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Messenger WhatsApp angegriffen

Der beliebte Messenger WhatsApp wurde angegriffen. Hauptsächlich handelt es sich wohl um die Domain WhatsApp.com, die übernommen wurde. Mittlerweile wurde die Webseite vom Netz genommen. WhatsApp als Betreiber hat sich bislang noch nicht zu dem Vorfall geäußert, aber das Internet ist ja bekanntlich sehr schnell.

Ich weiß, dass WhatsApp die so ziemlich beliebteste App auf mobilen Geräten ist. Auf Millionen von Smartphones kommt sie zum Einsatz. Der Datenschutzaspekt hat bei WhatsApp noch nie eine große Rolle gespielt. Und jetzt kam es zu einem Angriff. Wie bösartig der abgelaufen ist, ist noch unklar, aber er könnte weitreichende Folgen haben.

Am heutigen Dienstag ist es laut Heise, die sich auf Caschys Blog beziehen, der Hackergruppe “Plaestinian Hackers” gelungen, die Kontrolle der Domain WhatsApp.com zu übernehmen. Dabei haben sie unter anderem die Anfragen in Richtung WhatsApp Server umgeleitet. Man nennt so etwas IP-Spoofing, was ich im Moment nicht näher erklären möchte. Inzwischen scheint auch das Schlimmste wieder vorbei zu sein. Denn die Webseite ist wieder erreichbar.

Heise berichtet unter Berufung auf Caschy davon, dass eine Botschaft der anscheinend politisch motivierten Angreifer angezeigt wurde. Und dann soll die Domain einige Zeit nicht erreichbar gewesen sein. Wie gesagt, ich konnte die Webseite erreichen.

Auf Bestandsdaten hatten die Angreifer wohl keinen Zugriff. Aber aller Datenverkehr konnte erst einmal umgeleitet werden. Und damit konnte der Verkehr auch erst einmal in potentiell falsche Hände gelangen. Wenn man das so weiterspinnt, dann könnten auch getürkte WhatsApp-Versionen in Umlauf gebracht werden.

Leider gibt sich der Betreiber sehr schweigsam. Um so geschwätziger ist das Internet. Ich habe ja immer schon WhatsApp etwas kritisch beäugt. Dass ein handfester Angriff einmal passiert, war für mich nur eine Frage der Zeit. Nun war es so weit. Soll man nun WhatsApp löschen?

Nicht wegen eines solchen Zwischenfalls. Vielleicht hatten Sie ja WhatsApp zu der Zeit gar nicht im Einsatz. Aber man fragt sich, wie labil das System ist, denn ein solcher Angriff kann immer wieder passieren. Ich beäuge jedenfalls weiterhin den Messenger. Und ich weiß nicht, ob ich den jemals nutzen würde. Bleibt die Frage, wie Sie das sehen.

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 thoughts to “Messenger WhatsApp angegriffen”

  1. Hallo Großer,

    ich nutze den MEssenger seit neustem auch und muss fragen wie hat der so große Verbreitung gefunden? Ich meine der geht schon aber andere können selbiges und mehr!

    Was ich mich frage, was hätten die HAcker noch machen können? Bei Avira hätten die ja Definitionen verbreiten können usw. Das will ich mir gar nicht ausmalen. Im Grunde ist ja weder Whatsapp noch Avira und wer noch so dran glauben musste dran schuld. Die kamen ja wie der Blinde zur Ohrfeige weil wegen des DNS-Spoffings!

    1. Hallo Daniel,

      mir erschließt sich der Sinn von Whatsapp ja auch nicht. Aber das müssen die vielen Nutzer selbst wissen.

      Avira und Co. machen mir da schon ein wenig mehr Sorgen. Nur ist das eben nicht so interessant wie eine Messenger App.

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