Es ist nur das Internet, nicht weiter. Nehmen wir doch alles nicht so streng, Leute. Nichts hat Relevanz, das muss uns endlich klar werden. Oder glaubt wirklich allen ernstes jemand mit einem Fitzelchen Gehirn, dass irgendwas so derart weltbewegend ist, was man ins Netz schmiert, dass noch Generationen nach uns davon erzählen werden? Haben wir wirklich das Zeug zum nächsten Einstein, Newton oder sonstwen? Oder popelt es sich nur ganz gut, weil jeder popelt und es deshalb niemandem mehr auffällt?
Im Internet ist nichts von Dauer
Jaja, ich höre schon wieder die erhobenen Zeigefinger: „Wir Blogger“ – Ja, diese ominösen Blogdingsvollschreiber… Also, wir Blogger schreiben ja immer Texte, die noch lange nach der Veröffentlichung erreichbar und lesbar sind. Das ist bei Social Media Posts nicht der Fall. So wird es zumindest suggeriert. Aber hat sich mal jemand die Frage gestellt, ob denn irgendwer tatsächlich irgendeinen Uralt-Artikel aus irgendeinem random Blog lesen will? Das ist bei – sagen wir – einem Buch anders.
Nee, Freunde, im Internet ist in der Tat nichts von Dauer. Da hat der Dennis schon vollkommen Recht. Und so sollten „wir Blogger“ uns halt auch nicht so wichtig nehmen. Ich weiß schon, dass ich da jetzt einen extrem großen und stinkenden Haufen in die Bloggerszene setze. Es ist aber halt so, dass Dennis mit dem Artikel Recht hat. Blogs dürfen sich gern wieder mehr wie ein „cozy place“ anfühlen. Ich will mit einer Jogginghose rumlümmeln und nicht im fein geschniegelten Zwirn.
Ich fühle mich eigentlich wohl in meiner Irrelevanz. Na klar, den Puristen kommt das gar nicht so vor. Denn ich Teufel mache mit Zählpixeln und Matomo rum. Ach, und bei mir im Blog könnt ihr kommentieren. Und ich sehe das mit Emails immernoch anders und will die nicht zum Kommentieren missbrauchen. Ach ja, und die Statistiken will ich mir einfach so anzeigen lassen, weil ich keine Lust und keine Zeit auf Serverlogs habe. Deshalb bin ich halt kein Hobbyblogger? Dann halt nicht, von mir aus.
Ich mache einfach mein Ding weiter
Nennt das, was ich hier seit April 2009 treibe, doch einfach, wie ihr wollt. Ich nenne es Bloggen. Ich schreibe Ding ins Internet, die mich beschäftigen. Mal interessiert das jemanden, meistens jedoch nicht. Hat mich das in irgendeiner Form seit 16 Jahren beeinflusst? Nope. Was gab es nicht immer Verbesserungsvorschläge! Du meine Güte! Aber es ist nun einmal so: Das hier ist mein Laden. Ich mache hier, was ich will, so lang ich mich an die Gesetze halte.
Ich habe noch nie so wirklich viel von den erhobenen Zeigefingern gehalten, die dir erklären wollen, dass nur sie Recht haben. Und selbst wenn sie nur gedacht haben, sie würden mich zu einem „besseren Bloggen“ bringen, was immer das heißen mag: Ich bin halt immernoch nicht relevant genug, als dass das irgendjemanden interessieren würde. Das wird auch so bleiben, und damit bin ich fein. Auch Norbert geht diese Schwafelei auf den Senkel.
Ach ja, ich hab dieser Tage doch meinen RSS-Feed auf „vollständig“ umgestellt. Irgendwie kam es da zu einer wilden Diskussion zu dem Thema insgesamt. So sehr, dass jetzt mal wieder riesige Pamphlete geschrieben werden, was RSS alles ist. Interessiert das jemanden außerhalb der Bloggerblase? Ich glaube nicht. Dann kann es ja auch scheißegal sein, wie ich das Alles hier handhabe. Denn das hier bleibt nun mal meine Homebase im Internet mit meinen Regeln.
Ja, ich bin ein Hobbyblogger ohne jegliche Relevanz. Aber deshalb bin ich trotzdem neugierig, wie was bei euch ankommt. Und weil ich ein Statistik-Tool einsetze, soll ich kein Hobbyblogger sein? Warum, o Internet? Nein, es ändert sich nichts auf der Welt, nur weil ich weiß, welche Artikel mobil besser ankommen oder über das Fediverse aufgerufen werden. Aber ich gestatte mir diese Neugier zu wissen, was hier gut ankommt. Das halte ich dann so wie Robert. Und nun ist es aber auch genug.






@schnedan iCh BiN kEiN jEfF bEzOs 😂
@henning-uhle.eu Ich nutze WP sehr gerne, habe zudem Matomo, habe Kommentare auf dem Blog und KI-Titelbilder (shocking). Und, warum das alles? Weil ich es kann.
Und wenn andere das als "gew*chse" bezeichnen, ist das maximal uninteressant.
Remote-Antwort
Ursprüngliche Kommentar-URL
Dein Profil
Warum muss ich mein Profil eingeben?
Diese Website ist Teil des ⁂ Open Social Web, einem Netzwerk miteinander verbundener sozialer Plattformen (wie beispielsweise Mastodon, Pixelfed, Friendica und andere). Im Gegensatz zu zentralisierten sozialen Medien befindet sich dein Profil auf einer Plattform deiner Wahl, und du kannst mit Menschen auf verschiedenen Plattformen interagieren.
Wenn du dein Profil eingibst, können wir an dein Profil senden, wo du diese Aktion abschließen kannst.
Joar, so sehe ich das auch. Mein Blog, meine Homebase, mein Bier. Ich mag die ganzen erhobenen Zeigefinger so überhaupt gar nicht. Ich weiß nicht, was diese Menschen damit kompensieren wollen.
Hallo Hennig,
ich gehe davon aus, dass du dich auch auf meinen Beitrag zum Thema „Statistik-Tools” beziehst. Dazu möchte ich kurz Stellung nehmen. Steht irgendwo in meinem Beitrag, dass jemand, der ein Statistik-Tool einsetzt, kein Hobbyblogger ist? Ich habe lediglich formuliert, dass man keines braucht. Am Ende meines Beitrags habe ich aber extra abgesetzt geschrieben, dass es sich nur um meine persönliche Meinung handelt.
Es liegt mir fern, in irgendeiner Form zu missionieren oder jemandem etwas abzusprechen. Das würde ich mir niemals rausnehmen. Ich greife Themen auf und schreibe meine Meinung dazu, nicht mehr und nicht weniger. Das gilt übrigens für alle meine Beiträge. Und wenn das nicht mehr möglich ist, weil man bei Themen wie Bloggen und WordPress schon fast automatisch in ein Wespennest sticht, dann ist das für mich irgendwie nicht gerade der Inbegriff von „cozy“.
Gruß
Andreas
Hallo Andreas,
nein, das hatte nur am Rande überhaupt irgendwas mit deinem Blogartikel zu tun. Das Problem ist im Allgemeinen, dass zu viel erzählt wird in die Richtung „Statistiken einsammeln macht nur die SEO-Mafia“. Ich überspitze hier bewusst. Natürlich ist das deine Meinung, warum sollst du sie nicht äußern?
Mach dir mal keinen Kopf. Selbst, wenn man anderer Meinung ist, kann man trotzdem machen, was man will, so lang man sich an Gesetze hält. Weißt du, wie oft ich mir vorkomme, als hätte ich grad Omas bestes Kaffeeservice runtergeschmissen, weil ich mir rausnehme, irgendeine Meinung zu haben, was das Bloggen betrifft? Mir ging es am Ende nur darum, dass das hier mein Laden ist und ich mache, was ich für richtig ansehe. Das ist der Laden, in dem ich mit Jogginghose rumlümmle. Nichts anderes war gemeint.