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2 Live Crew zur Exxxotica NY in 2009 - The Doppelganger at en.wikipedia [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons 2 Live Crew zur Exxxotica NY in 2009 - The Doppelganger at en.wikipedia [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

Alles auf „Yo!“ oder so

Was zur Hölle ist „Yo!“? Sie kennen das vielleicht aus der Dicke-Hose-Macho-Pose der Rapper, vor allem in den 90ern. Da wurde künstlich eine dicke Beule in den Vorderbereich der eh viel zu weiten Jeans eingebaut, und die Finger wurden beidhändig unnatürlich verrenkt. Und dazu wurde „Yo!“ konstatiert. Zu allem möglichen.

Jetzt ist „Yo!“ wieder da. Aber ohne Beule in der Hose. Nicht mal mit verrenkten Fingern. Nicht mal menschlich. „Yo!“ ist eine Software. Für das Smartphone. Wenn man denn will, kann man sich diese App auf sein Smartphone mit Android oder auf sein iPhone draufpappen. Microsoft bietet diese App im App-Store für Windows-Phone (noch) nicht an. Und das kann auch so seinen guten Grund haben.

„Yo!“ ist das neue Anstupsen, das viele Millionen Nutzer von Facebook her kennen. „Yo!“ können Sie sich gern übersetzen mit „Eh, du!“ oder so ähnlich. Und genau das macht die App. Jedem Kontakt, den man aus der Kontaktliste des Telefons der App hinzufügt, können Sie mit dieser App ein „Yo!“ schicken. Nichts weiter. Man brüllt also durch das Netz „Eh du!“ oder so.

Entschuldigung, wenn ich hier doof frage. Aber wozu braucht man so eine App? Mobiflip erzählt uns darüber, dass der Entwickler geschlagene 8 Stunden an der App gesessen hat. Nicht mehr. Keine Monate oder so. Und der Entwickler hat dafür eine ganze Stange Geld einsammeln können: 1 Million Euro. Sorry, und für so einen Betrag kann die App nicht mehr, als einfach nur „Eh du!“ brüllen? Da muss doch mehr dahinter stecken, oder?

Problematisch ist da schon ein Aspekt, den der Caschy aufzeigt: Die Handynummern der Yo!-Teilnehmer können ausgelesen werden. Insofern könnte diese Nutzlos-App meiner Meinung nach für ernstere Spielereien zweckentfremdet werden. Es könnten neue Mitlese-Leute Interesse daran haben, dass sie herausfinden, wer denn bitteschön ein „Eh du!“ über die Straße zubrüllt. Und wer weiß, vielleicht können diese Daten dann zu irgendwas verwendet werden.

Aber das sind einfach nur Spekulationen. „Yo!“ ist so nutzlos wie ein Kropf. Ich kann ähnliches mit längst etablierten Apps vollführen. Und zwar über Chat-Funktionen wie den Facebook-Chat, Google Hangout, WhatsApp, sogar per SMS (man stelle sich vor!) kann ich irgendwem ein „Yo!“ um die Ohren hauen. Da brauche ich nicht diese blödsinnige App.

Es sei denn, wir setzen uns alle Basecaps schräg auf den Kopf, ziehen dicke Sweatshirts und dicke, weite Jeans, in die wir für die besagte Beule ein kleines Handtuch stopfen, an und schlüpfen in dicke Boots. Dann stellen wir uns auf eine Straßenkreuzung und schicken uns stundenlang gegenseitig ein „Yo!“. Sorry, aber was soll das?

Bildquelle: 2 Live Crew zur Exxxotica NY in 2009 – The Doppelganger at en.wikipedia [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “Alles auf „Yo!“ oder so”

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