Zu Ende gebloggt: Was in der Bloggerszene los ist

Derzeit geht mal wieder der Sensenmann in Kleinbloggershausen um. Ich sehe die eine oder andere Seite, die zu Ende gebloggt zu sein scheint. Es ist nicht nur so, dass der eine oder andere Blog einfach mal weg ist oder nicht mehr aktualisiert wird. Da geht noch mehr. Ich habe Blogs gesehen, die einfach mit schwerwiegenden Fehlern einfach mal so liegen gelassen werden, was irgendwie zu „nicht mehr aktualisiert“ passt. Und es gibt Blogger, die darüber nachdenken, ihren Blog einzustellen. Aber warum ist das so?

Von Blogparaden, Schulterklopfern und jeder Menge Lärm

Irgendwie ist die Bloggerszene im deutschsprachigen Raum schon putzig. Ich meine jetzt nicht die Blogs, die von einer KI vollgemalt werden, das würde auch viel zu weit führen. Und ich meine nicht die kommerziellen Blogs, die dann eher Magazine sind. Nein, ich meine Kleinbloggershausen, die „Blogosphäre“, die „Blogeria“, wie ich nun las. Man hievt sich gegenseitig Säcke voller Anerkennungen über den virtuellen Gartenzaun, wirft sich Blogstöckchen hin und her oder überzieht sich mit Schimpf und Schande.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum da diverse Blogger immer weniger Lust aufs Bloggen haben. Mir geht es ja selbst so. Ich denke zwar nicht, dass ich zu Ende gebloggt habe. Aber der Enthusiasmus im letzten Jahr ist dieses Jahr hier im Blog noch nicht ausgebrochen. Viel zu viel Lärm im Internet verhindern es halt auch, dass man klare Gedanken fassen kann. Und unter uns gesprochen: Bei all dem Lärm bloggt Kleinbloggershausen locker flockig an sich selbst vorbei.

Wenn ein Blogger zu Ende gebloggt haben könnte

Ich folge schon länger dem Oliver. Viel haben wir nicht ausgetauscht, soweit ich weiß. Jedenfalls stellt er sich die Frage, ob er jetzt zu Ende gebloggt hat. Er fragt sich, ob er wirklich zu allem irgendwas ins Netz kübeln muss. Ihm ist das Internet zu laut geworden, es gibt viel zu viel Desinteresse, die Bloggerszene hat ihn ziemlich abgeschreckt. Ich kann die Gedanken gut nachvollziehen. Ich finde ja auch vieles im Internet recht absurd. Bei Oliver kommt aber noch mehr dazu.

Mein Blog war ursprünglich mal eine Art Nachschlagewerk für mich. So war er zumindest gedacht. Dann hatte ich alles mögliche kommentiert. Später kamen andere auf die Idee, „BLOGGEEEEEENNNNNNN!!!!1!ELF!!!“ zu irgendwelchen Smartphone-Fürzen in die Welt brüllen zu müssen, was in der Folge dazu führte, dass ich mich immer weniger als Technik-Blogger sah. Und ich habe meine persönlichen Gedanken geteilt.

Beim Oliver handelte es sich aber auch um ein persönliches Archiv. Und irgendwie stellt sich ihm die Frage, ob das für alle Welt lesbar sein muss. Dieses Archiv kann ja genauso gut sonstwo liegen, nur nicht online. Denn das soll ja sein Zweck sein. Das kann ich gut nachvollziehen. Und wenn er dann denkt, dass er zu Ende gebloggt hat, dann ist das seine Entscheidung und ebenfalls nachvollziehbar. Aber schade ist es schon.

Einfach mal weitersagen

7 Gedanken zu „Zu Ende gebloggt: Was in der Bloggerszene los ist“

  1. Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich Wahrnehmungen sein können! Mir ist in letzter Zeit kein einziges Blog begegnet, dessen Macher/in aufgeben wollte. Ja, das Blog von Oliver ist weg, offenbar seit ganz Kurzem. Aber alle in meiner Blogbibliothek sind vorhanden und nichts deutet darauf hin, dass irgendwer keinen Bock mehr hat. Bei den Bloghexen sehe ich unzählige weitere Blogs, regelmäßig werden jede Menge Post geteilt und „aufgeben“ war und ist kein Thema (ok, ich war 2 Tage nicht dort, wer weiß…). Die vielen neuesten Einträge im Ubr-Blogring zeigen keine einzige Headline, die auf ein Aufhören oder Schwächeln hindeuten – wie eigenartig, dass du das alles anders erlebst!

    Gut, dass DU nicht daran denkst, aufzuhören – du würdest mir fehlen!

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    • Naja, wer weiß, vielleicht liegt es auch daran, dass es unfassbar viele Blogs gibt, denen man nicht allen folgen kann. So folgst du Blogs, die immer weiter bestehen. Und bei mir gibt / gab es Blogs, bei denen das anders war und ist.

      Nö, ich denke nicht daran, meine Klappe zu halten. Soweit kommt’s noch. Ich werde weiter meinen Kram in die Welt schreiben. Du denkst ja auch nicht daran, mit dem Bloggen aufzuhören. Das wäre nämlich auch unfassbar schade.

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      • OK, dann scheint es echt an verschiedenen Bubbles zu liegen. Vielleicht war das auch nur Zufall, dass es mir – aber eben auch anderen – aufgefallen war. Aber wenn ihr beide nichts davon mitbekommen habt, liegt es sicherlich an meiner Bubble.

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