Windows XP – Noch 3 Monate bis Waterloo

Das Ende ist nah! Windows XP wird im April endgültig eingestampft. Das an sich ist nichts neues. Man muss aber trotzdem noch einmal darüber schreiben. Denn vielen ist dieser Termin nicht mehr im Gedächtnis oder gar nicht erst bekannt. Zumal ja Microsoft auch nicht unbedingt zur Klärung beiträgt. Also müssen wir nch einmal darüber reden.

Am 8. April ist definitiv Schluss mit Windows XP. Nach weit mehr als 10 Jahren (Erscheinungsdatum war der 25. Oktober 2001) wird der Support für das Betriebssystem eingestellt. Es wird keine Updates mehr geben. Und technische Anfragen beantwortet Microsoft dann auch bloß nicht mehr. Wer dann noch das System, dass sich nach vielen Unwägbarkeiten als bedeutender Langläufer für die Amerikaner herausgestellt hat, nutzt, steht ziemlich auf verlorenem Posten. Denn selbst wenn nur das System einmal neu installiert werden muss, wird außer dem letzten Service Pack (Erscheinungsdatum war der 6. Mai 2008) kein bisheriges Update mehr erhältlich sein, da dies ja durch Microsoft unterbunden wird.

Da heißt es dann doch, sich um ein neueres System zu kümmern. Was aber, wenn man mit Software arbeiten muss, die für Windows 7 und / oder Windows 8 / 8.1 nicht freigegeben ist? Das ist ja gerade in Unternehmen oft so. Für die kann es aber interessant sein, auf Windows 7 Professional zu wechseln. Denn dort gibt es wenigstens einen Windows XP Modus, der kostenlos mit dabei ist.

Aber es gibt auch eine Situation, die ziemlich verwirrend ist, was Windows XP betrifft. So heißt es bei Golem, dass der Support für Windows XP teilweise in die Verlängerung gehen würde. Nun ja, das betrifft aber nur Unternehmenskunden. Microsoft selbst schreibt im Technet-Blog, dass es für System Center Endpoint Protection, Forefront Client Security, Forefront Endpoint Protection und Windows Intune weiterhin Definitionsupdates geben wird, auch wenn diese auf Windows XP laufen. Das soll bis Sommer 2015 dann so laufen. Für Konsumenten standen ja immer die kostenfreien Microsoft Security Essentials zur Verfügung. Und für die geht es dann aber auch nicht weiter.

Also bleibt es dabei: Für Windows XP wird es keinerlei Updates nach dem 08.04.2014 mehr geben. Für Microsoft Security Essentials auch nicht. Lediglich Sicherheitssoftware für Unternehmen wird noch ein Jahr länger unterstützt. Und deshalb empfehle ich Ihnen, eine neuere Version von Windows zu benutzen. Denn Windows XP könnte zu einer tickenden Zeitbombe werden, wenn keine Updates mehr erhältlich sind.

Und wie stellen Sie fest, welches Windows Sie nutzen? Sie drücken einfach in der untersten Zeile der Tastatur die Taste mit dem Windows-Symbol und (meistens) rechts oben die Taste mit dem Wort “Pause” gleichzeitig. Es öffnet sich ein Fenster mit Systeminformationen, welches Ihnen auch die Windows-Edition anzeigt. Sollte dort “Windows XP” mit diversen weiteren Angaben zu finden sein, sollten Sie dringend handeln.

Natürlich werden jetzt wieder Schlauberger kommen und einen Nimm-Linux-und-sei-glücklich-Kommentar abgeben. Nein, mit Linux ist nicht jeder glücklich. Wer sich nicht an ein völlig anderes System gewöhnen möchte, für den steht immer Windows an erster Stelle. Und diejenigen werden auch mit Linux nicht glücklich. Viele Leute haben sicherlich anderes zu tun, als sich erst lange Zeit mit einem völlig ungewohnten System auseinander zu setzen. Und denen helfen dann solche Kommentare nicht weiter.

4 Kommentare

  1. Hallo!
    Um ehrlich zu sein, war mir das so nach gar nicht bewusst! Ich dachte, dass eben der Support eingestellt wird und es keine neuen Updates geben wird.. Aber das man die Updates nach den Servicepacks nicht mehr installieren kann finde ich schon frech. Da hat man ja tatsächlich keine andere Wahl mehr, wenn man nicht gerade ein sauberes gespiegeltes System mit den neusten Updates hat.

  2. Und jetzt ist es soweit. Das Problem: ich hab noch ein altes Netbook, mit dem ich eigentlich nur surfe. Da ist derzeit Windows Xp drauf, und für 7 oder 8 hat das definitiv nicht die Ressourcen. Wenn XP aber jetzt anfällig wird wäre das ja schon gefährlich. Was kann als Alternative drauf? Ubuntu?

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.