Angry Birds App wird von der NSA ausspioniert

Kennen Sie „Angry Birds“? Spätestens seit der Spieleverfilmung „Rio“ ist dieses Spiel wohl sehr bekannt. Es gehört zu den beliebtesten Apps auf Smartphones. Die Vögel, mit denen man allerlei Dinge freischießen muss, erfreuen sich allergrößter Beliebtheit. Auch bei den Geheimdiensten.

Der Kölner Stadtanzeiger berichtet heute unter Berufung auf die New York Times darüber, dass die Geheimdienste NSA und GCHQ die Daten der App auslesen. Orte, Alter oder Geschlecht der Spieler sind für die Dienste von Interesse. Das ist wieder so eine Geschichte aus den umfassenden Veröffentlichungen durch Edward Snowden.

Keine Sorge, Whatsapp ist nicht unter den Apps zu finden, die abgehört und ausgelesen werden. Whatsapp liefert freiwillig die Daten. Mit Whatsapp und Angry Birds wurde dann also endgültig klar: Nutzt man kostenlose Apps, zahlt man mit seinen Daten. Ich hoffe, das weiß nun auch der letzte Nutzer solcher Apps.

Gut, Whatsapp kostet eine lächerliche Lizenzgebühr. Aber die ist ja ein Placebo, also nicht der Rede wert. Bei Angry Birds wähnten sich sicherlich Millionen von Nutzern in Sicherheit. Nun steht es auch um diese App ziemlich schlecht. Dumm gelaufen, oder?

Na klar, die Geheimdienste schnüffeln auch über Einfallstore wie Taschenlampen-Apps und so etwas. Also kann man eigentlich nur davor warnen, sich alles mögliche auf das Smartphone zu holen. Und ich wäre auch skeptisch bei der Aussage, dass alles sicher ist, was über den Google Play Store oder über Apples iTunes kommt. Denn beide Firmen sind ja amerikanischer Herkunft.

Aber was schreibe ich hier überhaupt? Viele Nutzer interessiert es schlicht und ergreifend nicht, was sich so auf ihren Handys herumtreibt. Hauptsache, man ist cool. Aber das könnte sich auch ziemlich rächen.

Wie halten Sie es? Nutzen Sie Apps wie Angry Birds? Machen Sie sich Gedanken um Datenmissbrauch? Oder nehmen Sie die Geschehnisse eher nur am Rand wahr? Ich will die Sorglosigkeit eigentlich nur verstehen.

Bildquelle: Angry Birds Logo – By Rovio Mobile [Public domain], via Wikimedia Commons

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Ein Kommentar

  1. hm…ich finde das ein wenig zu sehr auf Angry Birds bezogen…fast jede kostenlose App hat Berechtigungen, die für den eigentlichen Funktionsumfang nicht benötigt werden. Also allein schon die mehr oder weniger legal erworbenen Daten sind Unmengen. Und wenn die Daten erst einmal auf Google oder anderen Servern lagern hat die NSA doch schon längst die Daten gesichtet. Und man braucht keine Apps um seine Daten an die NSA geliefert. Die NSA hat einen Teil-Code von Android programmiert. Und jetzt mal ganz ehrlich: Das wird zu 100% auf einen Deal beruhen, dass die NSA ohne eigenen Aufwand an die Daten darf. Würde mich nicht wundern, wenn Herr Snowden dazu auch noch etwas in der Hinterhand hat.

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