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Facebook-Netz - (C) Geralt Altmann via Pixabay.de Facebook-Netz - (C) Geralt Altmann via Pixabay.de

Du bist nicht mehr mein Facebook-Freund!

Wissen Sie noch, wie das „früher“ war? In der guten, alten Zeit? Da wurden Freundschaften noch geknüpft, weil man sich mit der- oder demjenigen gut verstand. Sie oder er war guter Zuhörer, guter Erzähler, Helfer in der Not, man konnte einen Haufen Blödsinn machen, man vertraute einander. Sicher, so etwas gibt es „heutzutage“ auch noch. Wenn da nicht das Thema „Facebook-Freund“ wäre.

Meinungsverschiedenheiten wurden in der guten, alten Zeit eigentlich immer persönlich ausgetragen. Man hat diskutiert und sich dabei angesehen. Heute passiert das mehr und mehr im Facebook-Chat – oder noch schlimmer: über Kommentare bei Facebook-Posts. Mal abgesehen von Whatsapp-Chats und dergleichen. Aber mir geht es um Facebook.

Ich bin zeitweise ein ziemlicher Zyniker. Und wenn mir danach ist, lasse ich auch zynische Sachen direkt bei Facebook mal fallen. Mancher versteht den Sinn, mancher nicht. Das zeigen mir dann auch Reaktionen. Es kommt mir mehr und mehr so vor, als würde man Facebook so wie sein Wohnzimmer ansehen. Und wenn irgendwem aus der eigenen Kontaktliste etwas in die Timeline purzelt, womit man sich nicht einverstanden erklärt, wird sofort die „Freundschaft“ gekündigt. Selbst erlebt: „Du bist nicht mehr mein Facebook-Freund“.

Bei Facebook nimmt tatsächlich die oder der eine oder andere ernst, was man da ablässt. Da werden schon mal „Freundschaften“, die dann auch bis ins Privatleben hineinreichen und dort einiges an Veränderungen bringen, beendet, weil man sich mit dem „Freund“ zerstritten hat. Verhalten wird nicht toleriert, sondern mit dem Ende der „Freundschaft“ quittiert. „Du bist nicht mehr mein Facebook-Freund“.

Merkt denn keiner, dass Facebook mehr oder weniger wie ein Kindergarten ist? Es ist doch völlig nebensächlich, was man da hinschreibt. Ernst nehmen würde ich sowas in den seltensten Fällen. Wenn man das alles ernst nehmen würde, was man bei Facebook alles auf die Klowand geschmiert bekommt, könnte man sich wahrscheinlich ständig und unentwegt ärgern. Muss man aber nicht. Denn ich sehe das anders als mit „echten“ Freunden. Virtuelle „Freunde“ schön und gut, ich kann sehr viele, gute Unterhaltungen führen. Aber viele Posts werden einem in die Timeline gespült, weil der Verfasser sich hinter der Tastatur verschanzt. Im „echten Leben“ würde teilweise so etwas nicht passieren.

Ich freue mich, dass meine Kontakte bei Facebook recht vernünftig sind. Es sind nur einige Posts bei Facebook, die einfach nur impulsiv sind. Aber die meisten bieten dann ja doch einen kleinen Mehrwert. Bei anderen mag das anders sein. Aber selbst wenn, „Du bist nicht mehr mein Facebook-Freund“ sehe ich dann gleichbedeutend mit „Gib mir meine Buddel-Schaufel wieder“.

Bildquelle: Facebook-Netz – (C) Geralt Altmann via Pixabay.de

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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