Trigger – Und alles eskaliert

Der Trigger ist der Abzug bei einer Waffe. Aber eben auch etwas, das uns reizt und zu irgendwas treibt. Und es geht wieder mal um das Bloggen. Wie ich mich doch amüsiere, dass man sich wirklich ernsthaft nur mit Debatten rund um das Bloggen aufhalten kann. Wir sollten jetzt wirklich mal wieder alle runterkommen. Was soll das denn werden? Es ist echt kein Wunder, wieso wir alle nicht für voll genommen werden. Die Blogger, diese wunderlichen Ins-Netz-Schreiber. Jetzt ist aber mal gut.

Der Trigger beim Bloggen: Es kann alles sein

Sometimes you′re better off dead
There’s a gun in your hand, it′s pointing at your head

Wenn ich so die ganze Debatte rund um die Trigger „Kommentare im Blog“ und „Analysewerkzeuge“ und all diese Nichtigkeiten ansehe, dann bin ich förmlich bei den „West End Girls“ von den Pet Shop Boys. Alter, das ist ja nicht mehr zum Aushalten. Ich beteilige mich jetzt auch nicht mehr daran. Denn sonst bin ich vielleicht gleich Ziel irgendeiner wildgewordenen Debatte. Und ganz ehrlich: Dann bin ich doch eher hierbei:

a man in a suit and tie sitting in a chair

Ach, ich Teufel habe die Bildunterschrift vergessen. Wie kann ich denn nur? Echt, bei so vielen Dingen – die Bildunterschrift und die alternative Beschreibung sind auch so Dinge, die als Tigger immer gehen – werde ich einfach nur müde und will es nicht mehr lesen, nicht mehr hören, mich einfach nicht mehr damit beschäftigen. Wie ist das eigentlich? Wollt ihr echt aller Welt das Bloggen miesmachen, indem ihr alles als Trigger anseht und euch darüber aufregen müsst?

Ich geb eine Runde

Wir müssen mal wieder ernsthafte Dinge erzählen. Wo ist denn das hin? Überall nur noch Trigger. Aber ich will wieder mehr so Liebes-Tagebuch-heute-war-ein-besonderer-Tag-Artikel lesen. Darum denke ich jetzt halt auch, wir sollten es wie der Martin halten: Wir haben jetzt diskutiert, und auch ich hab mich dran beteiligt, weil es da einen Trigger gab. Aber jetzt gehen wir einen trinken, ob mit oder ohne Alk, Hauptsache das ist jetzt mal vorbei.

Klar, ich werde auch immer wieder meine Meinung zu irgendeinem Thema kundtun. Aber ganz ernsthaft: Ich werde mir überlegen, ob es zu derartigen Themen sein muss. Am Ende ist es doch so: Jeder soll doch bloggen, wie man selber will. Wer bin ich denn, dir vorschreiben zu wollen, wie du zu bloggen hast? Ich habe doch erst lang und breit erzählt, dass ich meinen Blog als meine Homebase ansehe, in der ich in Jogginghose rumlümmle.

Es gibt so viel zu erzählen. Warum tun wir das nicht mehr? Wir regten uns monatelang über die Politik auf, dass sie sich nur noch mit sich selbst beschäftigt. Im Grunde genommen machen wir doch nichts anderes. Vielleicht sollte ich einfach hergehen und mir andere Lese- und Inspirationsquellen suchen. Irgendwie tun mir einige meiner jetzigen Quellen nicht mehr gut. Mit denen, die mir gut tun, würde ich aber gern wieder anstoßen, weil der Quatsch für uns vorbei ist.

a man in a suit and tie is sitting at a table in a restaurant .

Und wieder keine Bildunterschrift und kein Alternativtext.

Einfach mal weitersagen

4 Gedanken zu „Trigger – Und alles eskaliert“

  1. Herrlich, das kenne ich! Endlich mal jemand, der ehrlich sagt, dass wir nicht alles als Trigger sehen müssen. Bei der Menge an Texten wird man wirklich müde. Aber genau wie beim Trinken nach der Diskussion: Jeder soll bloggen, wie er will!

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  2. Du hast das jetzt mal etwas lauter dargestellt… Letztendlich interessieren mich die Beiträge auch nicht- Warum ich wie weshalb… Es sind Themen die mich reizen- die finde ich manchmal bei Sari’s Projekt 52 oder ich hab mal wieder was repariert, entdeckt…. Klar, als ich neu im Uberblogr war, habe ich mich auch einmal an so einer Umfrage beteiligt- dies geschah aber als Kennenlern- Beitrag für die /in der Community. Auch die Jagt nach Klicks ist mir eigentlich egal- wie in der Umfrage festgestellt, schreibe ich, weil es mir Spaß macht. Natürlich ist es toll, wenn man kommentiert und damit gelesen wird, aber wenn ich dem hinterherrennen wollte, müsste ich mich mehr mit dem RS09 (DDR Traktor) und der Altersbestimmung von Uhren beschäftigen. Will ich aber nicht.

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    • Den RS09 bein ich als vielleicht 12-jähriger damals auch mal gefahren, als mein Onkel damals als Heizer auf einer LPG gearbeitet hatte. Das wäre spannend, darüber mal wieder was zu lesen.

      Aber ja, genau das meine ich, was du schreibst. Ich werde mich in Zukunft hüten, an solchen Diskussionen teilzunehmen. Und damit hat es sich dann aber auch.

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  3. Also du musst schon einsehen, dass es klare Regeln gibt, wie ein Blog auszusehen hat. Welche Komponenten es zu haben hat und welche nicht. Es mag verschiedene unmaßgebliche Meinungen darüber geben, ob es einen Kommentarbereich geben sollte oder nicht. Es gibt Meinungsführer unter den Bloggern, die erkannt haben, was in diesem Fall richtig ist, und denen ist zu folgen. Das gilt auch für Bildunterschriften und ganz besonders für Alternativtexte zu Bildern, die ja sogar im BarrierefreienBlogGesetz BBG in §24ff festgelegt sind.

    Meinungsführer (und Influencer) sind unbestrittene (unbestreitbare) Experten und wissen aus klarer Selbsterkenntnis und ständiger Selbstvergewisserung, was richtig und was falsch ist. Deren Blogs sind sozusagen Führungsblogs, und nur durch regelmäßige Lektüre der dort formulierten Regeln kann man sicher sein, selbst ein korrektes und Norm-konformes Blog zu betreiben.

    Es darf einfach kein unkontrolliertes Feld-, Wald- und Wiesengeblogge geben. Wo kämen wir denn hin??

    /end satire

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