Wenn man Blogs verfolgen will, kann man das auf vielen Wegen machen. Einer, der technisch immer funktioniert, ist der Weg über RSS-Feeds. Ich schwöre ja auch meinen Feed, das wisst ihr ja. Dieser ist als Bestandteil dieses Blogs für mich wichtiger, als jedes Profil auf einer der vielen Plattformen. Ich mache es auf diesem Weg der Leserschaft einfach, diesem Blog zu folgen. Warum nur stolpere ich immer wieder über Blogs, denen ich per RSS nicht folgen kann? Warum machen die es einem so schwer? Ich verstehe das wirklich nicht.
Wenn du Blogs verfolgen willst…
Es gibt unfassbar viele Abhandlungen im Internet darüber, wie man Blogs verfolgen kann. Ich möchte nichts mehr darüber hören, dass niemand einen Blog lesen würde, wenn dieser nicht zu irgendeiner Social Media Plattform teilt. Social Media hat bei mir seit vielen Jahren keine, absolut keine Rolle gespielt. Bei mir hat man seit vielen Jahren meinen Blog etwa 35 mal häufiger über RSS als über Social Media verfolgt. Und soweit ich weiß, ist das auch bei anderen Blogs ungefähr so.
Ich habe meinen Lesern häufig erzählt, wie man meinen Blog per RSS verfolgt (Klicken nicht vergessen). Es gibt auch so endlos viele Anleitungen, wie man Blogs verfolgen kann. Kein Mensch muss dazu irgendwo angemeldet sein. Ihr könnt meinen Blog einfach in euer Mailprogramm reinwerfen und werdet informiert. Ich meine halt nur: Es ist ja alles keine Raketenwissenschaft. Und dann kommt ein für meinen Job wichtiger Blog um die Ecke und teilt mit:
Hey, wir haben jetzt eine neue Domain, kommt doch mal vorbei. Und dann guckst du und stellst fest: Hhm, da kommen sicher noch mehr Inhalte, also mal per RSS folgen. Das geht bei dieser Neuauflage des bewussten Blogs nicht, es ist kein RSS-Feed vorhanden. Ich habe es auf alle mir bekannte Weisen probiert, es gelang mir nicht, den Blog zu meinem Reader hinzuzufügen. Ich soll über LinkedIn folgen? Wieso, wenn ich da nicht mal mehr einen Account habe? Nun ja, dann halt nicht.
Warum machen es Blogger dem Publikum so schwer?
Ich will keine Push-Benachrichtigungen bei Blogs aktivieren, die mich einfach nur nerven. Und nicht immer ist ein Newsletter eine gute Idee, wenn vor allem Werbung darin enthalten ist. Ich mag auch nicht auf irgendein Social Media angewiesen sein, nur um Blogs verfolgen zu können. Warum machen Blogger das? Ich meine, ich mache den Bums mit meinem Blog seit 2009. Ich weiß also, dass du mit RSS als Blogger nicht mal einen feuchten Furz an Aufwand hast. Der ist einfach da.
Machen diese Blogger, die ich nun nicht mehr lesen werde, aus ihren Blogs ein Geschäft? Freunde, sowas hat doch nur in den allerseltensten Fällen überhaupt funktioniert. Nur so kann ich es mir erklären, warum man solchen Blogs nicht mehr auf eine der am weitesten verbreiteten Technologien im Internet folgen kann. Mir will das nicht in den Kopf, wieso man RSS abschaltet. So bleibt man halt auch für viele Nutzende von Dingen wie UberBlogr oder ReadGreatBlogs außen vor.
Mir hat ja mal ein anderer Blogger erzählt: „RSS ist ja vorsintflutlich, komm mal in der Neuzeit an und mach dir eine Facebook Fanpage“. Und ich lache bis heute darüber. So ungefähr muss das sein, wenn ein Fachblog sich ausschließlich auf LinkedIn konzentriert. Ich wünsche den beiden Machern dieses Blogs alles gute. Aber sie werden auf mich als Publikum verzichten müssen. Ich werde halt andere Blogs verfolgen.





Ist mir auch komplett unverständlich, und ich bin genauso nicht auf LinkedIn. Am Ende sage ich dann wie du: „Dann eben nicht!“ Es gibt mehr Blogs zu lesen als der Tag Zeit hat und wer es mir schwer macht, wird sehr wahrscheinlich nicht gelesen. Manche treten sich wohl gerne auf den eigenen Fuß.
Na, bloß gut, dass mit meiner Meinung da nicht allein bin. Ich meine, es ist ja wirklich einfach, Blogs per RSS zu folgen. Warum schaltet man das ab?
@henninguhle Ja, das gut alte RSS. Eventuell könnte so etwas wie https://fetchrss.com helfen? Habe selbst noch keine Erfahrungen damit, steht aber auf meiner Someday/Maybe Liste…
RSS Generator – FetchRSS
Hallo Hennig,
ich finde den Gedanken, den RSS-Feed aus „betrieblichen“ Gründen abzuschalten, zu kurz gedacht. Denn richtig genutzt ist es ein Weg „Werbung“ für den eigenen Blog und damit das eigene Geschäft zu machen. Ich bin Autorin und will meine Romane verkaufen. Ja, das ist Geschäft, aber dazu müssen mich viele Menschen kennen und meine Bücher, meine Gedankengänge, die Teil der Romane sind, verstehen.
Ich habe für den RSS-Feed (ja, den gibt es bei mir) einen anderen Weg gewählt: Ich teasere die Beiträge dort an. Aber genau wie bei Social Media gibt es den „Hot Stuff“ nur bei mir auf dem Blog.
Worauf möchte ich hinaus? Ich denke, dass man RSS sehr gut in einen geschäftlichen Blog einbinden kann.
Dass man rein vom Bloggen ein Geschäft aufbauen kann, ja, da bin ich bei Dir. Das reine Bloggen benötigt einfach Aufrufzahlen, die ich für utopisch halte. Aber gerade bei Bloggern, die echte Produkte anbieten, ist es etwas, das sehr gut funktionieren kann, wenn man es richtig macht. Aber einen Blog als Produkt vermarkten, da bin ich mindestens skeptisch.
Liebe Grüße
Daira
Und genau deshalb ist es doch noch viel sinnloser, RSS einfach nicht mehr anzubieten. Es gibt tausende Möglichkeiten, RSS in die Strategie mit einzubinden. Das Internet würde vermutlich nicht mehr wirklich ohne RSS funktionieren. Von daher gräbt man sich doch selbst das Wasser ab.
Eigenartig. Du schreibst Pro-RSS, meinst „Ich habe für den RSS-Feed (ja, den gibt es bei mir) einen anderen Weg gewählt: …“, nur ich finde keinen RSS.
Ich habe mir eine beliebigen Blogbeitrag rausgesucht und kann nichts finden. Was mache ich falsch?
Wenn man einem Blog per RSS folgen soll / will, so gehört der Link nmM auf die Startseite.
Das stimmt schon, dass ein RSS-Button überall zu sehen sein soll, wenn man auf RSS setzt. Aber technisch gesehen, funktioniert bei Dara RSS. Ich habe die Domain mal in meinen Feed Reader geworfen, und der hat mir die RSS-Feeds von ihr angezeigt. Es wäre dann dieser Link: https://einfachmalselbstgedacht.com/feed
Ich weiß schon, was du meinst, aber es ist nicht so, dass ihr RSS nicht funktionieren würde.
Keine Sorge, Henning, bei mir musst du dir darüber wirklich keine Gedanken machen. 😉 Mein RSS-Feed bleibt selbstverständlich aktiv, denn ich möchte schließlich mitbekommen, was du schreibst.
Genau das ist für mich einer der großen Vorteile von RSS: Ich muss nicht darauf hoffen, dass ein Algorithmus entscheidet, ob mir dein neuer Beitrag angezeigt wird. Ich bestimme selbst, welche Blogs ich lesen möchte. 😊
Also: Schreib du ruhig weiter – ich bleibe dir als RSS-Leser erhalten. 😁
Liebe Grüße
Lorenzo
Ja, exakt das ist mein Reden. Den bewussten Blog, den ich aus Gründen nicht nennen werde, habe ich über Jahre per RSS verfolgt. Nun mit neuer Domain soll das nicht mehr gehen? Das ist doch mehr als merkwürdig.
Danke fürs Verfolgen via RSS.
Tja nun, wenn Mensch nur mit Anmeldung gelesen werden möchte, dann eben nicht😂 Das verstehe, wer will, ich tu’s nicht
Siehst du, und genau das ist meine Konsequenz: Dann halt nicht.
Puh, ja – gerade neulich erst bin ich auf einen wirklich gut geschriebenen Blog gestoßen, RSS ging nicht – und schwupps, weiß ich jetzt schon gar nicht mehr, was für ein Blog das war. Schade Marmelade.
In die gleiche Kategorie fallen Blogs, auf denen man sich zum Kommentieren erst einen Account erstellen soll. Waruuuuum…?!
Es gibt Menschen, die das für einen guten Spamschutz halten, aber die Kommentare nicht abschalten wollen. Und noch häufiger gibt es solche Unternehmen und Journalisten. Es macht wenig Mühe und Zeitaufwand. Wenn sie dann feststellen, dass man die komplette Anmeldung automatisieren kann, stellen sie meistens die Kommentare ganz ab. Oder, wenn sie feststellen, dass völlig unerwünschte Trolle sich überhaupt nicht von so einer Gängelung beeindrucken lassen und auch genau wissen, wie man sich schnell eine Wegwerfmailadresse macht. Das macht dann noch weniger Mühe und Zeitaufwand.
Für mich gehört das relativ hürdenlose Besenfen zum Bloggen dazu.
Hürdenlos würdelos. Gnihihi… Es ist allerdings wenig einladend, wenn ich mich da erst anmelden muss. Möglichst ausschließlich mit „Social Login“, der so sicher ist wie ein angerissenes Bungee-Seil.
Joar, wie auch immer man auf so eine Idee kommt. Da müssen am Ende richtige Strategen am Werk gewesen sein.