Like dies, um den Himmel zu kommen

Ich bin davon überzeugt, dass jeder schon mal diese Köder-Artikel bei Facebook mitbekommen: „Like dies und das, und du kriegst dieses und jenes!!1!!elf!!“ – Oder so ähnlich. Sie wissen vermutlich, was ich meine. Ich bin sowieso nicht sonderlich aktiv im größten Netzwerk aller Zeiten. Aber auch mir sind diese nervtötenden Beiträge aufgefallen. Jetzt bin ich eh ziemlich empfindlich, wenn ich so etwas mitbekomme. Aber ich glaube, vielen wird es gefallen, dass Facebook als Betreiber des gleichnamigen Netzwerks etwas dagegen unternehmen will.

Engagement Bait Unsinn

Unter Engagement Bait versteht man grob gesagt diese Beiträge bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken, in denen den Nutzern vorgegaukelt wird, es würde eine Interaktion stattfinden. Stattdessen gibt es diesen ganzen Unsinn nur deshalb, weil irgendwer seine Reichweite steigern will. Das kommt aber nicht mal nur aus irgendwelchen Facebook-Profilen. Auch jede Menge Blogs und Magazine betteln um Likes, nur um noch mehr Reichweite bei Facebook zu erzielen. Das ist nervtötend und nicht richtig.

Aber vornehmlich geht es wohl dem blauen Riesen um irgendwelche Sinnlos-Abstimmungen, zusammen geschusterte Dinge, die eine Reaktion erfordern. Außerdem geht es darum, dass man tunlichst irgendwas teilen soll oder kommentieren soll oder Freunde markieren soll. Hand auf’s Herz: Sie haben das doch auch schon mal mitbekommen. Dieser ganze Mumpitz soll bei Facebook möglichst oft verteilt werden und damit eine möglichst hohe Reichweite erzielen. Der eigentliche Mehrwert ist vielleicht gegeben, aber nicht das erste Ziel.

Facebook grätscht dazwischen

Unter Zuhilfenahme vieler tausend derartiger Einträge bei Facebook hat der blaue Riese nun eine künstliche Intelligenz gefüttert. Diese soll nun solche Engagement Bait Einträge finden. Setzt eine Facebook-Fanpage eine solche Praktik wiederholt ein, soll dann deren Reichweite fallen. Das Netzwerk will damit wohl noch mehr darauf achten, dass der Spam im Nachrichtenstrom abnimmt. Vielleicht steigt ja sogar dessen Qualität. Eine Gnadenfrist von ein paar Wochen wurde eingeläutet. Und dann geht es wohl los.

Ausgenommen von der Blutgrätsche gegen diese Bettelbeiträge sind Suchmeldungen oder Spendenaufrufe oder ähnliches. Am Ende kann das vielleicht für die Nutzer von Vorteil sein. Vielleicht entwickelt sich der Nachrichtenstrom wieder dahin, dass man ihn wieder verwenden kann. Das kann doch eigentlich nichts schlechtes sein. Oder? Meine Facebook-Seite jedenfalls liefert nicht so einen Quatsch ab. Wenn die jemand abonnieren will, kann man das gern tun. Aber so ein Mumpitz wie oben gehört sich einfach nicht.

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