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Google+ tritt als Regime auf

Mehr und mehr beschleicht mich der Eindruck, dass Google+ als Regime in Erscheinung tritt. Es werden Benutzer einfach mal so gesperrt und Inhalte gelöscht. Mir stellt sich dabei die Frage, ob es diese Community tatsächlich wert ist, dass man sich mit ihr beschäftigt.

Google+ Wortmarke - gemeinfrei nach Wikipedia

Immer wieder liest man Einträge von Google+ Nutzern, deren Benutzerkonten gesperrt wurden. Die Benutzer können dann mit dem Dienst nichts mehr anfangen. Und mehr noch: Die Sperrung wird dann nicht mehr aufgehoben, sodass dem Benutzer der Zugang zu der angeblich so wichtigen Community wahrscheinlich für immer verwehrt bleiben wird, wenn sie sich keine andere Email-Adresse zulegen.

Die Frage, die sich mir dabei stellt, ist: Mit welchem Recht macht das Google+? Klar, es steht in den AGBs, aber darf Google+ trotzdem alles? Ich habe so meine Zweifel.

Ich bin in verschiedenen sozialen Netzwerken aktiv, teilweise mit meinem richtigen Namen, teilweise mit Pseudonym. Wenn ich nun mein Pseudonym bei Google+ verwenden würde, wäre mein Benutzerkonto wahrscheinlich schon gesperrt worden. Über dieses Gebahren regt sich nicht nur die Netzgemeinde auf, auch Datenschützer gehen wegen dieses Vorgehens auf die Barrikaden.

Da gibt es einen Benutzer, der sich „plomlompom“ nennt. Soweit ich das verstanden habe, nennt er sich überall so. Bürgerlich heißt er Christian Heller. Mit seinem bürgerlichen Namen hat er sich bei Google+ angemeldet. Dann hatte er beschlossen, sein Benutzerkonto in sein Pseudonym umzubenennen. Kurz darauf erfolgte die Sperrung. Wie sich alles zutrug und seine Meinung dazu hat er auf seiner Webseite „plomlompom“ ausführlich geschrieben. Und wie es der Zufall will, gab es einige Kommentare von Benutzern, denen das Gleiche widerfuhr.

Google+ Fehler beim Profilaufruf - Beispiel

Ruft man bei Google+ nun den Link zum Benutzerprofil auf, erhält man einvöllig unschuldiges Entschuldigungsschreiben. Probieren Sie es einfach mal mit folgendem Link aus: plomlompom bei Google+. Nebenstehend finden Sie einen Ausschnitt des Entschuldigungsschreibens von Google+. Es tut mir leid, dass ich es so konstatieren muss, aber dieses Vorgehen ist einfach nur lächerlich. Wenn ein Benutzer gesperrt wurde, kann man nicht einfach als Betreiber den Unwissenden spielen. Das wirkt dann einfach nur unglaubwürdig.

Versucht man später nochmal den Zugriff auf ein solches gesperrtes Benutzerkonto bei Google+ als angemeldeter Benutzer, erhält man dann die Auskunft: „Profil nicht gefunden“.

Ich jedenfalls finde, dass Google+ nicht das Recht hat, den Benutzernamen zu diktieren. Und genau das tut das Netzwerk, indem es vorschreibt, dass nur echte Namen benutzt werden dürfen. Mit dieser Meinung stehe ich meinen Recherchen zufolge nicht allein da.

In der Endkonsequenz bedeutet dieses Diktat aber auch, dass die Beliebtheit von Google+ nicht unbedingt wachsen sollte. Ein Benutzer eines sozialen Netzwerks sollte nicht vorgeschrieben bekommen, wie er sich zu nennen hat. Hierzu habe ich in einem früheren Beitrag schon meine Bedenken geäußert.

Obwohl nun Google+ seine Pforten für jedermann geöffnet hat, ist ein solches Vorgehen nicht sonderlich zuträglich, den Nutzen von Google+ zu definieren. Meiner Ansicht nach sollte hier der Betreiber, die Google Incorporated, nachbessern.

Entschuldigung, derzeit sind keine Umfragen vorhanden.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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