Refugium: Rückzug ins Home Office

Refugium: Rückzug ins Home Office

Refugium: Rückzug ins Home Office

Letzte Aktualisierung am

Ich werde mich für die nächste Zeit in mein Refugium zurückziehen. Die derzeitige Lage mit dem Coronavirus zwingt mich dazu. Ich will das nicht. Überhaupt nicht. Aber am Ende hat man eher weniger eine Wahl. Ich habe mich lange dagegen gesträubt. Aber nun ziehe ich die Reißleine. Und ich kann es nur jedem nahelegen, der ungefähr in der gleichen Situation ist: Zieht euch zurück. Bleibt zuhause. Macht so gut wie möglich euren Job, wenn ihr eh Schreibtischtäter seid. Beobachtet aus sicherer Distanz, wie der Sturm abzieht.

Warum Refugium?

Ein Refugium ist ein Ort der Zuflucht. An ihn kann man sich als Mensch zurückziehen, um ungestört zu sein. Im Prinzip können wir sagen, dass das Ganze dann auch so eine Art Zufluchtsort – oder gar Asyl – ist. Ja, ich weiß schon, das klingt hochtrabend. Aber am Ende ist es das. Mein Refugium wird meine Wohnung werden. Es ist alles vorbereitet. Und so ungewohnt das Alles für mich auch sein mag, es ist das Einzige, was ich außer meiner Arbeit für die Gesellschaft tun kann.

Gut, ich kann noch zur Blutspende gehen. Aber im Prinzip ist es so, dass ich ausschließlich weiterhelfe, indem ich allem aus dem Weg gehe. Wer das auch kann, sollte es tun. Klar, der Maurer wird sich nicht seine Hauswand nach Hause mitnehmen. Und auch beim Maler wird es schwierig. Solche Jobs halt. Aber alle anderen sollten das tun, wozu sie von allen Seiten her gebeten werden: Geht nach Hause und bleibt dort. Ich weiß, dass es eine Umstellung wird. Aber wie soll es denn anders gehen, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen?

Ich hätte es gern anders gehabt. Schließlich bin ich seit Jahren daran gewöhnt, morgens ins Büro zu fahren. Damit ist es nun für die nächste Zeit vorbei. Ich drücke allen die Daumen, dass dieser Zustand nicht allzu lang anhält. Allerdings sehe ich bei den ganzen Deppen, denen weiterhin alle Warnungen scheißegal sind, ziemlich schwarz.

Wir helfen dennoch weiter

Ich schrieb darüber, dass sich Leere im Kopf breit macht. Dennoch gibt es Arbeit. Wir helfen nämlich mit unserer Arbeit weiter. Ob es Berater sind, Rechtsanwälte, kaufmännische Angestellte oder wir Support-Menschen. Wir werden alle gebraucht. Zu den Kunden in unserer Abteilung zählen auch Krankenhäuser oder Medizintechnik-Unternehmen. Die sind im Fall der Fälle auf uns angewiesen. Wenn wir auch noch krank werden, ist niemandem geholfen.

Es gibt derzeit allerlei Hinweise, wie man sich am besten orientiert und zurechtfindet. Home Office, wer es nicht gewöhnt ist, ist eine Umstellung. Auch im eigenen Refugium. Ich gucke mir derzeit diese Hinweise an. Allerdings sollte man so etwas nie für gegeben hinnehmen. In so einer Ausnahmesituation muss man ausprobieren. Am wichtigsten ist, dass man sich wohl fühlt. Und das sollte man schon im eigenen Refugium.

Wir müssen dann weiterhin unsere Leistung bringen können. Unsere Kunden bauen auf uns. Und zusätzlich dafür ist es an uns, ob wir ein Glied in der Verbreitungskette des Virus sein wollen. Ich habe das nicht vor. Deshalb ziehe ich mich auch zurück. Ein Refugium ist auch eine Art Unterschlupf. Und wenn wir die Pandemie so sehen, dann sehen wir es doch als gewaltiges Unwetter an. Da latschen wir auch nicht in der Weltgeschichte herum, sondern wir ziehen uns zurück.

#StayAtHome

Wisst ihr was? Mich kotzen diese ganzen #StayAtHome-Bilder aus der #StayAtHomeChallenge an. Ich werde keine aus meinem Refugium irgendwo hin schicken. Wir wissen in der Abteilung, dass wir auch weiterhin gebraucht werden, auch wenn sich viele unserer Kunden auch erstmal zurückgezogen haben. Wir werden aber allesamt keine Bilder von unseren Home Office Arbeitsplätzen verteilen. Wozu auch? Wem hilft das?

Nein, niemandem. Deshalb schlage ich vor, dass auch alle anderen diesen Quatsch bleiben lassen. Seid für eure Familie, für euren Job und vor allem für euch da. Lasst die bescheuerten Aktionen bleiben, gerade jetzt rausgehen zu wollen. Bei den Klima-Protesten wart ihr doch auch nicht draußen. Also macht das Beste draus. Das mache ich auch. Und ich mache für euch ja auch noch den Blog weiter. Wir müssen alle unser Ding machen, aber eben im Refugium. Dann ist der Spuk bald vorbei.

Refugium: Rückzug ins Home Office
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