Meine Güte, Daniel, was hast du denn mit dem Spotify-Umbau jetzt eigentlich vor? Von deinem Laden hat immer weniger irgendwer irgendwas. Und nein, damit meine ich nicht nur die Musiker an sich. Wobei die ja diejenigen sind, die dir überhaupt ein Produkt möglich machen. Nein, jetzt fängst du an, die Nutzer abzuzocken und noch viel mehr zu verarschen, als du es bislang schon gemacht hast. Echt, Daniel, dann spiel doch allein weiter. Ich schreibe hier mal, dass man deinen Laden verlässt. Dann sehen wir mal weiter.
Was denn für ein Spotify-Umbau?
- Musikschaffende, die dort hochladen, erhalten ab dem 1000. Stream eines Musikstücks für jeden weiteren Stream zwischen 0,003 und 0,005 US-Dollar.
- Die Preise steigen mal wieder und sind damit mal wieder die teuersten der Branche.
- Hörer und Fans werden durch künstlich erschaffene Bands, die nicht existieren, an der Nase herumgeführt.
- Nach dem Spotify-Umbau ist die Plattform ein soziales Netzwerk, in dem man miteinander chatten können soll.
- Daniel Ek finanziert Militärtechnik, wo doch Musik verbindend ist und nicht töten soll.
Das sind nur einige der Punkte, die es jedem Musikliebhaber – egal, ob man Hörer ist oder selbst musiziert – unmöglich machen sollten, nach dem Spotify-Umbau den Laden noch zu nutzen. Wenn ihr denkt, dass ihr als Hörer auf Spotify angewiesen seid, dann schaut mal hier:
- Spotify Premium für eine Person: 12,99 €/Monat
- SoundCloud Go für eine Person: 5,99 €/Monat
- Apple Music für eine Person: 10,99 €/Monat
- YouTube Music für eine Person: 10,99 €/Monat
- Ähnlich sieht es auch bei Amazon Music und anderen aus, und nein: Kein Laden bezahlt mich dafür.
Und was werfen die Streaming-Plattformen ab? Bei mir sieht es so aus, eine aktuelle Übersicht aus Ditto Music:

Ich hab ja immer gesagt, dass Spotify nichts einbringt. Ihr sehr ja, dass Spotify nicht mal einen Cent für micht ausgespuckt hatte. Und das wird auch so bleiben. Dafür räumt Spotify nun den Hörern ein, Remixes von Liedern anzufertigen, die Künstler hochgeladen haben. Und die Musiker haben nicht mal Mitspracherecht. Nehmt es mir nicht übel, aber das ist der Gipfel.
Zieht von dem Laden weg, es ist einfacher als gedacht
Die SoundCloud-Hilfe zeigt euch, wie es geht. Apple Music bietet auch den Umzug an. Alle anderen Streaming-Plattformen ziehen nach. Das kann man doch nicht einfach so stehen lassen. Ja, euch als Musikhörer ist komplett egal, ob ein Musiker am Monatsende was zu fressen im Kühlschrank hat, denn „die sind ja eh reich“. Nein, ich überspitze. Spotify hat es hier deutlich übertrieben. Es wird jede Menge Musiker geben, die ihren Labels und Distributoren untersagen werden, bei Spotify hochzuladen.
Wie ihr wisst, arbeite ich mit Ditto Music und SoundCloud als Distributoren zusammen. SoundCloud hatte schon mal Mist gemacht, was meine Musik betraf. Aber ich werde nochmal den Kontakt zu ihnen suchen, damit sie meine Musik ausschließlich bei Spotify abziehen. Mit Ditto werde ich dann auch verhandeln, dass sie meine Musik ausschließlich von Spotify abziehen. Takedown heißt das Alles. Und es muss gemacht werden.
Es ist für keinen Musiker der Welt mehr verantwortbar, die eigene Musik auf Spotify zu veröffentlichen. Ja, mag sein, dass andere auch nicht die Heiligen sind. Unterm Strich wollen alle nur die Nutzer und die Musiker ausnehmen. Aber ihr wolltet ja BandCamp nicht. Dann sind es halt SoundCloud und Beatport, vielleicht noch die anderen Dienste, aber keineswegs Spotify. Ich frag mal Ditto, wie ich am besten mit dem Spotify-Umbau umgehe. Schauen wir mal.






Ich bin jetzt zu Deezer gewechselt. Die Preiserhöhung hat es mir dann doch jetzt einfacher gemacht, diese Entscheidung schnell zu treffen. Ob das jetzt die Plattform ist, die für die Künstler*Innen mehr bringt, weiß ich nicht, aber Apple wäre jetzt auch keine Alternative für mich.
Den Spotify-Rant in allen Ehren (ich hab den Laden stets aus tiefstem Herzen verabscheut, schon, als es noch Simfy und Grooveshark gab), aber: ist Qobuz nicht immer noch teurer?
Dir ist schon klar, dass ich von der Musiker-Perspektive her gucke, oder? Quobuz zahlt bei 1000 Streams bei einem Track um die 18 $, während Spotify da erst anfängt mit einem Bruchteil eines Cents.
Dazu kommt noch so vieles mehr, wie Fake-Musiker und all das. „Betrug“ ist ein großes Wort, aber das steht im Raum, wenn man sich so umhört in der Musikerszene.
Ich höre selbst keine Musik über Streaming, glaube aber, dass aktuell Tidal und Qobuz interessante Alternativen sind.
Remote-Antwort
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