Einfach schreiben – Worüber denn eigentlich?

Kann man denn nicht mal einfach schreiben? Muss denn alles irgendeinen Sinn haben? Oder muss man damit immer irgendwas bezwecken wollen? Oder wie ist das? Ich habe festgestellt, dass man als Blogger auch einfach mal drauflos schreiben kann. Was kostet die Welt? Man muss nicht immer irgendwas damit im Schilde führen wollen. Aber wie meine ich das?

Wie soll ich denn einfach schreiben können?

Es gibt Leute, die etwas mitteilen wollen. Die hocken dann vor dem Blog mit einem leeren Editor und denken sich: Wo zum Henker kommt jetzt die Idee für einen Artikel her? Wenn wir ehrlich sind: „Sammle Artikelideen und arbeite die weiter aus, wenn du mal kein Thema hast“ funktioniert doch nicht wirklich. Ich habe zwar meine Ideen oder gar nur Ideen-Fetzen und bastle daran herum. Aber dann kommt doch immer alles anders.

„Einfach schreiben“ heißt nämlich auch, dass man im Kopf den Stöpsel zieht und mal alles, was sich angesammelt hat, herauslässt. Das muss kein großartiges Manifest zu irgendwas sein, erst recht kein zurecht gedrechseltes Machwerk, was die Roboter der Suchmaschinen ganz knorke finden. Und schon, wenn man über solche Dinge nachdenkt, denkt man sich: Einfach schreiben ist vielleicht gar nicht so einfach.

Schreib nur, wenn du was zu sagen hast

Es war noch nie so die großartige Idee, nur des Befüllens wegen Blogartikel zu kloppen. Ja, Sie werden jetzt vielleicht sagen: „Der hat gut Reden bei den vielen Artikeln“ – Das habe ich auch. Aber ich denke auch, dass ich in jedem Artikel etwas zu sagen habe. Und das ist schon einmal der wichtigste aller Punkte, wenn es darum geht, einen Blogartikel zu verfassen.

Nichts ist schlimmer, als wenn die Leser merken, dass man den Artikel nur des Bloggens wegen mal eben zusammengeschustert hat. Bei manchen Technik-Bloggern fiel mir so etwas immer auf, weshalb mein Blog nie als so ein Blog durchgehen sollte. Aber dennoch bin auch ich nicht davor gefeit, völlig mechanisch irgendwas inhaltsleeres zusammen zu murksen.

Dabei ist es aber auch so, dass ich längst nicht über alles etwas schreiben muss, was die Welt so ausspuckt. Und erst recht muss ich mich nicht über alles aufregen. Täte ich das wie so mancher „Teilnehmer“, ich wäre mit Sicherheit schon tot. Ich habe zwar viel zu erzählen, aber längst nicht zu allem, was auf der Welt passiert, eine Meinung. Das sollte auch sonst jeder so handhaben, oder?

Raus mit der Sprache: Wo gibt es denn Themen?

Ich könnte es jetzt so halten wie so mancher Technik-Blogger, den ich im Laufe der Zeit erlebt habe: Irgendeine Fachmesse, wo sie nicht zugegen sind, wird zum Anlass genommen, um jeden Magenwind irgendeines Herstellers herzunehmen, um Artikel um Artikel zu dreschen. Da wird nicht gebloggt, da werden nur noch Wortwüsten in die Gegend gekübelt.

Aber wenn man nun hergeht und konkret nach Themen für Blogartikel suchen möchte, gibt es genügend Dinge, die jeder hernehmen kann: Das Wetter, alltägliche Dinge, die Stimmung, eben erlebtes und so weiter. Wie, das ist langweilig? Glaub ich nicht. Gerade so Alltagsdinge sind immer wieder gut angenommene Themen.

Ach, und zusätzlich dazu gibt es all diese Ratgeber, die drölfzigtausend Blog-Ideen versprechen und sich dann doch immer wieder gleichen. Das ist ermüdend. Dann lieber das Wetter. Oder man guckt sich mal alte Blogartikel an und fragt nach, was daraus geworden ist. Insofern: Einfach schreiben ist tatsächlich so gemeint, dass man einfach schreiben kann. Warum denn auch nicht?

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2 Kommentare

  1. Fürs einfach mal schreiben haben wir doch unsere Blogs. Es ist unsere Spielwiese, und wem nicht passt, was wir da schreiben, der muss es ja nicht lesen. Also schreiben wir doch einfach, was uns bewegt, was wir erlebt haben oder auch, was wir für uns selbst festhalten wollen.
    Das ist das, was ich als Journalistin an meinem privaten Blog so mag: Ich brauche keinen Aufhänger, bin nicht an regionale Vorgaben gebunden oder an einen bestimmten Stil – bloß nicht in Ichform schreiben. Mein Blog, meine Freiheit.

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