zu machen. Was aber aus ihr geworden ist, taugt einzig und allein nur dazu, die Welt unsicherer zu machen. Und dabei sind sie nicht einmal besonders erfolgreich. Denn sonst hätten sie die Kommunikation der Attentäter in Boston oder die Anschläge am 11. September 2001 ernster genommen. Wofür also diese ganze Abhörmaschinerie gut ist, dürfte viele Fragen aufwerfen. Der Sicherheit jedenfalls dient das Ganze nicht. Lesen Sie einfach mal, was da DER SPIEGEL hat.

Bildquelle: Spionage – Free Photo from morguefile.com

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 thoughts to “Die Cyber-Kriminellen der NSA – Der Wolf im Schafspelz”

  1. Da will ich doch gleich mal nachfragen. Im Blogpost steht: “Und Emails müssen Sie auch nicht mehr verschlüsseln, da die NSA die allgemein bekannten Verschlüsselungsstandards für Email-Verschlüsselung,…” Ich bin gerade dabei mich in GNUPGP einzuarbeiten. Kann ich das jetzt sein lassen? Ist dieser Algo von denen auch schon geknackt?

    1. Hallo,

      naja, einarbeiten kann man sich ja. Und ich habe ja geschrieben, dass die NSA die Algorithmen zu knacken versucht. Wann sie erfolgreich sind, kann natürlich niemand wissen. Aber ich denke, dass Verschlüsselung über kurz oder lang ein Auslaufmodell wird.

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