Eine Webseite puzzeln – Ausreichend oder nicht?

Ich habe ja viel gehört: Man müsste mal… Jeder muss „im Netz“ sein. Es gehört zum vielsagenden guten Ton, eine eigene Webseite zu haben. Ich würde ja auch generell etwas eigenes einer Facebook-Seite oder etwas derartigem vorziehen. Und dann steht der Malermeister oder die Friseurin oder der interessierte Privatnutzer da und fragt sich, wer ihm die Webseitenprogrammierung beibringen soll. Aber muss es denn wirklich so kompliziert sein?

Als ich diese Domain begonnen habe, habe ich mir selbst eine Seite zusammen gezimmert. Da ich zu der Zeit nicht so der Programmierer war, war diese Webseite natürlich nicht sauber gebastelt. Die Webseiten-Profis warfen mir Dilletantismus vor und wollten mit mir Geld verdienen. Und dann bin ich irgendwann zu WordPress gekommen und dabei geblieben. Aber Sie sehen ja selbst an den vielen Artikeln in der Kategorie „In eigener Sache“, dass immer irgendwas zu tun ist. Und dafür haben viele weder Zeit noch Nerven.

Und die kommen dann vielleicht auf die Idee, sich einen Homepage-Baukasten näher anzusehen. Den kann man sich ja überall anmieten. Und mit vielerlei verschiedenen Layouts kann man sich die Seite gestalten und mit verschiedenen Inhalten befüllen. Man kann sich mit den eigenen Dingen beschäftigen und muss sich um nichts anderes kümmern. Wirklich um nichts. Denn soweit ich gesehen habe, übernimmt der Anbieter selbst die Bereitstellung und sorgt für den störungsfreien Betrieb.

Sie werden jetzt vielleicht sagen: Mieten? Das bekomme ich doch woanders kostenlos! Das mag auch richtig sein. Aber welche Leistung erhalten Sie dafür? So ein Baukasten – egal, bei welchem Anbieter – ist dann immer Ihr eigener Tummelplatz. Bei irgendwelchen Web-Visitenkarten haben Sie a) keine ausreichenden Möglichkeiten für Ihre Dinge und b) sind auf Gedeih und Verderb auf den Anbieter angewiesen. Und nicht zuletzt heißt die Domain dann nicht etwa www.meine-seite.de, sondern unter Umständen meine-seite.visitenkarte2356987.anbieter.de. Das gefällt nicht jedem und wirkt auch nicht unbedingt professionell.

Klar kostet ein Homepage-Baukasten Geld. Meine Webseite kostet ja auch Geld. Mit so einem Baukasten müssen Sie sich aber nicht mit technischen Details herumschlagen, was ich zum großen Teil mit WordPress aber muss. Sie können sich damit voll und ganz auf das konzentrieren, was Sie besser können als Webseiten zu programmieren.

Man muss natürlich bei solchen Webseiten-Baukästen auch immer aufpassen, was man alles auf der Seite unterbringt. Es gibt ja Anbieter, die bieten an, Nachrichten mit einzubetten. Da ich hier die rechtliche Lage nicht gänzlich geklärt sehe, würde ich hier vorsichtig sein und davon lieber absehen. Auch muss man auch bei einem Baukasten das Urheberrecht beachten. Aber sonst ist das eine einfache Art, eine Webseite aufzusetzen. Finden Sie nicht auch?

Bildquelle: Ein Puzzle – (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

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