Google+ – Lange nicht so tot wie gedacht

Google+ gilt hierzulande als „totes“ soziales Netzwerk. Es passieren eben nicht so viele Dinge wie drüben bei Facebook, und Google+ gilt eben nicht als cool. Das mögen viele kritisch sehen, aber Google als Betreiber scheint sich ganz wohl mit dem Konzept von Google+ zu fühlen. Und dass der Internetriese hier nicht ganz Unrecht hat, wurde jetzt mal wieder deutlich. Deshalb ist es für Menschen, die irgendwas im Internet tun, nicht ganz die dümmste Idee, bei Google+ vertreten zu sein.

Was ist eigentlich Google+?

Nach Auffassung von Google handelt es sich dabei um eine „soziale Schicht“, mit der viele Produkte, Lösungen und Dienste von Google verbunden werden können. Die 360 Millionen aktive Benutzer pro Monat können ihre Kontakte ein- und beidseitig aufbauen und in so genannten Kreisen organisieren. So ist es zum Beispiel sinnvoll, familiäre Dinge nur mit dem Kreis der Familie zu teilen.

Beim Teilen von Beiträgen kann man genau einstellen, wer diese mitbekommen soll. Bilder können beliebig hochgeladen und in Alben organisiert werden, der Chat innerhalb von Google+ kann auch autark weitergeführt werden. Es gibt Interessensgruppen zum Austausch zu einem Themengebiet. Nutzer können Sammlungen anlegen, um zu einem Thema eine Art Stichwortverzeichnis anzulegen. All das und noch viel mehr bietet Google+.

Google+ ist doch aber gar nicht „tot“

Hierzulande mag man gern das Schnelle und Kurzlebige von Twitter oder das ohrenbetäubende Getöse von Facebook. Das Feine und Aufgeräumte von Google+ kann man hier nicht richtig einordnen. Schnell ist man dabei und diagnostiziert für Google+ Siechtum oder den bereits vollendeten Tod. Aber mal ehrlich: Würde Google das Netzwerk weiter pflegen, wenn es niemand nutzen würde? Google ist ein US-Unternehmen. Und wenn der US-Markt stimmt, dann macht Google auch weiter. Und jetzt passen Sie mal auf.

In den USA sind über 80% der Nutzer mit Google+ zufrieden, was ein Anstieg um 5% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Dahinter folgen Pinterest, Instagram, YouTube und erst dann Twitter (70%) und Facebook (68%). Ich habe Pinterest nie verstanden, und mit Instagram will ich mich nicht ernsthaft beschäftigen. Und bei Google+ schätzen die US-Nutzer die Übersichtlichkeit und die Verknüpfungsmöglichkeit mit anderen Google-Diensten. Und mal ehrlich: Es ist auch sehr angenehm, dass bei Google+ Werbung nirgends zu finden ist.

Fazit

Wie bei so vielem macht auch bei Google+ der Gigant Google vieles richtig. Einzig störend ist der nicht chronologische Strom der Einträge. Ansonsten sehe ich das genauso: Facebook überfrachtet mich, Google+ ist aufgeräumt und werbefrei. Und wenn die Integration mit der Google-Suche, GMail, Google Drive und allem anderen weiterhin relativ störungsfrei funktioniert, gibt es keinen Grund, das Netzwerk nicht zu nutzen.

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2 Kommentare

  1. Und warum sieht man auf G+ keine Werbung? Weil man mit seinen Daten und Beiträgen bezahlt. Die sind für Google Gold wert. Die Plattform selbst geht ihnen sonst wo vorbei. Inzwischen ist dort alles voll mit Nazi Posts und braunen Spambots.

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