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Sex - (C) stux CC0 via Pixabay.de Sex - (C) stux CC0 via Pixabay.de

Na warte, Dich zeige ich nackt im Internet!

Es ist irgendwie so, dass man vielleicht gern mal ein Nacktfoto des / der Partners / Partnerin hat. Aber was passiert im Fall eine Trennung? Was passiert in dem Fall mit Fotos, die nackte Haut und intime Einblicke geben? Vor allem geht das ja noch weiter: Was passiert, wenn solche Fotos in die falschen Hände fallen und die Besitzer dieser falschen Hände die Fotos für irgendwelche Zwecke einsetzen wollen? Derzeit kursiert ein Begriff, unter dem das Alles zusammengefasst wird: Rache-Porno, oder auf Englisch Revenge Porn.

Nein, ich will hier niemanden zu so etwas anstiften. Und ich komme selbst auch nicht auf solche Ideen. Ich meine, dazu müsste ich ja solche Bilder sammeln. Aber ich will mal kurz über das Thema schreiben. Ich denke, das Thema muss irgendwie präsent bleiben. Sind Sie denn schon mal auf die Idee gekommen, die oder den Ex mit solchen Bildern im Internet bloß zu stellen? Eine Zeit lang freut man sich vielleicht, dass man den- oder diejenige zur Schau gestellt hat. Aber so ganz ohne ist das nicht.

Es ist ja so, dass sicherlich das Persönlichkeitsrecht verletzt wird. Wenn ich nicht will, dass mich jemand anders als bekleidet sieht, hat sicherlich niemand auf der Welt das Recht dazu, das anders zu sehen und mich zu fotografieren und das Foto zu veröffentlichen. Ich denke, über die rechtlichen Konsequenzen dazu ist sich da niemand so richtig im Klaren. Einfach nur das lodernde Feuer der Rache zu stillen, mag zwar nachvollziehbar sein, aber das kann durchaus ziemlich teuer werden.

Denn solche Dinge, also private Fotos ohne Zustimmung zu veröffentlichen, ist nicht nur geschmacklos, sondern kann im Einzelfall zur Haftstrafe oder zu hohen Geldstrafen führen. Ob man das Risiko im Zweifelsfall eingehen will, lasse ich mal dahin gestellt. Einfach nur „Na warte, Dich zeige ich nackt im Internet!“ zu brüllen und dann privat aufgenommene Fotos in die sozialen Netzwerke zu pusten, kann sich als gefährlicher Boomerang herausstellen.

Die Frage, die sich mir das stellt, ist doch: Muss so etwas sein, selbst wenn man sich gegenseitig mit Hass-Tiraden überziehen könnte?  Ich meine, unterm Strich muss das jeder selbst wissen. So wie ich die Zurschaustellung von halbnackten Mädels zur Erhöhung der Klickrate verabscheue, so verabscheue ich so etwas eben auch. Ich weiß nicht, ob das nun konservativ ist. Wenn dem so sein sollte, dann bin ich eben konservativ. Aber ich bin davon überzeugt, dass sich alles irgendwie anders lösen lässt, als dass man private Nacktbilder aus Brass im Internet verbreitet. Oder wie sehen Sie das?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 thoughts to “Na warte, Dich zeige ich nackt im Internet!”

  1. Also ich finde von jemandem ein Nacktfoto ins Internet stellen (ohne Erlaubnis) geht gar nicht! Sowas kann Karrieren und Leben zerstören. Vor einigen Wochen wurde der Betreiber einer Webseite für „Rache-Porn“ für 17 Jahre eingelocht (in den USA) und das ist gut so!

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