Blog beschleunigt mit ein paar Handgriffen - Bild von Sabine Schulte auf Pixabay

Blog beschleunigt mit ein paar Handgriffen - Bild von Sabine Schulte auf Pixabay

Blog beschleunigt mit ein paar Handgriffen

Ich habe euch dieser Tage erzählt, dass ich vermute, dass hier ein paar Dinge kaputt sind. Nach einiger Fehlersuche habe ich nun den Blog beschleunigt gekriegt. Es war wie es so oft ist: Es sind manchmal Kleinigkeiten. Gut, hier war es schon etwas mehr. Aber Fakt ist, dass der Blog wieder rennt. Die Core Web Vitals bei PageSpeed Insights von Google wirken nach wie vor katastrophal. Aber andere Test-Anbieter geben mir einen „Daumen hoch“. Was ich da gemacht habe, werde ich euch einfach mal erzählen. Es klingt nicht spektakulär, aber mich hatte es schon überrascht.

Die Datenbank, Alter!

Da ich mir dieses seltsame Verhalten in der letzten Zeit nicht erklären konnte, habe ich einfach mal bei meinem Hoster ein Ticket eröffnet. Ja, die können auch nicht zaubern, aber vielleicht haben sie ein paar Ideen für mich. Zwei wichtige Hinweise gab mir der Support. Der wichtigste davon war: Problematisch ist hier, dass Ihre Datenbank über 2 Millionen Einträge hat und knapp 900 MB groß ist. Echt? So ein Monstrum schleppe ich mit mir rum? Dann ist das Holpern kein Wunder.

Die größten Tabellen der Datenbank von der Datengröße her ist meine „*_posts“-Tabelle und ein Monstrum namens „wpstg0_posts“. Was war denn bitte letzteres? Nachdem ich danach recherchiert habe, bin ich darauf gestoßen, was das hauptsächliche Problem war: Ich hatte mit einem Plugin namens „WP-Staging“ eine Art Testumgebung gebaut. Das Plugin baut dann auch die Datenbank in der Datenbank nach. Wie soll es denn sonst gehen.

Allerdings wurde ich mit „WP-Staging“ nicht warm. Ich habe es dann wieder deinstalliert, weil ich nicht wirklich Verwendung dafür hatte. Was ich nicht wusste: Die Tabellen, die das Plugin in der Datenbank zurecht schrabelt, bleiben erhalten. Die muss man manuell entfernen. Echt? Heutzutage ist es immernoch nicht möglich, bei der Deinstallation aufzuräumen? Also habe ich alle „wpstg0_“-Tabellen entfernt. Und schon hatte ich den Blog beschleunigt. Also etwas zumindest.

Allerdings habe ich noch gesehen, dass auch diverse andere Plugins ihre Hinterlassenschaften nicht bereinigt hatten. Die habe ich in dem Zusammenhang gleich mal mit entfernt. Und peu-a-peu habe ich dann den Blog beschleunigt. Immer etwas mehr. Leute, ich sag’s euch nur nochmal: Macht diesen ganzen Kram niemals, ohne vorher eure Datenbank zu sichern. Was, wenn ihr euch vertut? Dann wurde zwar euer Blog beschleunigt, aber wichtige Dinge können fehlen.

Wie haben denn andere ihren Blog beschleunigt?

Jetzt schaut man sich gern mal um, was andere so treiben. Und da ist mir eines völlig klar geworden: Du bist noch nicht am Ende mit deiner Optimierung. Also habe ich mal geschaut, wie sonst der Blog beschleunigt werden kann. Und da bin ich zunächst auf meine .htaccess gestoßen. Ich hab die mal auseinander genommen. Mir ist aufgefallen, dass die im Laufe der Zeit völlig durcheinander gekommen ist und zum Teil falsche Einträge enthielt.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich habe hin und her verglichen. Letzten Endes habe ich jetzt so eine .htaccess im Einsatz, die mit der vom Jochen vergleichbar ist. Das hat auch noch ein wenig Beschleunigung gebracht. Bei meinem Vorhaben war ich also auf einem guten Weg. Aber ich habe eben auch immer wieder irgendwas von Caching-Plugins erfahren. Ich dachte immer, dass das Blödsinn sei, da ich ja Caching in der .htaccess im Einsatz habe. Falsch, wie ich feststellen musste.

Auch der Support meines Hosters empfahl mir ein Caching-Plugin. Frei nach dem Motto: Alter, glaub’s mir, das wird geil! Und so habe ich nun WP Super Cache im Einsatz. Und ganz ehrlich: Damit habe ich meinen Blog beschleunigt bekommen. Kein teureres Webhosting, kein virtueller Server, kein Garnichts. Ich habe die Datenbank und die .htaccess aufgeräumt und Caching eingesetzt. Ich glaube, nun tut mein Blog wieder, was er soll, findet ihr nicht?

Jetzt muss ich am Ende nur noch sehen, was das Plugin „ActivityPub“ macht. Mit dem kann ich es wohl erreichen, dass man im Fediverse – also Mastodon und Co. – meinem Blog folgen kann. Mal gucken, ob das klappt. Aber das wiederum ist eine andere Geschichte und hat nichts damit zu tun, wie man einen Blog beschleunigt.

3 Kommentare zu „Blog beschleunigt mit ein paar Handgriffen“

  1. Ja, Henning, man sollte die Datenbank immer im Blick haben und optimieren. Das Caching-Plugin „WP Super Cache“ auch ist gut, aber mit Borlabs Cache habe ich bei meinem Blog noch bessere Ergebnisse bekommen.

    Lorenzo

  2. Ich habe ja Null Ahnung von Technik, darum fummle ich auch nicht an Dingen wie der Datenbank herum. Dass sich Optimierungen aber positiv auf die Geschwindigkeit einer Website auswirken können, haben mir unsere Entwickler in der Vergangenheit schon bewiesen. Insofern also Daumen hoch für deinen Artikel.

    Wir haben kürzlich den Hosting-Anbieter gewechselt und durch Nutzung einer leistungsfähigeren Maschine ganz erheblich an Geschwindigkeit gewonnen. Also auch das kann manchmal eine Option sein :-)

    Beste Grüße,
    Eddy

    1. Eddy, auch nicht als Entwickler kann ich es dir ebenfalls bestätigen. 😉

      Und dass sich ein Hosting-Anbieter Wechsel auch positiv auswirken kann, kann ich gleichfalls bestätigen. Seit meinem Wechsel von Strato zu All-Inkl bin ich hoch zufrieden.

      Lorenzo

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