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Sex - (C) stux CC0 via Pixabay.de Sex - (C) stux CC0 via Pixabay.de

Russland: Pornos sind böse

In Russland ist man zu der Erkenntnis gelangt, dass Pornos böse sind. Sie machen nämlich irgendwas psychologisches. Wie bewusstseinserweiternde Drogen. Die machen ja auch irgendwas psychologisches. Jedenfalls wurde ein komplettes Porno-Netzwerk in Russland blockiert. Denn Pornos haben einen zutiefst negativen Effekt auf die Psyche. Sag ich doch: Pornos machen irgendwas psychologisches. Naja, gut, schreiben wir halt etwas dazu.

Das von der Firma Mindgeek betriebene Porno-Netzwerk Brazzers.com wurde jetzt in Russland gesperrt. Es handelt sich dabei um einen der größten Unternehmen der Branche. Das Luxemburger Unternehmen Mindgeek betreibt noch einige weitere Porno-Webseiten und entsprechende Netzwerke. Und nun hat es halt „Brazzers“ erwischt. Russische Nutzer gucken also derzeit in die Röhre, wenn sie über dieses Netzwerk die Filmchen mit Akrobatik und nackter Haut sehen wollen.

Die russische Medien-Regulierungsbehörde Roskomnadzor ließ die Webseiten von Brazzers sperren. Das hat zur Folge, dass diese von in Russland registrierten IP-Adressen aus nicht mehr aufgerufen werden können. Enorm witzig ist die Erklärung, die da die Behörde von sich gab: Die Pornos von Brazzers hätten einen zutiefst negativen Effekt auf die Psyche. Hierfür gibt es auch ein Medienurteil des Bezirksgerichts in der Region Samara. Ach ja, und damit alles passt, wirft man dem Betreiber auch noch vor, gegen Bürgerrechte zu verstoßen. Es muss ja rund werden, oder?

Brazzers ist dabei nicht das erste Porno-Netzwerk, das gesperrt wird. Bei Pornhub gab es enorme Gefechte zwischen der Mindgeek-Tochter und Roskomnadzor. Allerdings dann nicht mal über Anwälte, sondern über soziale Netzwerke. Letztlich hatte die russische Behörde die Blockade aufgehoben. Ich nehme an, das wird auch mit Brazzers passieren. Aber ich finde es halt witzig, dass da irgendwas mit der Psyche passiert, wenn man diese Filmchen konsumiert.

Das Vorgänger-Unternehmen von Mindgeek hatte enorme rechtliche Schwierigkeiten. Das gesamte Geflecht besteht aus 35 Tochterfirmen, von denen ein Drittel allein in Luxemburg sitzt. Irgendwie gibt es immer wieder Ärger. Klar, Porno ist ja böse. Ich kann es nicht mehr hören. Was sich da Russland erlaubt, ist ja in erster Linie lächerlich. Oder sehen Sie das anders?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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