Rechnersteuerung mit Kunst

Man kann ja seinen Rechner mit dem alt hergebrachten steuern: Man sitzt am Schreibtisch und bedient Maus und Tastatur und schaut dabei, was man am Bildschirm sieht. Man kann es aber auch mit Kunst machen. Viele nutzen inzwischen Windows 8 mit Wischgesten und dergleichen. Aber die Steuerung von Rechnern geht auch noch ganz anders: Von der Couch aus.

Stellen Sie sich einmal vor, bei Ihnen im Haushalt gibt es mehrere PCs. Einer davon steht irgendwo in der Ecke und wird als Datenhalde gebraucht. Dort werden also vom ganzen Haushalt aus die Daten abgelegt. Möglicherweise haben Sie auf dem Computer auch einen Server laufen, der vielleicht für alle Haushaltsmitglieder eine Webseite zur Verfügung stellt oder der zentrale Email-Server ist.

Also solche Einsätze für etwas betagtere „Rechenknechte“ sind auf jeden Fall nichts ungewöhnliches. Aber muss der Computer unbedingt über einen eigenen Monitor sowie über Maus und Tastatur verfügen? Ehrlich, das sind doch dann nur Staubfänger. Also verbindet man den Computer mit einem so genannten KVM-Switch. Habe ich das gemacht, kann ich Tastatur, Monitor und Maus (also Keyboard, Video und Mouse) zentral für meinen eh im Betrieb befindlichen Computer und den zweiten nutzen. Ich muss nur „umschalten“.

Jetzt ist der Mensch aber ein bequemes Tier. Vielleicht reicht das Kabel nicht zum zweiten Rechner? Oder vielleicht ist es nicht „bequem“ genug? Oftmals sind aber einfach nur die Kabel zu kurz oder das Signal dann zu schwach. Man muss also eine Komponente dazwischen schalten, oder?

Zum Glück gibt es dafür auch eine Lösung. Ich bin über so genannte Extender von IHSE gestolpert. IHSE baut irgendwie schon um die 30 Jahre lang Extender. Also Verlängerungen aller Art. Weil man sich das nicht so recht vorstellen kann, wie das so funktioniert, hat Thomas Mussnig über KVM Extender einmal geschrieben. Und das gefällt mir schon sehr.

Grob gesagt, kann man da ganz normal wie bisher an seinem Haupt-Computer arbeiten, und wenn dann doch mal der „Rechenknecht“ notwendig wird, schaltet man einfach den KVM Switch um. Dank eines solchen Extenders muss man dann nicht einmal unmittelbar daneben sitzen. Ich arbeite z.B. gern mit meinem Notebook von der Couch aus. Wenn also notwendig, könnte ich dann den „Rechenknecht“ auch gleich von dort aus verwalten. Das ist schon Rechnersteuerung mit Kunst, oder?

Und das Schöne ist, solche Extender gibt es auch mit WLAN. Das heißt dann ja, dass ich nicht mal irgendwelche Stolperfallen habe, weil ich Kabel spannen muss. Also so etwas muss man sich schon überlegen. Natürlich nur, wenn es im Haushalt so etwas wie den beschriebenen Rechenknecht überhaupt gibt.

Das Einsatzgebiet in Banken, wie es Thomas Mussnig beschrieben hat, ist insofern sinnvoll, weil am Bankschalter gewöhnlich gar kein Platz für vollwertige Computer ist. Und wenn der Berater einmal etwas für seinen Kunden zusammengestellt hat, muss er das nicht erst irgendwo hin transferieren, sondern schaltet einfach das Bild auf den Monitor am Schalter. So jedenfalls könnte es gehen. Und ich kann mir vorstellen, dass das auch funktioniert.

Aber sagen Sie mal, können Sie sich vorstellen, dass solche Extender verwendet werden? Ich meine, Verwendung gäbe es dafür mit großer Sicherheit. Aber denken Sie, dass man auch als Privatperson auf die Idee kommen könnte, sich so etwas anzuschaffen?

Bildquelle: Eine Computer-Tastatur – free picture by davidwilkerson via morguefile.com

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