MyOOSDumper: Backup-Lösung für MySQL ist zurück

Was habe ich mich vor ungefähr einem halben Jahr geärgert, als ich erkennen musste, dass der MyOOSDumper nicht mehr so wirklich funktioniert. Denn ganz ehrlich: Diese Backup-Lösung für alle möglichen MySQL-Datenbanken war mir das Liebste in Sachen Sicherung für meinen Blog. Jetzt aber gibt es gute Neuigkeiten. Der Dumper ist zurück.

Was ist jetzt der MyOOSDumper

Ich habe lange Zeit auf den MySQLDumper gesetzt. Ich hatte dann sogar einen Automatismus gebaut, um mit dem Tool meine Datenbank automatisch zu sichern. Leider wurde das Tool nicht mehr weiterentwickelt. Und aufgrund der Tatsache, dass das Ganze auf Basis von PHP arbeitet und die Programmiersprache sich weiterentwickelt hatte, funktionierte das Tool nicht mehr.

Irgendwann kam der Dumper als Teil des Shop-Systems „MyOOS“ wieder zurück. Die Freude war groß. Denn nun konnte ich wieder meinen Blog sichern, ohne auf zusätzliche Plugins zurückgreifen zu müssen. Denn es ist doch widersinnig, dass man in WordPress ein Plugin einbauen muss, um ein Backup für WordPress durchführen zu können.

Es wird halt nicht alles in ein Backup gepackt, sondern die Datenbank. Das reicht ja, denn die Webhoster machen ja ein automatisches Backup des Datenbestands. Da man das Backup in den Datenbestand machen kann, wird dann quasi alles weggesichert. Und das war der große Vorteil des Dumpers.

Was nicht so schön ist, seit der MyOOSDumper Teil des Shop-Systems ist, ist eine Sache: Soweit mir bekannt ist, kann man den Dumper nicht als einzelnes Paket herunterladen. Man muss sich das komplette Paket des Shop-Systems herunterladen und dort das Verzeichnis „msd“ herausfummeln. Das ist aber der einzige Wermutstropfen.

Release Release Release!

Durch Zufall bin ich auf den Eintrag von „r23“ im Forum von MyOOS gestoßen. Vorher erhielt ich die Information, dass der MyOOSDumper ja doch funktionieren sollte, da andere kein Problem mit ihm hätten. Ich testete gar eine Version von Dezember 2018 und konnte auch keine Probleme feststellen. Wenn ich also die Version 4.2.0 geholt hätte, wäre alles gut gewesen. Das Changelog damals lautete:

MyOOS [Dumper] Version 4.2.0

 Folgende Dinge wurden geändert:
 - Funktion 'ereg' ist veraltet, wir verwenden 'preg_match'
 - Funktion 'split' ist veraltet, wir verweden 'explode' oder 'preg_split' 
 - Funktion 'mysql_list_tables' is veraltet
 - PHP mysql Erweiterung ist seit PHP 5.5.0 veraltet und wurde in PHP 7.0.0 entfernt. Wir verwenden mysqli

Also die ganze Nummer mit „Deprecated“ – also „veraltet“ – hätte umgangen werden können, wenn ich mal geschaut hätte. Nun ist seit 06.05.2019 die MyOOSDumper-Version 4.2.1 verfügbar. Und in deren Changelog heißt es:

MyOOS [Dumper] Version 4.2.1

 Funktion 'while… each' ist veraltet,
 // while(list($i, $value) = each($array)) { // Try this next
 wir verwenden 'foreach'
 foreach($array as $i => $value) {

Herunterladen können wir uns das Ganze über das GitHub-Profil von „r23“ – also Phönix. Erste Backup-Tests haben bei mir ergeben, dass der Dumper wieder das tut, wofür er da ist. Was ich noch nicht ganz hinbekommen habe, ist ein automatisches Backup der Datenbank wie hier. Allerdings hatte ich noch nicht die Zeit dafür.

Pläne zur Datensicherung

Na klar, ich habe die Plugin-Lösung UpdraftPlus im Einsatz. Die macht auch eigentlich, was sie soll. Das große Problem ist aber, dass die kompletten Daten gesichert werden, also inklusive UpdraftPlus. Dabei kann schnell etwas schiefgehen. Und was dann? Besser ist es, eine Lösung zu nutzen, die nicht direkt im Blog hängt. Wie der MyOOSDumper halt.

Ich habe mir gedacht, wenn der sich jetzt dauerhaft bewährt und ich die Zeit finden sollte, ein automatisiertes Backup „wie früher“ einzurichten, dann verzichte ich auf solche umfangreichen Lösungen. Dann habe ich Datenbestand und Datenbank-Backup zusammen. Und das muss ich nur sinnvoll regelmäßig vom Server weg synchronisieren können. Dazu fällt mir aber auch etwas ein.

Sie sehen also, dass es für mich viel zu tun gibt, seit der MyOOSDumper wieder funktioniert. An dieser Stelle bedanke ich mich beim Ralph von Zonebattler für den Hinweis auf die neueren Versionen. Denn das Tool ist besser als manches hochgelobte Plugin, bei dem man nicht abschließend bewerten kann, was da im Hintergrund läuft.

5 Kommentare

  1. Ich bedanke mich meinerseits für Deine Gründlichkeit und das Herausfinden, dass es eine neue Version 4.2.1 des Dumpers gibt! Dann werde ich meine Dumper-Flotte mal von Version 4.2.0 aus auf die aktuelle Fassung modernisieren…

    Beste Grüße,
    Ralph

  2. Na ja, die Datenbanken meiner sechs eigenen WordPressen werden natürlich mit nur einer einzigen Dumper-Installation (mit sechs verschiedenen Profilen) gesichert, aber ich betreue noch acht andere WordPress-Websites von befreundeten Organisationen oder Menschen, und die wollen ja auch gesichert sein. Also gibt’s da jeweils einen Dumper auf dem jeweiligen Webspace…

  3. Ich finde auch, daß der Dumper derzeit nicht wirklich massentauglich ist, was allein schon mit einer ausführlicheren Installations- und Update-Anleitung geändert werden könnte! Aber Dokumentationen zu schreiben ist halt nicht sexy…

    Persönlich habe ich gestern mal die einfache Methode für Faule ausprobiert: Die „alten“ Dumper-Dateien sämtlich gelöscht mit Ausnahme des Ordners „work“ und der drei Konfigurations-Dateien „.htaccess“, „.htpasswd“ und „config.php“. Darin (nur darin) steckt ja das Installationsspezifische. Dann die ganzen „neuen“ Dumper-Dateien in den Ordner reinkopiert und hochgeladen. Und voila, das war’s auch schon: Dumper gestartet und einen Probe-Sicherung angeworfen, alles paletti!

    Mit dieser konfigurationsfreien Update-Methode waren alle meine Baustellen in wenigen Minuten auf den aktuellen Stand gebracht…

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