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Exchange Server auf richtiger Hardware

In Zeiten der ausufernden Virtualisierung stellt sich immer wieder die Frage, wozu man sich an Herstellervorgaben für Anwendungsserver halten soll. Doch es ist immernoch empfehlenswert, über „echtes Blech“ als erste Alternative nachzudenken.

Klar, wenn man sich die Systemvoraussetzungen für Exchange Server 2010 ansieht, denkt man immer: Das bekomme ich doch auch als virtuelle Maschine hin:

  • mindestens 1 64-Bit-Prozessor (Intel EM64T oder AMD64)
  • mindestens 4 GB Arbeitsspeicher pro Rolle + 3 – 30 MB pro Postfach bei einem Postfach- oder Multirollenserver
  • mindestens 1,2 GB für die eigentliche Installation + 500 MB pro Sprachpaket für Unified Messaging + 200 MB auf dem Systemlaufwerk + 500 MB für die Warteschlange auf einem Edge oder einem Hub Transport Server

Das sind so die Minimalvoraussetzungen, wie sie von Microsoft vorgegeben sind. Es wird aber im Allgemeinen davon ausgegangen, dass man gut 50% auf den Arbeitsspeicher und auf die Größe der Festplatten drauflegen kann.

Jetzt muss man auch sehen, dass Exchange ein sehr gefräßiger Gesell ist. Ich habe immer wieder festgestellt, dass ein Exchange als virtuelle Maschine die anderen virtuellen Maschinen des Hosts negativ beeinflusst hat. Darum kann ich nur empfehlen, Exchange auf einer „echten“ Hardware zu installieren.

Durch seine hohe Verarbeitungsleistung sollte er schon gut gekühlt werden. Man könnte also, weil Exchange sowieso erst aber einer gewissen Organisationsgröße lohnenswert ist, auch über ein komplettes Kühlsystem nachdenken, wie z.B. die Reihenkühlung in Rechenzentren. Damit ist nicht nur Exchange vor Überhitzung geschützt, sondern eben Ihre gesamte Servertechnik. Dazu passend gibt es für solche Systeme auch die richtigen Schränke, wie z.B. die 19″ Schränke Lehmann GmbH.

Rechenzentrum des CERN - (C) Florian Hirzinger / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)
Rechenzentrum des CERN – (C) Florian Hirzinger / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

Sie sehen also, um Exchange Server einzusetzen, ist – wie auch sonst – eine gute Planung alles. Was nützt mir ein knapp bemessener Exchange Server als virtuelle Maschine, wenn der mir im laufenden Betrieb seine Arbeit einstellt? Eine derart kritische Anwendung wie Exchange Server sollte lieber mit etwas Puffer und eigener Hardware ausgestattet sein. Und die Hardware sollte gut gekühlt sein. Und dann klappt es auch mit der Kommunikation.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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