Email-Listen: Was du brauchst und was nicht

Email-Listen: Was du brauchst und was nicht

Email-Listen: Was du brauchst und was nicht

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Brauchen Webseiten heutzutage noch Email-Listen? Ich bin mir nicht sicher. Das sind ja die Dinger, die in Newslettern resultieren. Ist das denn noch zeitgemäß? Mit solchen Fragen wird man immer wieder konfrontiert, wenn man einen Blog betreibt. Auch mir ist das einige Male so gegangen. Deshalb gibt es ja seit einiger Zeit wieder einen wöchentlichen Newsletter. Für den könnt ihr euch hier registrieren. Aber ich frage nochmal: Sind denn Email-Listen überhaupt noch zeitgemäß?

Newsletter sind ja sowas von letzter Saison

Ich habe einen wöchentlichen Newsletter beim Dienstleister MailChimp eingerichtet. Auslöser war der Walter Epp letztes Jahr. Der meinte doch ernsthaft, dass ich unbedingt Email-Listen brauchen würde. Also eine auf alle Fälle. Also habe ich da wieder etwas gebaut. Ich dachte mir aber: Moment mal, heutzutage muss du ja mehr bieten also nur eine schnöde Artikelliste für den jeweiligen Zeitraum. Da muss schon mehr kommen. Und so mache ich dann sowas als Newsletter. Mit diesem Resultat:

Email-Listen können auch wachsen
Email-Listen können auch wachsen

Ich habe mit 6 Abonnenten angefangen. Ein reichliches halbes Jahr später sind es 28. Dazu kommen 5 Abmeldungen. Damit gehört mein Newsletter zu den kleinen Email-Listen. Weil es wohl immer wieder heißt, dass Newsletter nicht mehr zeitgemäß sind. Denn es gibt ja die sozialen Netzwerke. Was ich darüber denke, wisst ihr ja. Aber dann komme ich noch mit dem RSS-Feed. Der ist so richtig erfolgreich und steckt nach wie vor all die Facebooks und Twitters locker in die Tasche.

Email-Listen können Spaß machen

Ich will ja nichts verkaufen. Das war nie mein Ansinnen. Ich wollte immer nur diejenigen über meine Artikel informieren, die nichts mit sozialen Netzwerken anfangen können. Und so habe ich mich eine ganze Weile mit Email-Listen beschäftigt. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass man da dem möglichen Abonnenten tatsächlich mehr bieten muss als eine Liste der eigenen Artikel. Das hat ja nichts mit Mehrwert zu tun. Und damit bekommt man auch keine Abonnenten.

Wie ihr an dem oben eingebauten Link sehen könnt, biete ich mehr. Ich erzähle eine kleine Anekdote, liste auf, was ich so in den letzten Tagen an Artikeln gelesen habe, und schreibe Leseempfehlungen für ganze Blogs auf. Und erst dann kommen meine Artikel. Aber das habt ihr ja oben an dem verlinkten Newsletter-Beispiel schon gesehen, nicht wahr? Aber kann so etwas erfolgreich sein? Ich wedle ja nicht mit irgendwelchen Gratis-Überlebenstipps oder sowas.

Ich sage da immer, dass sich Erfolg bei so etwas immer anders definiert. Ja, 28 Abonnenten sind jetzt nicht so der Knaller. Aber die sorgen für ziemlichen Alarm im Blog. MailChimp greift beim Erstellen meines Newsletters den RSS-Feed ab. Und jedes Mal, wenn es Freitagnachmittag ist und meine Email rausgeht, explodieren die Zugriffe auf den Feed. Das geht dann bis Montag oder Dienstag so. Das ist immer wieder erstaunlich.

Man macht ja auch mit Email-Listen rum, um mit den Lesern in Kontakt zu bleiben. Ich bekomme hier und da auch mal eine Rückmeldung. Und zwar dann feinsinniger als über die sozialen Netzwerke. Und das macht dann schon ziemlichen Spaß. Und das treibt mich dann schon dazu, das immer so weiter zu machen. Es sei denn, irgendwann ist das Thema mit den Newslettern wirklich durch. Aber danach sieht es momentan nicht aus.

Was brauchst du? Und was nicht?

Wenn du mit Email-Listen arbeiten willst, um dein Netzwerk um deinen Blog herum zu stärken oder zu pflegen, dann brauchst du Durchhaltevermögen. Die vielen Monate bescherten mir nicht mal 30 Abonnenten. Gut, ich bewerbe meinen Newsletter jetzt auch nicht großartig. Aber die reine Anzahl enttäuscht. Aber diese Abonnenten scheinen die interessierteren Leser zu sein. Sonst würden die RSS-Zahlen zum Zeitpunkt nicht immer wieder so eskalieren.

Du brauchst wahrscheinlich auch Geschick, weil man mehr anbieten muss als “Hier, klatsch, meine Artikel. Friss oder stirb”. Ob das bei mir alles so richtig ist? Man weiß es nicht. Und du brauchst das Gespür dafür, nicht auf alle möglichen Ratgeber einzugehen, die es zu Email-Listen gibt. Die meisten erzählen einem, dass man Email-Listen braucht, um darüber irgendwelche Dinge zu verkloppen. Sorry, aber das ist überhaupt nicht mein Ding.

Was du nicht brauchst, sind also unsinnige Ratgeber und der Drang, Geld mit Emails zu verdienen. Das mag bei irgendwelchen Werbe-Leuten funktionieren. Aber wer nur einen Blog schreibt, um sich auszutauschen, braucht keine Gedanken daran zu verschwenden, mit Emails reich zu werden. Nutzt eure Email-Listen dafür, mit euren Lesern in Kontakt zu bleiben oder zu treten. Wenn man sie nicht zu sehr nervt, werden sie es auch danken. Zumindest ist das mein Eindruck. Und deiner?

Email-Listen: Was du brauchst und was nicht
Email-Listen: Was du brauchst und was nicht

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