Geh sterben, Rapidshare!

Wir müssen kein Geheimnis daraus machen: Jeder hat mal irgendwie Rapidshare genutzt. Egal, ob nun in Verbindung mit dem teilweise illegalen Filesharing oder zum geschäftlichen Verteilen von Daten oder, oder, oder.

Ich habe mich immer schon gefragt, was denn aus dem Schweizer One-Click-Hoster geworden ist. Und naja, was soll ich sagen? Geh doch sterben, Rapidshare!

Attraktive 49,99 € pro Monat wird Rapidshare ab Juli verlangen. Und zwar für stolze 300 GB an Speicherplatz. Ein Super-Preis, oder? OK, der eine oder andere Leser wird die Ironie nicht herauslesen. Aber der Preis ist eine ziemliche Frechheit. Denn für mehr als den dreifachen Speicherplatz verlangt Google 9,90 €. Und mal ehrlich: Wem trauen Sie da mehr über den Weg? Rapidshare oder Google?

Ich meine, Rapidshare ist im Filesharing groß unterwegs (gewesen). Es soll wohl auch immer mal Razzien bei denen gegeben haben. Da kann das ein Schweizer Anbieter sein, wie er will. Sonderlich vertrauenserweckend ist das dann ja nicht. Und dann sind ja noch die Preise. Tja, was soll ich sagen?

Jedenfalls hat der Schweizer Anbieter 23 von 24 Leuten rausgeschmissen. Entweder hat der Mitarbeiter selbst gekündigt oder wurde vor die Tür gesetzt. Will man Rapidshare nun mit Macht gegen die Wand fahren? So etwas vermutet jedenfalls Dennis Vitt. Und so ganz abwegig ist das nicht, oder?

Welche Daseinsberechtigung hat denn überhaupt noch Rapidshare? Wenn ich mich so umschaue, man bekommt bei allerhand Cloudspeicher-Anbietern kostenfrei Speicher um die Ohren gehauen. Als ich rund um Ostern mein HTC One in Betrieb genommen hatte, hatte ich etliche GB an Speicherplatz bei Google Drive gratis erhalten. Was soll man also mit Rapidshare?

Man hat in vielen Jahren etliche Millionen verdient. Aber bereits im Februar hat das Schweizer Magazin Netzwoche darüber berichtet, dass Rapidshare wohl nun pleite sei. Da scheint ziemlich viel fragwürdiges passiert zu sein. Ob es nun die Belegschaft ist oder die Führungsgremien. Und die Netzwoche geht felsenfest davon aus, dass der Anbieter nun am Ende ist.

Da sich Rapidshare mit seinem Geschäftsmodell überholt hat und nun derartig sportliche Preise verlangt und noch dazu ohne eigentliche Betreiber-Mannschaft unterwegs ist, kann man eigentlich nur sagen: Geh sterben, Rapidshare!

3 Kommentare

  1. Haha, ich musste herzlich Lachen als ich diesen Ihren Artikel am heutigen Samstag zu Lesen bekam. Besonders die Frage “Rapidshare oder Google?” gab dann nochmal Alles – und ich, ich war weiterhin sehr heiter aufgelegt. Das meinen Sie doch nicht Ernst oder? Sie meinem Ihre Daten seien bei Google sicherer als bei Rapidshare?

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