Blog oder Social Media: Worüber Blogger diskutieren

Worüber tauschen sich Blogger neuerdings aus? Na klar, liegt ja nahe: Was nutzen sie lieber, den Blog oder Social Media? Case closed, oder? Ich meine, das ist nun mal ein Thema im Bloggerschnack im Bloghexe-Forum. Irgendwie bin ich da ja noch Teil davon. Ich müsste mich da echt mal wieder mehr engagieren. Vor allem, nachdem ich mir viel Social Media – oder was manche dafür halten – vom Hals geschafft habe. Aber gucken wir mal nach dem Thema.

Mama, die fragen da nach Blog oder Social Media!

Warte mal, ich soll von meiner Content-Strategie erzählen, weil „wir zwischen Blog, Instagram, TikTok, Pinterest und Co. jonglieren“. Das glaubt ihr? Na gut, dann mal meine Antworten, und es wird nicht allen gut gefallen:

  • Auf welchen Plattformen bist du aktiv und wie oft? – Ich habe mir LinkedIn, Twitter, Facebook und Instagram inkl. Threads vom Hals geschafft. Nebenbei läuft noch ein bisschen Fediverse und ab und zu ein bisschen Bluesky.
  • Wie entscheidest du, welcher Content wohin gehört? – Echt jetzt? Wo soll ein Blogger seine Inhalte veröffentlichen? Nehme ich den Blog oder Social Media? Natürlich nehme ich meinen Blog dafür.
  • Nutzt du Plattformen strategisch unterschiedlich oder sind sie alle Teil eines großen Ganzen? – Ich glaube nicht an das Große Ganze.

Erzähle von deinem Ansatz, deinen Erfolgen, vielleicht auch von gescheiterten Experimenten – und lass uns voneinander lernen, wie wir unsere Inhalte optimal auf verschiedenen Kanälen präsentieren können.

Mein Haus, mein Auto

Ich hab da ja grad noch das Zitat aus dem Aufruf von Sari reingeballert. Machen wir es kurz: Welcher Ansatz? Welche Erfolge? Ich komme da einfach nicht mit. Ich verfolge doch keinen Ansatz. Es geht mir nur darum, meine verschriftlichte Geschwätzigkeit zu bündeln, und das geht nun mal nur im eigenen Blog. Habe ich damit Erfolg? Was heißt das? Wie misst man Erfolg als Blogger? Die Frage Blog oder Social Media stellt sich für mich eigentlich nicht.

Ich habe viele Experimente gemacht. Oben in der Aufzählung habe ich Pinterest unterschlagen, was einfach nur ein schlechter Witz für einen Blog wie meinen ist. Aus all dem habe ich eines gelernt: Mein Blog ist meine Homebase im Internet. Das erzähle ich auch nicht zum ersten Mal. Alles andere – also Fediverse und Bluesky – ist alles nur Beiwerk. Wenn alles, was ihr Social Media nennt, abgeschaltet werden würde, würde es meinen Blog dennoch noch geben.

Demzufolge gibt es für mich das Thema Blog oder Social Media nicht, es würde immer der Blog gewinnen. Ob das optimal ist? Keine Ahnung. Spielt das denn eine Rolle? Ich weiß halt nur: So lang mein Hoster nicht einpackt und ich mich an die Gesetze halte, habe ich es komplett selbst in der Hand, was hier passiert. Das ist bei Social Media halt nicht so. Ich weiß nicht, warum sowas überhaupt debattiert wird.

Was erzählen denn andere dazu?

Die Angela föderiert mit dem Fediverse und brach damit aus dem Hamsterrad des Teilen-Müssens aus. Im Prinzip nicht anders, als ich das mache. Bei Anja ist es auch wie bei mir, wenig Strategie, dafür Chaos. Meinen Fediverse-Account sehe ich als Beiwerk, ich muss da nichts von meinem Blog teilen, kann das aber natürlich tun. Und sie sieht es ähnlich. Verena denkt an Übersättigung von Social Media, und ich kann das sehr gut nachvollziehen.

Für Lorenzo steht ganz klar auch der Blog im Mittelpunkt. Facebook läuft so lala, und ich habe eine Ahnung, wieso: It’s the algorithm. Martin arbeitet als Social Media Manager mit Facebook und braucht immer mal Digital Detox. Für ihn ist auch Mastodon nicht der heilige Gral, weshalb sein Blog wieder viel wichtiger geworden ist. Und so kannst du das vermutlich ewig fortsetzen.

Social Media ist schon lange nicht mehr „’s Jelbe von’s Ei“. Das war mal, und die Zeiten sind lange vorbei. Ob Blog oder Social Media, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe aber den Eindruck, dass sich die Frage für viele Blogger gar nicht stellt. Wenn das die Erkenntnis aus dem „Bloggerschnack“ ist, dann ist damit das Ziel erreicht. Und damit hat sich auch mein Unverständnis gelegt. Puh, und ich dachte schon, ich müsste wieder in dieses – dings – Facebook zurück.

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12 Gedanken zu „Blog oder Social Media: Worüber Blogger diskutieren“

  1. Hallo Hennig,
    was soll ich dazu sagen? Ich stehe Social Media seit einiger Zeit auch kritischer gegenüber. Und ja, meine Homebase im Internet ist mein Blog, nichts anderes. Kein Social Media, kein YouTube, kein Twitch, kein Podcast. Alles, was ich ab und zu nebenbei mache oder gemacht habe, ist nichts, was mir wichtiger ist als mein Blog . Naja, nicht ganz, meine Bücher haben noch einen leicht höheren Stellenwert, aber die sind ja nur teilweise digital, wenn man die E-Books mitzählt. Generell gilt: my Blog, my home, my castle.
    Liebe Grüße
    Daira

    Antworten
  2. @henning-uhle.eu Bloggen ohne „SM“? Geht auch. Nur brauch ich Leser einen Trigger; immer nachsehen möchte ich nicht. Es gibt Webseitenüberwacher.
    Und es gibt bei dir noch RSS!
    Wenn meine SM-App @pipilo nur auch RSS könnte: 💭

  3. @henning-uhle.eu 👍

  4. Es ist ja so, dass sehr viele gute Tipps da draußen lauten:

    „Mach dir eine Content-Strategie!“
    „Sei sichtbar auf den großen Plattformen!“
    „Mach dies, mach das, spring über jenes Stöckchen!“

    Als ob die gesamte Aufmerksamkeit nicht endlich wäre. Manchmal sehe ich ganz viele Pyramidensysteme in der Geschichte. Ich bin da raus, habe mich aber zum Glück auch nie so richtig reinziehen lassen.
    Liebe Grüße
    Angela

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  5. @henning-uhle.eu
    Ich nutze sowohl das klassische Bloggen wie auch Mastodon als Zugang für Social Media im Kontext des Fediverse. 😁

    Für mich ist das kein Widerspruch zueinander, denn jeweils beide Wege zur Kommunikation sind unter meiner Kontrolle, der Blog etwas mehr als meine Instanz von Mastodon. 😉

    #UhleBlog #blog #Bloggen #Community #Internet #Webseite #Fediverse #Kommunikation #Mastodon

    • Siehste, und da ist der Unterschied. Wenn du eine eigene Instanz betreibst, geht das immernoch. Dann ist es quasi kaum ein Unterschied, wo du was fallen lässt.
      Wenn du auf jemandes Instanz wohnst, stellt sich schon die Frage. Dann ist es so wie bei mir, dass du deine Aktivitäten bündelst. Und da entscheide ich mich für den Blog.

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