Musik beim Bloggen: Eine gute Idee?

Ein Informatiker, der nebenher ein wenig Musik macht und außerdem bloggt, erzählt euch was zu Musik beim Bloggen. Eine ganz großartige Idee. Dabei war das nicht mal meine Idee, sondern die vom Martin. Da ich sowohl zum Musikhören und -machen, als auch zum Bloggen etwas beitragen kann, habe ich mir gedacht, ich schreibe hier auch mal was dazu. Jaja, der Uhle wieder, als ob es nichts wichtigeres gibt. Doch, gibt es, aber das ist auch ein schönes Thema.

Muss man denn Musik beim Bloggen hören?

Also es betrifft ja nicht nur das Bloggen, sondern quasi alle möglichen Arbeiten, die wir Schreibtischtäter so am Computer vollführen. Ich habe euch ja mal erzählt, was ich so mache. Naja, und weil das halt seit der Pandemie durchaus im Büro zuhause eintönig werden könnte, wie sich das mancher halt so vorstellt, muss hier Musik laufen. Oder? ODER? Also gerade läuft hier so überhaupt gar nichts. Die Regentropfen ballern aufs Alu-Fensterbrett. Das war’s.

Und so ist das eben auch mit der Musik beim Bloggen. Gerade läuft hier nichts. Das heißt aber nicht, dass ich nie irgendwas laufen habe. Ich habe eine kleine Schallplatten- und CD-Sammlung und lasse da gern was dudeln. Nichts aufregendes. Das würde beim Arbeiten und beim Bloggen eh nur stören. Aber ab und zu könnte ich da schon mal eine Ladung Jean Michel Jarre oder Vangelis oder so vertragen. Je nachdem, wie es passt.

Da ich beim Bloggen ja eigentlich nur meine Gedanken raushaue, wie sie mir eben gerade einfallen, ist es halt so, dass ich nur selten Musik beim Bloggen laufen lasse. Vor allem dann aber nicht über Kopfhörer. Denn DAS hat nichts mit „mal eben was dudeln lassen“ zu tun. Ich wäre viel zu sehr abgelenkt. Und dann kommt es eben doch nur dazu, dass man irgendwie wie doof in diesem so genannten Internet und auf diesen Plattformen rumguckt, statt etwas zu tun.

Wir sind alle übersättigt

Wenn ich mich abends nochmal an meinen Schreibtisch setze, an dem ich den ganzen Tag gearbeitet hatte und an dem ich blogge und Musik mache, will ich eigentlich nur mit meiner Musik rumfummeln ODER irgendwelchen Quatsch auf YouTube gucken ODER noch was bloggen. Ich kann es dabei überhaupt nicht ab, Musik beim Bloggen laufen zu haben. Denn nach einem vollen Arbeitstag mit all den Katastrophen in der IT und all den Nachrichten, die man so mitbekommt, bin ich übersättigt.

Und wenn ihr ehrlich seid, geht euch das auch ungefähr so. Niemand wird sich da mit mehreren Dingen gleichzeitig beschäftigen können. Sprich: Es gibt dann bei mir nur ein „entweder, oder“. Wenn ich aufnahmefähiger bin, kann gern was laufen. Dann ist man auch dazu in der Lage, Musik beim Bloggen genießen zu können. Aber so würde mich das einfach nur ablenken. Und dann würde ich nichts zustande bekommen.

Was für ein Bild!

Ja, so hat das mit meinem Home Office angefangen. Ich war etwa ein halbes Jahr nach meinem Rückzug ins Refugium zuhause, als das Foto entstand. Inzwischen sieht mein Arbeitsplatz hier in meinem Büro ganz anders aus. Ich muss nur mal die ganzen Dinge neu aufstellen, die Kabel nochmal neu verlegen und überhaupt mal aufräumen. Dann kann ich den Arbeitsplatz auch mal wieder zeigen. Aber das Bild oben ist ziemlich exakt 5 Jahre alt.

Auch damals war das so, dass ich entweder gebloggt oder Musik gehört habe. Da war auch meine tägliche Arbeit eine völlig andere als heutzutage. Jetzt ist es ja so, dass man da so seine Routine hat. Und es hat sich halt eingebürgert, dass ich Musik nicht so sehr parallel zu herausfordernden Tätigkeiten laufenlassen kann. Aber ich komme ganz gut damit zurecht. Und manche Musik hat es auch nicht verdient, einfach so im Hintergrund zu dudeln. Die will man bewusst erleben.

Einfach mal weitersagen

5 Gedanken zu „Musik beim Bloggen: Eine gute Idee?“

  1. Ich höre tatsächtlich viel Musik, sowohl beim Arbeiten als auch beim Bloggen. Das hilft mir tatsächlich dabei, mich auf Dinge zu konzentrieren. Warum auch immer, aber es klappt prima.

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  2. Immer wieder schön zu sehen, wie unterschiedlich Menschen sind. Ich höre immer Musik, es ist das erste was ich einschalte wenn ich aufstehe, nach Hause komme.. Kopfhörer stöpsle ich ein, sobald ich aus dem Haus gehe. Ein Leben ohne könnte ich mir nicht vorstellen. Und ja, natürlich auch beim Schreiben. Da zwar eher so ruhigere elektronische Sets wie die von El Búho, aber still könnte ich nichts.

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    • Nein, so war das ja auch nicht gemeint. Aber wenn ich mich auf bestimmte Sachverhalte echt konzentrieren muss, würde mich Musik ablenken.

      Ich höre z.B. gerade das Piano-Album von Armin van Buuren und versuche, die Akkordfolgen zu erraten. Verstehst du, dass das einfach nicht geht, wenn ich irgendwas analysieren oder bloggen müsste?

      Aber sonst – jahaha, was wäre mein Leben ohne Musik?

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      • Schon klar, dass das so nicht gemeint war. Und natürlich verstehe ich, dass es für dich einfach nicht funktioniert, wenn du dich auf Dinge konzentrierst. Meinte ich ja mit, wie unterschiedlich Menschen sein können. Wenn ich mich auf etwas konzentriere würde mir trotzdem als erstes die Stille auffallen, ich ticke da aber auch sehr anders als andere Menschen, was mir durchaus bewusst ist. Während ich das schreibe läuft Mailand von Pascow, die ich alle paar Jahre immer wieder neu für mich entdecke. Lyrische Meisterwerke und oft Rätsel, die sich erst nach 10 mal hören komplett entschlüsseln. Ich mag Musik, die etwas in mir hinterlässt, oder wie mein absoluter Lieblingskünstler Ren sagen würde It’s not plastic industry music, it’s my life. Glaub, ich könnte mich noch Stunden mit dir über Musik austauschen Henning, aber ich hab dich in letzter Zeit für mein Gefühl zu oft unter deinen Beiträgen vollgelabert, daher von Herzen sorry, weil ich weiß, wie es mit Kommentaren unter Post aussieht und wozu diese einen bringen können. Hab das neulich in meinem Beitrag mit der Stille ja beschrieben. Peace.

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