Google Chrome: Vermeindlicher Download-Manager ist ein Virus

Huch, bin ich erschrocken. Da grinste mich vorhin ein Tab in meinem Google Chrome an, der besagte, dass ich den Download-Manager aktualisieren sollte. Für jeden unbedarften Nutzer des Google Chrome Browsers hat das Ganze den Anschein, als ob ein Download-Manager in dem Browser aktualisiert werden muss. Dem ist aber leider nicht so.

Die Meldung, dass der Download-Manager aktualisiert werden muss - (C) Henning Uhle
Die Meldung, dass der Download-Manager aktualisiert werden muss – (C) Henning Uhle

Also habe ich den Download einmal durchgeführt. Es kam eine „SetupV2.exe“ zum Vorschein. Diese rief ich auf. Und mich erschreckte folgendes Fenster:

Installationsfenster des "Download-Managers" - (C) Henning Uhle
Installationsfenster des „Download-Managers“ – (C) Henning Uhle

Der Name „JFileManager“ ließ mich aufhorchen. Also schaute ich erst einmal umher. Und ich stieß darauf, dass mit diesem Programm Viren eingeschleust werden.

Es scheint sogar noch schlimmer zu sein. Irgendein bereits installiertes Programm – vorzugsweise kostenlose Spiele oder dergleichen – stellt die Einflugschneise für dieses Programm dar. Es erscheint keine Meldung, dass der Herausgeber nicht verifiziert werden konnte, was Windows seit Windows 7 eigentlich macht.

Man stößt also gar nicht darauf, dass der JFileManager irgendetwas schlimmes ist. Nur eine kurze Recherche bringt Aufschluss. Und ich kann im Moment nur warnen:

Der Download-Manager im Google Chrome wird automatisch mit jedem Update des Browsers aktualisiert. Es wird niemals notwendig sein, diesen extra zum Chrome zu aktualisieren. Sollte eine solche Meldung Sie ereilen, tun Sie einfach nichts, außer die Meldung schließen.

Ich habe natürlich nichts installiert. Aber ich habe einiges gelesen, dass dieser JFileManager durch merkwürdige Programme aufgerufen wird. Demnach sollten Sie in Ihren installierten Programmen nach dubioser Software durchsuchen und diese ggf. deinstallieren.

Und wenn Sie der englischen Sprache mächtig sind, können Sie auch bei „I’m infected“ dazu Informationen beziehen. Aber ich denke, Sie wissen auch so, was ich meine. Bei mir war die Einflugschneise übrigens ein längst veraltetes Spiel. So viel dazu.

Titelbild: Screenshot aus Google Chrome – By HPD [Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons

Das könnte Sie auch interessieren:

Ein Kommentar

  1. Pingback: chrome download manager | bruinrow

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

×SaveYourInternet

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

vielen Dank für Ihr Interesse. Leider steht unser Service heute nicht zur Verfügung. Wir protestieren gemeinsam mit der Autorenschaft der Wikipedia gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform, die im Parlament der Europäischen Union Ende März verabschiedet werden soll, und schalten unsere Seite für 24 Stunden ab.

Monatelang haben EU-Kommission, EU-Parlament und der EU-Rat im sogenannten Trilog hinter verschlossenen Türen an einem neuen EU-Urheberrecht gearbeitet. Im Kern geht es darum, die finanziellen Interessen der großen Medienkonzerne gegenüber Betreibern von Internetplattformen durchzusetzen.

Ausgetragen wird dieser Konflikt auf den Rücken der Internetnutzer und Kreativen. Diese müssen nach dem aktuellen Entwurf mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Das freie Internet, wie wir es kennen, könnte zu einem „Filternet“ verkommen, in dem Plattformbetreiber darüber entscheiden müssen, was wir schreiben, hochladen und sehen dürfen. Denn das geplante Gesetz schreibt Internetseiten und Apps vor, dass sie hochgeladene Inhalte präventiv auf Urheberrechtsverletzungen prüfen müssen. Selbst kleinere Unternehmen müssten demnach fehleranfällige, teure und technisch unausgereifte Uploadfilter einsetzen (Artikel 13) und für minimale Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um das sogenannte Leistungsschutzrecht einzuhalten (Artikel 11).

Wenn Sie unsere Kritik an der geplanten Urheberrechtsreform teilen, werden Sie aktiv: