Ich lese immer mal wieder über Pure Blog als die angenehme Variante, wenn jemand bloggen will. Schlicht und einfach schreiben, sonst nichts. Ich hatte ja vor einiger Zeit mal die Einfachsoigkeit am Wickel. Und irgendwie verbinde ich mit dieser nicht wirklich schlauen Vokabel genau das, das schlichte und einfache Schreiben in dieses Internet. Wenn wir WordPress-Blog-Vollschreiber ehrlich sind, dann ist halt unsere Blogsoftware weit darüber hinaus gewachsen. Passt es noch, oder ist WordPress vielleicht doch zu fett?
Was ist denn Pure Blog denn schon wieder?
„Pure Blog is a simple PHP based blogging platform, designed from the ground up for personal blogs and the small web.“ – So heißt es auf der – nun ja – Projektseite. Auf dieser habe ich mich auch mal umgeschaut, was denn das System so enthält. Es handelt sich erst einmal um flat files. Soweit ich das verstanden habe, liegt da keine Datenbank dahinter wie bei WordPress. Es gibt auch so nicht das ganze Tralala und Hoppsasa. Das kann man beim Entwickler sehen.
Der eine oder andere deutschsprachige Blog hat inzwischen auch den Wechsel zu Pure Blog vollzogen. Der John ist mit „Rausgerufen“ umgezogen. Guckt euch mal an, wie schnell die Seite lädt. Ja, es sind auch keine schweren Inhalte dabei, die erst mühsam zusammengebaut werden müssen. Aber ich glaube, gerade das ist der enorme Vorteil von einem System wie eben jenes Pure Blog. Insofern kann ich das Ganze durchaus sehr gut nachvollziehen.
Muss das fette WordPress nun weg?
In gewisser Weise ist WordPress fürs Bloggen ungefähr das, was Microsoft 365 für die Büroarbeit ist: Groß, ein ganzer Sack Features, mächtig, aber eben auch träge. Und nicht zuletzt muss man sich fragen: Brauche ich das Alles? So, wie nicht jeder alle Einzelteile der Riesensuite Microsoft 365 braucht, so braucht nicht jeder alle Möglichkeiten von WordPress. Aber muss ich nun in jedem Fall umziehen? Die Antwort ist: Es kommt darauf an.
Erstmal kann ich noch überhaupt gar nichts zu Pure Blog sagen. Ich weiß halt nur, dass es offenbar funktioniert. Das tut meine WordPress-Installation allerdings auch. Und nachdem ich mir diverse Dateien entsprechend gebaut habe, sammelt meine Installation auch keine großen Datenmengen. Insofern zwingt sich jetzt nicht unbedingt ein Umstieg auf. Allerdings ist es halt auch so, dass ich derart viele Kopfstände mit WordPress machen kann, dass das mit dem Bloggen an sich zu kurz kommen kann.
Also: Nein, niemand mit einem funktionierenden Blog auf Basis von WordPress, das noch dazu selbst installiert ist und nicht in einer Community läuft (vulgo: wordpress.com), muss jetzt WordPress direkt einreißen und auf Pure Blog umsteigen. Ich habe ja auch noch nicht gelesen, dass es einen funktionierenden Migrationspfad gibt. Bei über 5000 Artikeln wäre dieser allerdings unerlässlich. Und was ist mit ActivityPub oder dergleichen? Ich warte da erstmal ab.
Also…
Es ist gut und richtig, dass es so ein einfaches System zum Bloggen wie Pure Blog gibt. Ich begrüße das sehr. Vielleicht wächst ja damit auch die Notwendigkeit, WordPress mal grundlegend zu entschlacken oder so. Ich werde daher mal beobachten, wie die ganze Sache weitergeht. Aber einen großen Drang zum Wechseln habe ich derzeit nicht. Wenn mir WordPress irgendwann zum Hals raushängt, kann sich das aber ändern. Warten wir also mal ab.






Ich habe mir das die Tage mal angesehen und mit einer Testseite kurz ausprobiert. Ich sag mal so: Wer nur ein paar Texte ins Netz werfen will, garniert mit ein paar Fotos, für den/die ist das schon klasse. Mir wäre das, für meine Seite, zu pure. Aber für kleinere Projekte, ein schönes Teil.
Ja, eben. Ich glaube, mein Blog ist zwar etwas anders als deiner. Aber trotzdem glaube ich, dass Pure Blog nicht so ganz geeignet ist.
Ich habe zwei Seiten auf Pure Blog laufen, funktioniert gut, Ladezeiten sind hervorragend und man kann viel am CSS schrauben. Einmal direkt im Dashboard (ähnlich Editor in WP) oder auch die CSS-Datei selber ändern. Wobei man sagen muss, dass man, wie bei WP auch, aufpassen muss, was, wo geändert wurde. Aber – im Gegensatz zu WP ist das alles ein wenig eingeschränkt. Der große Vorteil von WP ist, meiner Meinung nach, der Einsatz von unendlichen Plugins, die wirklich jeden Wunsch erfüllen. Für kleinere Projekte allerdings, ist Pure Blog sehr zu empfehlen, mehr noch als Datenstrom Yellow CMS, denke ich.
Ich danke dir für deinen Kommentar. Ich glaube auch: Wenn es sich um kleine Projekte handelt, ist Pure Blog pures Gold. Ich beobachte mal, wie sich das weiter entwickelt.
So für „Ich will nur mal was ins Netz schreiben“ ist das ideal. Ich weiß halt nicht, ob mein Blog dafür nicht zu groß wäre. Und überhaupt: Wie würde der denn zu Pure Blog wandern?
Ich mag WP und hätte keine Lust alle Artikel umzufriemeln, auch mit dem coden- da müsste ich wie früher (Bildergalerie erstellen) im Netz suchen wie man das oder dieses macht. Hätte ich keinen Bock drauf. Ich schreibe gern, coden ist was anderes.
Das ist doch auch so meine Überlegung.
Ja, Wolf, mir geht es genauso.
Ich bin heute auch auf Pure Blog umgestiegen.
@Henning: Wenn du mit WordPress gut klarkommst, macht es keinen Sinn, über einen Wechsel nachzudenken. Ist man hingegen mit WordPress überfordert, nutzt eh nur einen Bruchteil der Funktionen und will, wie du schon gesagt hast, „nur mal was ins Netz schreiben“, ist man bei Pure Blog mit minimalem Aufwand dabei.
Ich habe vorhin mal eine kleine Liste mit Websites erstellt, die Pure Blog verwenden: https://werschreibt.de.cool/pure-blog-website-beispiele
Sehr gut, die kann man sich ja mal anschauen. Ach, und danke für die Einordnung. Ich habe auch so das Gefühl, dass es Blödsinn wäre, einen funktionierenden Blog auf Basis von WordPress über den Haufen zu werfen.
Für ein kleines Blog ohne Schnickschnack ist das eine prima Alternative. Kannte ich noch gar nicht… danke für den Hinweis.
Aber für ein Blog wie Deines würde ich persönlich, wenn es schlanker und flat sein soll, eher auf sowas wie FlatPress zurückgreifen.
Ich glaube eher, dass sich hier auf absehbare Zeit erstmal gar nichts ändern wird. Aber ich gucke mir das gern mal bei Gelegenheit an. Danke für den Tipp.
@henning-uhle.eu Ich hatte für einige Zeit auch schon Yellow am Start. Aber bin dann so wieder zu WordPress zurück.
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Ich respektiere unterschiedliche Meinungen dazu.
Einmal habe ich den kompletten WordPress Codex gelesen, um mir eine eigene zu bilden.
Der WordPress Kern ist immer noch schlank.
Aber dann stoßen ihm in der Regel Menschen zu.
Das ist das eigentliche Problem.
Jedes Mensch-Aufgabe-Technik-System ist so stark wie das schwächste Glied seiner Kette. ;)
(1. Semester Wirtschaftsinformatik)
Haha… Treffen sich zwei Planeten. Fragt der eine: „Und, wie geht’s dir so?“ – Darauf der zweite: „Ach, schlecht, ich habe mir Menschen eingefangen.“ – Sagt der erste: „Ach, das schwitzt sich raus.“
Vor 20 Jahren oder so wurde Ghost als Alternative gehyped. Das gibt es wohl auch immer noch. Dann blieben noch die Baukästen, wie Joomla und Co. oder man macht halt einfach den Fefe. Es ist ja nicht alles schlecht an html.
Das Schlimmste bei den Systemen sind doch die Plug-ins, die zum einen den eigenen Narzissmus fördern und ggf. auch den Fremden und zum Anderen die Scammer.
Hätte Fefe ein WP bemüht, würde mich schon interessieren, welcher Prinz aus Zamunda einem von dort nun seine Erbschaft vermachen möchte.
Da ist durchaus was dran.
Ich habe mir Pure Blog auch schon angesehen. Es lädt wirklich sehr schnell, aber so lange es keine Kommentarfunktion hat, kommt ein Wechsel für mich nicht in Frage.
Ich habe irgendeinen Blog auf Basis von Pure Blog auch schon mit Kommentaren gesehen. Ich weiß nur nicht mehr welchen.
Offizielle Aussage von Kev ist, dass es keine Kommentarfunktion im Kern geben wird. Denn es gibt ja schon sein Pure Comments-Tool, das allerdings nicht Flat File ist, sondern SQLite verwendet. Siehe https://github.com/kevquirk/pureblog/issues/19
Klar ist Pure Blog schnell. Hätte es das schon gegeben, als ich von Bludit wegging, wäre das bestimmt meine Wahl gewesen. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass Pure Blog bei mehr als 5k Posts nicht mehr so flott daherkommt. Wie soll ich heute wissen, wie gross mein Blog jemals sein wird?
Das Gefühl habe ich halt auch. Und nachdem es keine technischen Probleme bei mir gibt, wäre es Quatsch meinen Blog dahingehend umzubauen.