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Darstellung eines Internet-Trolls in Anlehnung an den mythologischen Troll - By –wiki-vr *illustrator : JNL (User created) [FAL], via Wikimedia Commons Darstellung eines Internet-Trolls in Anlehnung an den mythologischen Troll - By –wiki-vr *illustrator : JNL (User created) [FAL], via Wikimedia Commons

Wie Blogger Caschy der Welt zeigte, wie man trollt

Ich lese den Caschy gern. Gut, oft schießt er wie ein Maschinengewehr seine Beiträge in die Welt hinaus. Er ackert sich durch die Welt der Technik und betreibt damit einen der erfolgreichsten Blogs der deutschsprachigen Szene. Und heute passierte etwas, was man als Zufall bezeichnen kann. Durch diesen Zufall kam er auf einen riesigen Spaß und hat damit seine gesamte Anhängerschaft getrollt.

Das war sein Tweet heute bei Twitter. Folgte man dem Link, kam man auf – augenscheinlich – seinen Blog, auf dem verkündet wurde, dass die Axel Springer AG (BILD etc.) den Blog vom Caschy gekauft haben soll. Für über 1 Million Euro. Und er und sein Team würden ein Ressort namens “Software und Mobility” übernehmen. Die gesamte Geschichte würde man über einen Link erfahren.

Wie auch immer, der Link führte dann zu einem seiner Technik-Artikel. Und nun war die Verwirrung komplett. Und heute Abend hat Caschy über diesen Spaß aufgeklärt.

Er hat einen Verkürzungsdienst getestet namens shrturl. Dieser Dienst macht einerseits das, was jeder andere Dienst wie bitly, tinyurl und Co. machen: Die Web-Adresse zu einem Ziel verkürzen. Aber der Dienst macht noch etwas anderes: Er verschleiert Inhalte, und man kann wunderbar Fake-Informationen verbreiten. Und genau das hat Caschy gemacht.

Er wurde für diese Aktion einerseits beglückwünscht, weil er nun ja Millionär sei. Andererseits wurde er beschimpft. Und erst die Aufklärung brachte Erlösung oder so etwas. Damit hat Caschy also mal eben das Netz getrollt. Aber eine wichtige Frage bleibt am Ende dieser Spaß-Aktion:

Was, wenn da wirklich etwas dran ist? Der Caschy wurde ja auch von der ComputerBILD via Twitter willkommen geheißen. Es wäre nicht das erste Mal, dass aus so einer Troll-Aktion am Ende etwas handfestes wurde. Ich glaube zwar nicht, dass sich der Caschy mitsamt seinem Blog leichtfertig an einen Verlag verkaufen würde. Aber am Ende weiß man es nicht. Vielleicht wurde der Axel Springer Verlag durch diese Aktion ja jetzt auch unter Zugzwang gebracht und muss dem Caschy nun ein Angebot machen.

Wie dem auch immer am Ende sei, die Aktion war großartig. Und eigentlich wollte Caschy ja nur über Verkürzungsdienste schreiben. Und shrturl ist nun mal einer.

Bildquelle: Darstellung eines Internet-Trolls in Anlehnung an den mythologischen Troll – By –wiki-vr *illustrator : JNL (User created) [FAL], via Wikimedia Commons

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 thoughts to “Wie Blogger Caschy der Welt zeigte, wie man trollt”

  1. Naja also dass die Seite ein Fake war sieht man ja wohl… erstmal die URL oben und wenn man einen Artikel anklickt, was jeder normale Leser tut dann sieht man dass da nicht ganz das kommt was man erwartet.
    Und ich denke mal dass der Caschy auch bei der Bild Connections hat ;)

  2. Ich halte solche Geschichten in der heutigen Zeit mehr als bedenklich. Im Twitter und Facebook boom können solche Storys mal ganz schnell nach hinten los gehen.

    Nicht auszudenken wenn so eine Geschichte über große Übernahmen von Unternehmen die Runde macht: Stichwort Börse und Co.

    Und Anhand Caschys “kleinen” Beispiel sieht man, wie der “offensichtliche” Fake seine Runde macht.

    Der Fake ist eindeutig zu erkennen – ja, aber wie schnell überfliegt man solche Nachrichten? Meist twittern die Leute doch schneller als sie denken.

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