Ein netter Seitenhieb – Urheberrechtlich geschütztes Werk

Ich bin über ein nettes Gedicht von Story Teller gestolpert. Er beleuchtet in ein paar Zeilen das erschütterte Verhältnis zwischen Urhebern und Konsumierenden. Ein netter Seitenhieb, wie ich finde.

Ich möchte hier keine Rezension über ein Gedicht verfassen. Ich möchte aber hier anmerken, aus welcher Sicht man die Urheberrechts-Diskussion betrachten kann. Einerseits gibt es die Konsumierenden, u.a. die Blogger. Blogger nutzen manchmal blauäugig Informationen oder Daten aus dem Internet für ihre Beiträge. Andererseits gibt es die Urheber. Von denen gehen viele recht freizügig mit ihrem Schaffen um, andere nicht. Und die Urheber, die nicht so freizügig sind, was deren gutes Recht ist, die sind ein gefundenes Fressen für solche Firmen wie die KSP.

Meiner Ansicht nach ist „Urheberrechtlich geschütztes Werk“ genau aus den Augen derjenigen geschrieben, die den gemeinen Abmahnwahnsinn verbreiten. Denn aus Sicht der Urheber kann es nicht geschrieben sein, da die sich meist nicht bereichern wollen. Aus Sicht der Konsumierenden auch nicht, denn die werden ja in dem Gedicht geschröpft.

Vielleicht hängt das Gedicht bald über dem Empfangstresen bei der KSP (falls es einen solchen gibt). Dann aber würde ich Story Teller empfehlen, gewaltige Gebühren einzutreiben.

Hier geht es zum Gedicht.

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