Suchmaschinenoptimierung: Der ultimative Weg

OK, Google, wie funktioniert Suchmaschinenoptimierung? Und mach bitte keine Faxen, sondern zeig mir endlich mal, was du kannst. Dankeschön. Haben Sie sich auch schon mal so etwas gedacht? Man müsste einfach mal Google befragen, wie denn die Suchmaschine am besten befüttert werden will. Im Restaurant wollen wir ja schließlich auch gefragt werden, wie unser Steak sein soll. Wobei ich mit SEO nicht so sehr viel am Hut habe.

SEO – oder: Was ist Suchmaschinenoptimierung?

Wenn wir nach Definitionen schauen, lohnt sich auch immer ein Blick in die Wikipedia. Dort steht, dass es bei der Suchmaschinenoptimierung um Maßnahmen geht, die dazu da sind, Webseiten und ihre Inhalte auf den vorderen Plätzen bei Suchergebnissen anzeigen zu lassen. Ja, das ist stark verkürzt im Vergleich zum Wikipedia-Eintrag. Es geht nur um einen Überblick.

Wer Suchmaschinenoptimierung betreibt, muss sich auf verschiedene Arten von Suchanfragen konzentrieren. Suchen Nutzer nach Texten, Nachrichten, Bildern, Videos, Produkten? Das ganze Gebiet ist eine Wissenschaft für sich. Und Nadine Staps hat mal mit Mythen rund um das Thema aufgeräumt.

Gibt es einen ultimativen Weg im SEO?

Ich habe unfassbar viele Blogs gelesen, die sich mit SEO und all dem Kram beschäftigen. Am Ende reifte bei mir die Erkenntnis, dass die meisten SEO-Blogs SEO-Kurse anbieten, wie jemand SEO-Kurse anbietet. Vieles wirkt doch sehr wie zusammen geklöppelte Texte aus der SEO-Hölle, nur um irgendein Schneeballsystem an die Kunden zu bringen.

Soweit ich mitbekommen habe, gibt es keinen ultimativen Weg in der Suchmaschinenoptimierung. Natürlich handelt es sich nach wie vor um das Bestreben, für die Nutzer die bestmöglichen Suchergebnisse aufzulisten. Das ist schon über 25 Jahre der Fall. Aber die Strategien sollten sich gewandelt haben.

Ging es bis vor ein paar Jahren darum, möglichst oft Links zu eigenen Inhalten überall fallen zu lassen oder möglichst oft das betreffende Keyword zu nennen, so hat sich das doch ziemlich geändert. Heute geht es mehr und mehr darum zu erraten, was die Nutzer wirklich wissen wollen. Suchmaschinen sind eben auch schlauer geworden.

Es genügt eben nicht mehr, drölfzig mal den gewünschten Begriff in einem Artikel zu nennen, wenn der Text, der den Begriff umgibt, Murks ist. Am Ende müssen viele Webseiten-Betreiber erkennen, dass sich die Suchmaschinen nicht mehr so schnell veralbern lassen. Und was machen die SEO-Plugin-Bastler? Sterben die den Hungertod?

Was ist heutzutage sinnvoll?

Zunächst einmal halte ich viel davon, wenn mir ein Text meine Fragen beantwortet. Es hilft mir nicht, wenn ich am Ende eines Artikels mit der Frage allein bin: Und jetzt? Ich weiß nicht, wie sie es machen, aber eines ist sicher: Die Suchmaschinen erkennen irgendwie, ob ein Text hilfreich ist. Also ist Suchmaschinenoptimierung auch eng mit dem Finden von Lösungen und Antworten verbunden.

Auch ist es sicherlich eine gute Idee, ein Thema von verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Wie bei meinem Dauerthema „Smart Cities“: Es gibt sicherlich Vorzüge, aber was ist mit der Umwelt, mit dem Datenschutz, mit den Kosten etc.? Ich habe gelesen, dass man das irgendwie als „holistischen Content“ bezeichnet. Sagen wir doch einfach, dass ein Thema nie eine einsame Insel ist, sondern von vielem abhängt.

Und was nie zu unterschätzen ist: Liest sich der Text gut? Glänze ich mit Fachwissen und vielen Fachbegriffen, oder kann ich auch Bilder sprechen lassen? Komme ich auch mal mit Elementen wie Tabellen, Listen, Bildern um die Ecke? All das kann dafür sorgen, dass Texte gern gelesen werden.

OK, Google / Hey, Siri / Alexa!

Früher war alles besser, sagten die Autohersteller, als Tesla um die Ecke kam. Während wir früher unsere Suchanfragen eintippten, sprechen wir sie heutzutage ein. Beispiele? Bitteschön:

Rote Schuhe Leipzig

Mögliche Suchanfrage vor ein paar Jahren

OK, Google, wo kann ich in Leipzig rote Cowboystiefel für Fasching kaufen?

Mögliche gesprochene Suchanfrage heute

Suchanfragen sind heutzutage tatsächlich mehr Fragen, nicht mehr so das Werfen von einzelnen Worten. Unsere Deutschlehrer werden Luftsprünge machen. Denn wie viele von ihnen haben den Satz gesagt, den Mario Barth in seine Programme eingebaut hat:

Subjekt, Prädikat, Objekt: Du bekommst Buntstifte und kannst unterstreichen

Vielleicht sagen das Deutschlehrer

Wenn es nun vollständige Sätze als Suchanfragen gibt, muss man sich mit der Suchmaschinenoptimierung völlig neu aufstellen. Und am Ende gilt da für mich: Das beste SEO findet dann statt, wenn sich Leser und Autoren mit den Texten wohlfühlen und alle Fragen zum Thema beantwortet werden. Oder sehe ich das falsch?

2 Kommentare

  1. „Die Suchmaschinen erkennen irgendwie, ob ein Text hilfreich ist.“
    Das erkennen sie vor allem an der „Verweilzeit“ – vermutlich im Verhältnis zur Textlänge, denn auch ein Minitext kann ja eine Frage korrekt beantworten.

    1. Das wäre zumindest eine sinnvolle Erklärung. Aber auch das zeigt, dass nur der Informationsgehalt weiterhilft, nicht unbedingt die Tricksereien, für die man unter Umständen auch noch Geld bezahlen soll.

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